Besonders betroffen sind derzeit die Départements Gironde und Landes an der Atlantikküste im Südwesten Frankreichs. In der Gironde haben die Behörden mit "Vigilance Noire" die höchste Waldbrandwarnstufe des Landes ausgerufen. Wegen der Feuer kommt es regional zu Straßensperrungen, Unterbrechungen im Bahnverkehr südlich von Bordeaux und Evakuierungen. Mehrere Waldgebiete bleiben bis auf Weiteres gesperrt.
Reisen in die Region sorgfältig prüfen
Eine generelle Reisewarnung für Frankreich gibt es indes nicht. Das Auswärtige Amt bezieht seine Hinweise ausschließlich auf die betroffenen Gebiete im Südwesten.
Die französischen Behörden bitten Urlauber jedoch ausdrücklich, die Brandgebiete derzeit nicht anzufahren. Dadurch sollen die Löscharbeiten nicht behindert und zusätzliche Gefahren vermieden werden. Wer bereits eine Reise gebucht hat, sollte sich vor der Abfahrt beim Reiseveranstalter oder der Unterkunft nach der aktuellen Situation erkundigen.
Das empfiehlt das Auswärtige Amt
Wer sich in den betroffenen Regionen aufhält, sollte den Anweisungen von Feuerwehr und Sicherheitskräften folgen sowie Straßensperrungen und Absperrungen beachten. Für Notfälle gilt europaweit die 112.
Bei längeren Aufenthalten empfiehlt das Auswärtige Amt außerdem eine Registrierung in der Krisenvorsorgeliste ELEFAND. Dadurch können deutsche Auslandsvertretungen Reisende im Krisenfall schneller erreichen. Ansprechpartner für konsularische Notfälle ist die Botschaft in Paris. Das Generalkonsulat Bordeaux ist derzeit nur eingeschränkt erreichbar.
Warnungen kommen automatisch aufs Smartphone
Über das Warnsystem FR-Alert informieren die französischen Behörden unmittelbar über Gefahren, Evakuierungen oder notwendige Schutzmaßnahmen. Die Meldungen werden per Cell Broadcast direkt an kompatible Mobiltelefone gesendet.
Auch Urlauber mit deutscher SIM-Karte erhalten diese Warnungen automatisch, sofern das Smartphone eingeschaltet ist, Roaming aktiviert wurde und eine Verbindung zu einem französischen Mobilfunknetz besteht. Eine App oder Registrierung ist nicht erforderlich.
Diese Notfallausrüstung empfehlen die Behörden
Die französische Katastrophenschutzbehörde Sécurité civile empfiehlt einen Notfallrucksack für mindestens 72 Stunden, der im Ernstfall sofort mitgenommen werden kann.





