Der Rückruf des BMW X3 ist auf eine Fehlfunktion eines Sensors im Lenkgetriebe zurückzuführen. Laut Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) kann die Überwachungssoftware den Fehler unter bestimmten Umständen nicht zuverlässig erkennen. Dies führt dazu, dass ungewollte Lenkbewegungen auftreten können. Obwohl bisher keine Unfälle oder Personenschäden gemeldet wurden, wird die Rückrufaktion als sicherheitsrelevant eingestuft.
Umfang der Rückrufaktion
In Deutschland betrifft die Maßnahme 13.171 Fahrzeuge, die zwischen Juni 2023 und November 2025 produziert wurden. Weltweit sind jedoch rund 105.000 Fahrzeuge betroffen. Die Rückrufaktion wird unter der KBA-Referenznummer 15939R geführt, während BMW die interne Aktionsnummer 0032840300 verwendet. Fahrzeughalter werden schriftlich informiert und gebeten, einen Termin in einer Vertragswerkstatt zu vereinbaren.
Die Lösung: Software-Update
BMW setzt zur Behebung des Problems auf ein Software-Update für die Steuergeräte des Lenksystems. Die Aktualisierung dauert etwa eine Stunde und wird in einer Vertragswerkstatt durchgeführt. Ein Austausch von Bauteilen ist nicht erforderlich. Laut BMW entstehen den Fahrzeughaltern keine Kosten für die Maßnahme.
Sicherheitsrelevanz und rechtliche Aspekte
Das KBA betont, dass sicherheitsrelevante Rückrufe verpflichtend sind. Fahrzeughalter, die der Aufforderung nicht nachkommen, riskieren im Extremfall die Stilllegung ihres Fahrzeugs. Der ADAC empfiehlt, Rückrufschreiben ernst zu nehmen und zeitnah einen Werkstatttermin zu vereinbaren. Auch bei Gebrauchtwagen sollte geprüft werden, ob alle Rückrufaktionen durchgeführt wurden.
Rückrufaktionen im Kontext
Rückrufaktionen sind in der Automobilindustrie keine Seltenheit. Hersteller greifen häufig auf Software-Updates zurück, um Probleme zu beheben, da diese kosteneffizient und schnell umsetzbar sind. Dennoch unterstreichen solche Maßnahmen die Bedeutung einer sorgfältigen Qualitätskontrolle, insbesondere bei sicherheitsrelevanten Bauteilen.












