Mit Klebeband gefesselt: „Batman“ von Mexiko fängt Motorrad-Diebe

Mit Klebeband gefesselt
„Batman“ von Mexiko fängt Motorrad-Diebe

ArtikeldatumVeröffentlicht am 30.06.2026
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„Batman von Jalisco“
Foto: The Telegraph via X

Die ungewöhnlichen Fälle sorgten landesweit für Aufmerksamkeit und brachten dem unbekannten Täter oder der Tätergruppe in sozialen Netzwerken den Spitznamen "Batman von Jalisco" ein. Die Behörden ermitteln inzwischen wegen Selbstjustiz.

Nach Angaben des Sicherheitsministeriums des Bundesstaates Jalisco wurden mindestens fünf vergleichbare Vorfälle registriert. Die Männer wurden nach ihrer Befreiung medizinisch untersucht. Wer hinter den Aktionen steckt, ist bislang nicht bekannt.

Ermittler vermuten mehrere Beteiligte

Anders als in sozialen Netzwerken häufig dargestellt, gibt es nach Angaben der Behörden keine Hinweise auf einen einzelnen Täter. Sicherheitsminister Juan Pablo Hernández erklärte, die bisherigen Ermittlungen deuteten auf mehrere Beteiligte hin. So seien mindestens zwei Fahrzeuge identifiziert worden, die mit den Vorfällen in Verbindung stehen könnten.

Die Ermittler werten unter anderem Aufnahmen von Überwachungskameras aus, um die Verantwortlichen zu identifizieren.

Vorwürfe gegen die Gefesselten bleiben ungeklärt

Anwohner bringen die Männer mit einer Serie von Motorraddiebstählen in Verbindung. Offiziell bestätigt ist dieser Verdacht jedoch nicht. Die Behörden betonen, dass die strafrechtliche Verantwortung der Betroffenen bisher nicht nachgewiesen wurde. Nach Medienberichten sollen einige der Männer zudem keine Vorstrafen haben.

Aus diesem Grund gelten die Gefesselten im laufenden Verfahren zunächst selbst als Opfer einer Straftat.

Motorräder als Teil der Inszenierung

Bei mehreren Fällen stellten die unbekannten Täter ein Motorrad unmittelbar neben den gefesselten Männern ab. Zusätzlich war den Betroffenen das Wort "Ratero" auf die Stirn geschrieben worden. Teilweise wurden ihnen auch Schnurrbärte oder Katzenhaare ins Gesicht gemalt. Fotos dieser Szenen verbreiteten sich anschließend rasch in sozialen Netzwerken und machten den Fall weit über Jalisco hinaus bekannt.

Für die mexikanischen Behörden ist unabhängig von den Vorwürfen gegen die Gefesselten entscheidend, dass niemand das Recht hat, mutmaßliche Straftäter eigenmächtig festzusetzen oder öffentlich bloßzustellen. Deshalb richten sich die Ermittlungen gegen die bislang unbekannten Verantwortlichen der Aktionen. Festnahmen wurden bisher nicht bekannt.

Fazit