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Coronavirus
Wohnmobil-Konvoi Weltrekord Christoph Müller

Im Reisemobil durch Europa

Rückreise wegen Corona - 110 Wohnmobile im Konvoi

240 Touristen können endlich Griechenland verlassen. Ursprünglich sollten sie ihre Wohnmobile zurücklassen und fliegen. Jetzt fahren 110 Fahrzeuge im Konvoi durch das von der Corona-Pandemie gezeichnete Italien nach Hause.

Stellen Sie sich vor, sie genießen im schönen Griechenland mit ihrem liebgewonnenen Wohnmobil den Osterurlaub. Ob das Wohnmobil nun 30.000 oder 200.000 Euro kostet, soll an dieser Stelle einmal keine Rolle spielen. Denn der emotionale Wert des Reisebegleiters, in dem nicht nur einmal ein Detail optimiert werden musste, ist in Geld kaum aufzuwiegen.

Und jetzt stellen Sie sich vor, sie müssten spontan abreisen. Sagen wir mal wegen einer Pandemie. Nur das Problem ist: Sie dürfen Griechenland nicht mit dem Wohnmobil verlassen. Sie müssen Fliegen und ihr Mobil zurücklassen, wo sie in Gedanken bereits nette junge Männer die Innenausstattung, den Motor und die Reifen bei Ebay online stellen sehen.

Umfrage

2083 Mal abgestimmt
Hätten die Wohnmobilbesitzer ihre Mobile jemals wiedergesehen, wenn sie diese zurückgelassen hätten?
Nein. Die waren quasi schon verkauft, als die Besitzer noch drinsaßen.
Ja natürlich. Die wären bestimmt hinterhergeschickt worden.

Genau das ist 240 europäischen Touristen Mitte März auf dem Balkan passiert. Und wen wundert es: Sie haben ihren mobilen Urlaub verlängert. Rund vier Wochen später teilte laut der französischen Nachrichtenagentur AFP (Agence France-Presse) das französische Konsulat in Griechenland mit, dass 110 Fahrzeuge im Konvoi die Rückreise antreten dürfen.

Los geht es zunächst per Fähre am 16.4. um 17.00 Uhr in Patras auf der Peloponnes und um 23.00 Uhr in Igoumenitsa (Epirus, Nordgriechenland) in die italienische Hafenstadt Ancona. An Bord des Schiffes sollen die Touristen, von denen etwa hundert französische Staatsbürger sein sollen, von den übrigen Reisenden isoliert werden. Anders als andere Einreisende, müssen die Konvoi-Reisenden nicht die erforderlichen Quarantänezeiten einhalten. Danach müssen sie durch die Corona-Notstandsgebiete in Norditalien nach Frankreich.

Fazit

Die 240 Touristen sind auf dem Rückweg. Mitten durch die am schlimmsten von der Corona-Pandemie betroffenen Gebiete Europas. Verrückt? Riskant? Vielleicht nicht mal so sehr. Die Menschen reisen in ihren eigenen rollenden vier Wänden. Sie müssen vielleicht nur selten aussteigen. Und wenn sie es geschafft haben, ist wenigstens auch ihr Reisemobil wieder zu Hause.

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