Betroffen sind vor allem der Norden und Nordwesten, Teile der Mitte sowie regional auch der Osten. In einigen Gebieten gelten amtliche Unwetterwarnungen, insbesondere dort, wo Niederschläge auf gefrorene Fahrbahnen treffen.
Vor allem im Berufs- und Vormittagsverkehr ist die Wettersituation kritisch. Auch dort, wo der Schneefall bereits nachlässt, bleibt die Gefahr von Eisbildung bestehen. Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sorgen dafür, dass Nässe auf Fahrbahnen, Brücken und Auffahrten gefriert. Zusätzlich erschweren Nebel und eingeschränkte Sicht in einzelnen Regionen die Situation.
Ausblick für Autofahrer
Autofahrer müssen sich im Tagesverlauf weiterhin auf schwierige Bedingungen einstellen. Besonders gefährdet sind Nebenstraßen, Autobahnauffahrten, Talbrücken sowie Abschnitte mit geringem Verkehrsaufkommen, auf denen Streufahrzeuge seltener unterwegs sind. Der DWD rechnet regional mit weiterem leichten Schneefall von ein bis drei Zentimetern, im Bergland örtlich auch mehr.
Hinzu kommt, dass der Winterdienst nicht überall im üblichen Umfang arbeitet. In Niedersachsen und Schleswig-Holstein beeinträchtigen Warnstreiks im öffentlichen Dienst weiterhin die Räum- und Streuarbeiten. Das kann dazu führen, dass Straßen später oder nur eingeschränkt behandelt werden.
Für längere Fahrten empfiehlt es sich, zusätzliche Zeit einzuplanen und die regionale Warnlage regelmäßig zu prüfen. Auch tagsüber ist nicht ausgeschlossen, dass sich die Verkehrslage kurzfristig wieder verschärft, etwa bei neu einsetzendem Schneefall oder gefrierendem Regen.
Ereignisse der Nacht und des frühen Morgens
In der Nacht zum Mittwoch und in den frühen Morgenstunden kam es in mehreren Bundesländern zu zahlreichen Glätteunfällen. Besonders betroffen war Niedersachsen. Dort meldeten Polizei und Leitstellen viele Einsätze, vor allem auf Autobahnen und Bundesstraßen. Auf der Autobahn A1 zwischen Osnabrück und Bremen führten Glatteis und Schneematsch zu mehreren schweren Unfällen mit Lastwagen. Die Strecke musste abschnittsweise gesperrt werden, teils bis in den Vormittag hinein.
Auch auf der A2 kam es infolge von Glätte zu Unfällen mit mehreren beteiligten Fahrzeugen. Weitere Meldungen über querstehende Lastwagen und blockierte Fahrbahnen kamen aus dem Raum Hannover, dem Emsland sowie aus Ostfriesland. Nach Angaben der Polizei blieb es in vielen Fällen bei Blechschäden, schwere Verletzungen wurden zunächst nicht gemeldet.
In Hessen sorgte starker Schneefall vor allem in Mittel- und Osthessen für erhebliche Verkehrsbehinderungen. Auf der Autobahn A3 bildete sich zeitweise ein Stau von rund 30 Kilometern, ausgelöst durch festgefahrene Lastwagen. Auch auf der A7, A4 und der Bundesstraße B49 kam es zu Behinderungen. Der Frankfurter Flughafen war zwischenzeitlich eingeschränkt, konnte den Betrieb später wieder stabilisieren.
Auswirkungen auf Alltag und Infrastruktur
Neben dem Straßenverkehr war auch der öffentliche Nahverkehr betroffen. In Niedersachsen stellten mehrere Verkehrsunternehmen den Busbetrieb zeitweise ganz ein oder fuhren mit stark eingeschränkten Fahrplänen. Im Regionalverkehr kam es zu Verspätungen und Ausfällen, unter anderem wegen blockierter Gleise durch Schneewehen.
Zahlreiche Schulen blieben am Mittwoch geschlossen oder wechselten in den Distanzunterricht. Betroffen waren unter anderem Bremen, große Teile Niedersachsens sowie einzelne Regionen in Hessen. Auch in Nordrhein-Westfalen kam es regional zu Glätte, größere Unfallserien blieben dort jedoch aus.












