Vieles, was die Hersteller in ihren Werbebildern versprechen, findet sich in der Zulassungsstatistik nur begrenzt wieder. Jung und hip ist nicht. Die Realität des privaten Neuwagenkaufs sieht genau wie die nüchternen Zahlen eben nüchtern aus.
Der Durchschnittsfahrer gehört zur Altersgruppe 50 plus
Die Altersstruktur privater Neuwagenhalter ist 2025 klar verteilt. Rund 53 Prozent aller privaten Neuzulassungen entfielen auf Personen, die mindestens 50 Jahre alt waren. Die Gruppe der 50 bis 59 Jahre alten Halter erreichte einen Anteil von etwa 26 Prozent. Die Gruppe der über 60-Jährigen lag mit rund 27 Prozent in ähnlicher Größenordnung und bildete damit eine der größten Einzelgruppen im Markt.
Die Altersgruppen unter 40 Jahren stellten zusammengenommen weniger als 20 Prozent der privaten Neuzulassungen. Der Anteil der unter 30-jährigen Halter war im niedrigen einstelligen Prozentbereich zu finden. Dadurch ergibt sich eine deutliche Schwerpunktbildung im oberen Altersbereich, die sich mit den Daten der Vorjahre deckt und sich im Jahr 2025 noch klarer abzeichnete.
Männer stellen den größten Anteil der privaten Neuzulassungen
Die Verteilung nach Geschlecht zeigt ebenfalls ein stabiles Muster. Rund zwei Drittel aller privaten Pkw-Neuzulassungen entfielen 2025 auf männliche Halter. Dieser Wert lag je nach Marke leicht darüber oder leicht darunter, blieb im Gesamtmarkt jedoch konstant. Frauen kamen auf etwa ein Drittel der Neuzulassungen.
Die geschlechtsspezifische Verteilung verändert sich im Zeitverlauf nur geringfügig. Der Männeranteil ist seit Jahren höher, während der Frauenanteil tendenziell stabil bleibt.
Die Markenverteilung konzentriert sich auf wenige Hersteller
Die Zulassungszahlen des Jahres 2025 zeigen eine ausgeprägte Konzentration auf bestimmte Marken. Volkswagen erreichte im Privatmarkt einen Anteil von etwa 18 Prozent und blieb damit der stärkste Hersteller innerhalb der privaten Zulassungen. Mercedes-Benz und BMW kamen zusammen auf etwa 20 Prozent. Audi lag bei ungefähr sieben Prozent und ergänzte damit das Feld der großen volumenstarken Marken.
Weitere Hersteller wie Opel, Skoda, Hyundai und Toyota bewegten sich im mittleren einstelligen Prozentbereich. Diese Marken erreichten vor allem in den unteren und mittleren Altersgruppen relevante Zulassungszahlen. Im Gesamtmarkt blieb die dominierende Stellung der vier großen Marken jedoch bestehen und bestimmte maßgeblich das Bild des typischen privaten Neuwagenkäufers.
SUVs und Geländewagen bilden das stärkste Segment
Die Segmentverteilung prägte das Jahr 2025 deutlich. SUV und Geländewagen erreichten fast die Hälfte aller Neuzulassungen im Privatmarkt. Kompakt-SUVs stellten innerhalb dieser Gruppe das stärkste Segment. Modelle wie VW Tiguan, BMW X1, Mercedes GLC und Audi Q3 gehörten zu den meist zugelassenen Fahrzeugen in den Altersgruppen ab 50 Jahren.
Kleinwagen kamen im Privatmarkt noch auf rund zehn Prozent der Neuzulassungen. Sie wurden jedoch hauptsächlich von Haltern unter 40 Jahren gewählt. Kombis erreichten etwa 14 Prozent und gehörten weiterhin zu den stabilen Segmenten, während klassische Limousinen an Bedeutung verloren. Sportwagen blieben mit einem Anteil von unter zwei Prozent eine sehr kleine Kategorie ohne große Auswirkung auf das Gesamtbild.
Die Modellwahl folgt klaren altersbezogenen Mustern
Die Modelltrends nach Altersgruppen zeigen eine deutliche Struktur. Bei den unter 40-jährigen Haltern lagen kompakte Modelle wie VW Polo, Ford Fiesta, Opel Corsa, Audi A1 und Mini weit vorne. Hinzu kamen einige batterieelektrische Fahrzeuge der Kompaktklasse, die in dieser Käufergruppe überdurchschnittlich oft gewählt wurden.
Die Altersgruppe zwischen 40 und 50 zeigte einen deutlichen Schwerpunkt bei kompakten SUV. VW T-Roc, Nissan Qashqai, Skoda Karoq und BMW X1 gehörten dort zu den Fahrzeugen mit besonders hohen Zulassungszahlen. Diese Modelle vereinten das größte Nachfragevolumen innerhalb dieser Altersgruppe.
In den Altersgruppen ab 50 Jahren dominierte ein anderer Modellmix. VW Tiguan, Mercedes GLC und Audi Q3 rangierten in vielen Regionen auf den vorderen Plätzen. Ergänzt wurden sie durch Modelle wie Toyota Yaris Cross oder Opel Crossland, die häufig als zusätzliche Fahrzeuge im Haushalt zugelassen wurden. In der Altersgruppe über 60 Jahren stieg zudem der Anteil an Hybridmodellen sichtbar an. Toyota Corolla Hybrid, Honda Jazz Hybrid und Hyundai Tucson Hybrid erzielten in dieser Gruppe erhöhte Zulassungsanteile.
Regionale Schwerpunkte prägen die Gesamtverteilung
Private Neuzulassungen konzentrierten sich 2025 erneut auf die wirtschaftsstarken Regionen Deutschlands. Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg erreichten zusammengenommen rund 46 Prozent aller privaten Pkw-Zulassungen. Diese Verteilung korrespondiert mit höherer Kaufkraft, einer höheren Fahrzeugdichte und einer größeren Zahl an Pendlerhaushalten in diesen Bundesländern.
Andere Bundesländer erzielten deutlich geringere Anteile. Die regionale Struktur prägt dadurch das statistische Profil des Durchschnittsfahrers und verlagert seine Wahrscheinlichkeit in Richtung dieser drei bevölkerungsstarken Regionen.












