Als Reaktion auf den Angriff blockiert der Iran die Straße von Hormus, das Nadelöhr für Öllieferungen aus dem Nahen Osten. Der Rohölpreis für die Nordseesorte Brent sprang in der Folge zeitweise um rund zehn Prozent auf über 80 US-Dollar je Barrel. Mit entsprechenden Auswirkungen auf die Spritpreise.
Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie, zuständig für die Raffinerien und Markentankstellen in Deutschland, bestätigt das: "Die geopolitische Lage hat zu einem weltweiten Anstieg der Preise für Mineralölprodukte geführt. Der Produktpreis für Diesel in Deutschland stieg am Montagvormittag (2.3.) um gut 20 Prozent und damit deutlich mehr als der Ölpreis. Grund ist, dass Diesel in Deutschland knapper ist als Benzin und zu rund 30 Prozent importiert werden muss, bei Benzin sind es nur zehn Prozent". Egal, ob Sie einen Benziner oder Diesel fahren: Informieren Sie sich mit der auto-motor-und-sport-App "mehr tanken" (Google Play-Store oder Apple App-Store) wann und wo Sie am günstigsten tanken! An diesen Motiven erkennen Sie die App:

Seit 1. März galoppieren die Preise
Autofahrer haben auf die geopolitische Entwicklung wenig Einfluss, können aber die abrupte Verteuerung zumindest mit intensiver Preisrecherche abfedern – und tun es auch: Die Zahl der aktiven Nutzer auf der auto-motor-und-sport-App "mehr tanken" (Google Play-Store oder Apple App-Store) stieg deutlich stärker als die Preise. Sie hat sich annähernd verdreifacht (siehe Grafik in der Galerie).
Die Bildergalerie zeigt zudem, wie sich die Spritpreise für die verschiedenen Sorten im Verlauf der Woche und im Vergleich zur Vorwoche verändert haben. Vor allem daran wird der Preissprung deutlich: Während die Woche vom 17.2. bis zum 23.2. einen typischen Preisverlauf von Super E5 zeigte, mit einem leichten Anstieg zum Donnerstag hin, gefolgt von einer leichten Entspannung zum Wochenende (deutschlandweit), lag die Folgewoche bereits ab Dienstag höher und schaltete zum Wochenende einen Gang höher, um am Samstag Richtung 1,90 Euro abzuheben.
Erst runterladen, dann nachtanken
Darum ist preisbewusstes Tanken für Autofahrer mehr denn je Pflicht – und die Beobachtung der Kraftstoffpreise im Tagesverlauf, um Schwankungen zu eigenen Gunsten zu nutzen. Denn die weitere Preisentwicklung sieht der Wirtschaftsverband Fuels und Energie wenig überraschend, "derzeit vor allem vom Fortgang der geopolitischen Ereignisse" abhängig. Und die deuten nicht auf Entspannung hin. Angesichts des Einsparpotenzials ist es mehr als ratsam, die Preise an den Tankstellen wie die vielen anderen Nutzer zu überwachen. Der Wirtschaftsverband ist sich sicher: "Auch in der aktuellen Situation herrscht harter Preiswettbewerb an den deutschen Tankstellen um jede Kundin und jeden Kunden." Aber die besten Angebote aus diesem Wettbewerb zu finden, gelingt letztlich nur mit Apps wie "mehr tanken", die ihre Echtzeit-Daten zu Preisen der mehr als 14.000 Tankstellen von der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K) beim Bundeskartellamt bezieht. Die Nutzung ist denkbar bequem. Im folgenden Link finden Sie eine übersichtliche Beschreibung.
Warum die Spritpreise so schnell steigen
Eingangs war die Rede vom Preis der Rohölsorte Brent. Das Öl wird hauptsächlich in vier Ölfeldern in der Nordsee gewonnen. Nachdem die nicht gerade in der Nähe der Krisenregion liegt, mag der Preisanstieg auf den ersten Blick überraschen. Der Mineralölwirtschaftsverband sagt dazu: "Der Nahe Osten fällt als Diesel-Exporteur derzeit zurück, so dass europäischer Diesel weltweit stärker gefragt ist."
Und die Rasanz des Anstiegs bei den Spritpreisen hält ein Sprecher des Verbands für nicht ungewöhnlich, beim Ukraine-Krieg habe man das ähnlich erlebt. Denn für Tankstellen und Konzerne seien die Wiederbeschaffungskosten für verkauftes Benzin entscheidend und nicht, was man beim Einkauf bezahlt habe.
Die Psycho-Grenze – 2 Euro für Sprit
Je länger die Unsicherheit über die Straße von Hormus anhält, desto größer wird das Risiko, dass aus einem spekulativen Preisschub ein strukturell höheres Niveau entsteht. Damit rückt eine Marke in den Fokus, die vor allem psychologisch relevant ist: zwei Euro je Liter. Sie ist seit Dienstag überschritten: In Hamburg und Köln kostete Super E5 am Dienstagmittag bereits 2,03 Euro pro Liter, in Frankfurt am Main werden innerstädtisch bis zu 2,08 Euro verlangt. Auch E10 lag vielerorts bei 2,00 bis 2,02 Euro. Auf mehr-tanken.de sind immer häufiger die roten Preis-Schilder mit mehr als 2 Euro zu sehen.
Das Überschreiten der Zwei-Euro-Grenze führte bereits 2022 zu spürbaren politischen und gesellschaftlichen Debatten, weil sie den meisten Verbrauchern eine neue Preisstufe signalisiert. Sie ist aber kein technischer Schwellenwert und rein rechnerisch kein extremer Ausreißer.





