Bisher baute das Münchener Unternehmen ausschließlich Luftdrohnen. Jetzt sollen beide zusammenarbeiten. Was steckt hinter dem Konzept?
Das Fahrzeug wurde Anfang 2026 vorgestellt und erweitert das bisherige Portfolio um eine Plattform für den Einsatz am Boden. Der Ansatz zielt nicht auf ein einzelnes Fahrzeug, sondern auf das Zusammenspiel mit bereits vorhandenen Luftsystemen.
Schnelle Plattform für Transport und Unterstützung
Mandrill ist für Aufgaben gedacht, bei denen Personal entlastet oder Risiken reduziert werden sollen. Dazu zählen Transportfahrten in gefährdeten Bereichen oder die Unterstützung bei der Versorgung von Einheiten.
Ein möglicher Einsatz ist auch der Transport von Verwundeten. Die konkrete Geschwindigkeit hängt dabei von Gelände, Situation und Sicherung ab.
Mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde hebt sich das System dennoch von vielen bekannten UGV ab. Diese sind häufig deutlich langsamer unterwegs. Gleichzeitig kann Mandrill Lasten von bis zu 750 Kilogramm bewegen.
Elektrischer Antrieb und Energie im Einsatz
Der Antrieb erfolgt elektrisch. Die Reichweite liegt bei bis zu 200 Kilometern. Neben der Fortbewegung kann das Fahrzeug auch Energie bereitstellen.
Der Mandrill ist in der Lage, Strom an andere Systeme abzugeben. Drohnen oder Geräte lassen sich direkt versorgen. Damit übernimmt die Plattform auch eine Rolle bei der Energieversorgung im Einsatz.
Zusammenarbeit mit Drohnen im Mittelpunkt
Der zentrale Unterschied liegt im Zusammenspiel mit Luftsystemen. Drohnen liefern Informationen aus der Luft, während das Fahrzeug Aufgaben am Boden übernimmt.
Der Mandrill kann zudem als mobile Plattform für Drohnen dienen. Start, Landung und Versorgung lassen sich vom Fahrzeug aus organisieren. Damit entsteht ein vernetzter Einsatz zwischen Luft und Boden.
Anpassbar für unterschiedliche Aufgaben
Die Plattform ist modular aufgebaut. Je nach Einsatz können unterschiedliche Aufbauten integriert werden. Dazu gehören Transportlösungen, Sensorik oder medizinische Module.
Auch Schlepp- und Bergeaufgaben sind möglich. Das Fahrzeug ist damit nicht auf eine einzelne Funktion festgelegt.
Was ist ein UGV?UGV steht für Unmanned Ground Vehicle. Gemeint ist ein unbemanntes Fahrzeug, das sich am Boden bewegt. Es fährt entweder ferngesteuert oder autonom ohne Fahrer an Bord. Solche Systeme werden vor allem für Transport, Aufklärung oder Einsätze in riskanten Bereichen genutzt.
Navigation auch ohne GPS
Für den Betrieb ist kein dauerhaftes GPS-Signal erforderlich. Das Fahrzeug nutzt eigene Sensorik zur Orientierung. Kameras und weitere Sensoren erfassen die Umgebung und erstellen fortlaufend eine interne Karte. Diese wird mit den eigenen Bewegungsdaten abgeglichen, sodass Position und Fahrtrichtung auch ohne Satellitensignal bestimmt werden können.
Zusätzlich kann das Fahrzeug ferngesteuert werden. Die Einbindung in andere Systeme bleibt dabei zentral. Mandrill ist darauf ausgelegt, Daten auszutauschen und gemeinsam eingesetzt zu werden.





