Jeep ruft weltweit exakt 20.996 Exemplare des Avenger zurück. In Deutschland müssen dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zufolge 5.550 Exemplare des kompakten SUV in die Werkstätten. Die betroffenen Autos entstammen den Produktionsjahren 2023 und 2024. Das KBA führt den Rückruf unter der Referenznummer 15947R und überwacht ihn inzwischen. Zuvor hatte es sich dabei noch um eine "freiwillige Servicemaßnahme" gehandelt, die von der Jeep-Muttergesellschaft Stellantis am 17. Dezember 2025 initiiert wurde. Der Hersteller selbst führt die Aktion unter dem Code 50C.
Wohl nur die Elektroversion betroffen
Der Grund für den Rückruf: An den Steckverbindern der elektrischen Parksperre (ePLU) kann Reibkorrosion auftreten. Aufgrund dieses Rosts droht ein Antriebsverlust, der im schlimmsten Fall auch während der Fahrt auftritt. Um das Problem zu beheben, werden die elektrische Parksperre in der Vertragswerkstatt ausgetauscht und der Kabelbaum repariert.
Vorfälle mit Sach- und/oder Personenschäden sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt. Jeep macht bisher keine Angaben zu möglichen Eingrenzungen, weshalb noch unklar ist, welche Modellversionen konkret von dem Rückruf betroffen sind. Der Hersteller bietet sein Einstiegsmodell als reinen Benziner, in verschiedenen Hybrid-Spezifikationen und als reines Elektromodell an. Nach auto motor und sport-Informationen sind ausschließlich rein elektrisch angetriebene Jeep Avenger von dem Problem betroffen. Bestätigt hat dies der Hersteller trotz Anfrage bislang nicht.
Der seit Frühjahr 2023 in Deutschland angebotene Jeep Avenger fiel schon mehrfach mit ernsten technischen Problemen auf. Das KBA listet bereits acht Rückrufe auf, die den kleinen SUV betreffen.
Rückruf soll lange anhaltendes Problem beheben
Mit dem nun durchgeführten Rückruf will Stellantis offenbar ein Problem beheben, über das auto motor und sport bereits mehrfach berichtet hatte. Dabei geht es um urplötzliche Bremsungen "aus dem Nichts heraus", wie eine betroffene Avenger-Fahrerin schildert. Dieses sollte ursprünglich mit einem Software-Update behoben werden. Dies scheint jedoch nicht die gewünschte Wirkung entfaltet zu haben, weshalb nun ein klassischer, vom KBA überwachter Rückruf mit einem Tausch technischer Komponenten folgt.












