Opel ruft fast eine Million Autos zurück: Gefährliche Airbags bei diesen Modellen

Opel ruft fast eine Million Autos zurück
Gefährliche Airbags bei diesen Modellen

ArtikeldatumVeröffentlicht am 19.02.2026
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Viele nennen den Takata-Airbagrückruf die "Mutter aller Rückrufe". Der japanische Airbag-Hersteller, der nahezu alle großen Automobilhersteller zu seinem Kundenstamm zählte, hatte ein minderwertiges Treibmittel in den Airbag-Einheiten verwendet. In der seit 2013 laufenden Rückrufwelle sind weltweit mittlerweile über 100 Millionen betroffene Autos umgerüstet worden. Takata selbst ist seit 2017 pleite. Rückrufe wegen der fehlerhaften Airbags laufen aber weiter oder werden immer wieder erweitert.

Insgesamt fast 7 Mio. Opel betroffen

Bei Opel ist das Takata-Problem bislang für rund 5,97 Millionen zurückgerufene Fahrzeuge verantwortlich. Mit einer neuen Rückrufaktion erhöht sich die Gesamtzahl auf mehr als 6,8 Millionen betroffene Fahrzeuge.

In der vom Kraftfahrt Bundesamt (KBA) veröffentlichten neuerlichen Rückruferweiterung sind von der Takata-Airbagproblematik die Baureihen Signum, Meriva, Astra, Cascada, Mokka, Vectra und Zafira aus dem Bauzeitraum Januar 2005 bis November 2017 betroffen. Weltweit werden von den Rüsselsheimern 901.364 Fahrzeuge in die Werkstätten zurückbeordert. Auf den deutschen Markt entfallen davon 8.990 Autos. Noch einmal zur Erinnerung: Ein Fehler im Gasgenerator des Fahrerairbags kann bei einer Airbagauslösung zu einer unkontrollierten Entfaltung und zum Lösen von Metallfragmenten führen, die die Insassen verletzen können.

Beim angeordneten Werkstattbesuch werden die Fahrerairbags getauscht. Vorfälle mit Sach- und/oder Personenschäden sind dem KBA im Zusammenhang mit dem Airbagproblem nicht bekannt.

Opel führt den Rückruf unter dem Code KU3. Zudem wurde für Kunden unter der Rufnummer 0080008251001 eine Hotline eingerichtet. Beim KBA wird der überwachte Rückruf unter der Referenznummer 15712R geführt.

Rückruf ursprünglich für Südeuropa

Der Rückruf mit dem Code KU3 wurde als Stop-Drive-Rückruf (also Auto umgehend stehen lassen) für bestimmte Opel-Modelle in mehreren südeuropäischen Ländern mit anderen klimatischen Bedingungen ausgelegt. Der Geltungsbereich dieser Aktion wurde nach Angaben eines Opel-Sprechers auf Basis des Baujahres und der erwarteten Lebensdauer des Airbagsystems definiert, die wiederum stark von der jeweiligen geografischen Zone beeinflusst wird, in der das Fahrzeug betrieben wird.

Deutschland selbst ist nicht von der Stop‑Drive‑Anweisung "KU3" betroffen. Allerdings wurden einige der betroffenen Fahrzeuge inzwischen aus anderen Ländern als Gebrauchtwagen nach Deutschland importiert und hier zugelassen. Opel informiert diese Halter direkt, dass sie ihr Fahrzeug bis zur Durchführung der Reparatur nicht weiterfahren dürfen.

Fazit