Neuwagen mit Rabatt: BMW lässt 11.000 Euro nach - Dacia bleibt hart

Neuwagen-Testkäufe zeigen Rabatt-Chancen
BMW lässt 11.000 Euro nach - Dacia bleibt hart

ArtikeldatumVeröffentlicht am 07.04.2026
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Autokauf
Foto: Getty images

Grundlage sind 112 Testkäufe, die zwischen Ende Januar und Mitte Februar 2026 durchgeführt wurden.

Die Ergebnisse fallen uneinheitlich aus. Während einige Hersteller hohe Rabatte gewähren oder diese bereits fest einkalkulieren, bleiben andere Marken nahe am Listenpreis. Entscheidend ist dabei weniger die Antriebsart als vielmehr die jeweilige Modellstrategie und das Vertriebssystem.

Nachlässe variieren stark je nach Modell und Händler

Im Rahmen der Testkäufe wurden sieben Elektroautos und sieben Verbrenner mit vergleichbaren Ausstattungspaketen angefragt. Dabei zeigte sich, dass Zusatzoptionen den Preis teils deutlich erhöhen. Beim Mercedes C 220d T-Modell summierten sich Extras auf über 13.000 Euro, beim MG ZS Hybrid+ dagegen nur auf wenige hundert Euro.

Die Rabatte beziehen sich jeweils auf diese Gesamtpreise inklusive Ausstattung. Insgesamt lag der durchschnittliche Nachlass bei Verbrennern bei neun Prozent, bei Elektroautos bei zwölf Prozent. Der Unterschied fällt damit vergleichsweise gering aus.

Auffällig ist, dass sich Rabatte nicht gleichmäßig verteilen. Während einzelne Modelle deutlich unter Listenpreis angeboten werden, bleiben andere nahezu unverändert.

Einzelbeispiele zeigen große Spannweite

Die größten Nachlässe wurden im Test beim BYD Atto 2 festgestellt. Hier lag der durchschnittliche Rabatt bei rund 25 Prozent. Das entspricht einer Ersparnis von rund 9.520 Euro.

Auch beim BMW iX1 fiel der Preisunterschied deutlich aus. Im Schnitt waren hier 18,8 Prozent Nachlass möglich, was einer Ersparnis von über 11.000 Euro entspricht.

Am unteren Ende der Skala stehen Modelle wie der Dacia Duster Hybrid 140 oder der Leapmotor T03. Hier lagen die Rabatte bei null bis 1,3 Prozent. In Einzelfällen wurden statt Preisnachlässen lediglich kleinere Zusatzleistungen angeboten.

Die Untersuchung zeigt auch Unterschiede in den Vertriebsmodellen. Bei Mercedes-Benz etwa handelt es sich zunehmend um ein Agenturmodell. Händler fungieren hier als Vermittler und haben keinen eigenen Spielraum bei der Preisgestaltung. Im Test blieb es daher beim vorgegebenen Rabatt von sieben Prozent, zusätzliche Nachlässe wurden nicht gewährt.

Anders ist die Situation bei Marken wie BMW oder Peugeot. Hier konnten durch Nachfragen und Verhandlungen teilweise deutlich bessere Konditionen erzielt werden. Gleichzeitig variierten die Angebote je nach Händler stark. Beim Toyota Corolla Touring Sports lag die Differenz zwischen einzelnen Angeboten bei über 20 Prozentpunkten. Diese Unterschiede deuten darauf hin, dass der Händler selbst weiterhin eine zentrale Rolle beim Preis spielt, sofern kein festes Agenturmodell greift.

Praktische Hinweise für Käufer

  • Angebote mehrerer Händler vergleichen, da Preisunterschiede erheblich sein können
  • Nachfragen lohnt sich, da ein erster Rabatt oft nicht das Maximum darstellt
  • Lagerfahrzeuge können zusätzliche Preisvorteile bieten
  • Herstelleraktionen prüfen, da Rabatte dort teilweise bereits eingepreist sind

Für Käufer bedeutet das, dass der Listenpreis häufig nur als Ausgangspunkt dient. Der tatsächlich gezahlte Preis hängt stark vom Modell, vom Herstellerkonzept und vom Verhandlungsspielraum vor Ort ab.

Fazit