KSK bekommt TAHR: Das kann der neue 4x4 der Bundeswehr

KSK bekommt TAHR
Das kann der neue 4x4 der Bundeswehr

ArtikeldatumVeröffentlicht am 18.08.2026
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Einsatz- und Gefechtsfahrzeug (EGF) Tahr
Foto: FTS

Für unterschiedliche Aufgaben gibt es zwei Ausführungen. Das leichte luftlandefähige Einsatz- und Gefechtsfahrzeug EGF bietet drei Soldaten Platz und kann abhängig vom Einsatz unterschiedlich bewaffnet werden. Möglich sind Waffen bis zum Kaliber 12,7 Millimeter. So unter anderem das MG6, die Bundeswehr-Bezeichnung für die Dillon Aero M134D Minigun. Auch eine Granatmaschinenwaffe kann verwendet werden.

Das leichte luftlandefähige Unterstützungsfahrzeug UstgFzg ist dagegen für Materialtransporte ausgelegt. Es besitzt zwei Sitze und verzichtet auf die Hauptlafette, also die zentrale Waffenhalterung, des EGF. Dadurch steht mehr Platz für Ausrüstung und Material zur Verfügung. Die Abmessungen des TAHR sind auf den Transport per Hubschrauber abgestimmt. Die Abmessungen ermöglichen den Transport in schweren Transporthubschraubern. Eine CH-53 kann zwei TAHR aufnehmen, die von der Bundeswehr bestellte CH-47F Chinook einen.

Grundlage ist ein israelisches Militärfahrzeug

Neu ist die Fahrzeugplattform nicht. Der TAHR basiert auf dem ZD des israelischen Rüstungskonzerns Israel Aerospace Industries (IAI) beziehungsweise dessen Tochter ELTA Systems. Der ZD gehört zur Z-Familie, zu der auch die größeren Geländefahrzeuge ZMAG und Zibar zählen.

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Die Z-Familie wurde ursprünglich vom israelischen Geländefahrzeugspezialisten Ido Cohen entwickelt. IAI übernahm 2020 die Fertigungsrechte und entwickelte die Fahrzeuge für militärische Aufgaben weiter. Inzwischen werden ZD und ZMAG nach Angaben des Unternehmens von den israelischen Streitkräften und Spezialkräften eingesetzt. Für die Bundeswehr wurde der ZD verändert. Ein auffälliger Unterschied ist der Überrollschutz. Während der israelische ZD einen klappbaren Überrollbügel besitzt, bekommt der TAHR einen größeren Käfig. Beim Antrieb setzt die deutsche Ausführung auf Diesel. Beim israelischen ZD kommen je nach Ausführung andere Motorisierungen zum Einsatz.

Bis zu 200 TAHR für die Bundeswehr

Das Beschaffungsamt der Bundeswehr hat den Rahmenvertrag mit Flensburg Technology Systems (FTS) im Oktober 2025 geschlossen. Das Gemeinschaftsunternehmen der Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (FFG) und des israelischen Konzerns IAI/ELTA passt die ZD-Plattform an die Anforderungen der Bundeswehr an. Der Vertrag umfasst bis zu 200 Fahrzeuge für die Spezialkräfte von Heer, Luftwaffe und Marine.

Einsatz- und Gefechtsfahrzeug (EGF) Tahr
FTS

Was bedeutet "TAHR"?Der Name TAHR ist keine Abkürzung, sondern leitet sich von einem ziegenartigen Huftier ab. Der Tahr lebt in gebirgigen Regionen Asiens und ist an steiles und felsiges Gelände angepasst. Besonders bekannt ist der Himalaya-Tahr, der sich auch auf schwierigem Untergrund sicher bewegen kann. Der Fahrzeugname soll damit die Geländegängigkeit und Beweglichkeit des TAHR aufgreifen.

Im ersten Abruf werden 54 Fahrzeuge beschafft, davon 40 Einsatz- und Gefechtsfahrzeuge sowie 14 Unterstützungsfahrzeuge. Insgesamt können bis zu 150 EGF und 50 Unterstützungsfahrzeuge bestellt werden. Die TAHR werden in Flensburg gefertigt, wo FTS auch die langfristige logistische Betreuung übernimmt. Die ersten Fahrzeuge sollen Anfang 2027 an die Bundeswehr gehen, der Zulauf soll bis Ende 2028 erfolgen.

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