Strategiewechsel bei Rolls-Royce: Der V12 soll bleiben

Strategiewechsel bei Rolls-Royce
Der V12 soll bleiben

ArtikeldatumVeröffentlicht am 20.03.2026
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Der britische Autohersteller rückt von seinem bisherigen Plan ab, bis 2030 ausschließlich Elektroautos zu bauen. Das bestätigte CEO Chris Brownridge in einem Interview mit der britischen Zeitung The Times. Künftig will die BMW-Tochter ihre Antriebsstrategie offener gestalten und weiterhin Fahrzeuge mit Zwölfzylinder anbieten.

Damit verabschiedet sich die Marke von einem klar definierten Enddatum für den Verbrennungsmotor. Noch 2022 hatte Rolls-Royce im Zuge der Präsentation des ersten Elektro-Modells Spectre angekündigt, die gesamte Modellpalette innerhalb des Jahrzehnts zu elektrifizieren.

Kundenwünsche sind verschieden

Der Hauptgrund für den Kurswechsel liegt bei den Käufern. Manche entscheiden sich bewusst für den Elektroantrieb und andere wollen ebenso bewusst ein Fahrzeug, das den Markenkern widerspiegelt, und das ist in diesem Fall oft ein kräftiger Verbrenner.

Für einen Hersteller, der stark auf individuelle Wünsche eingeht, ist das ein entscheidender Punkt. Dazu kommt: Auch die politischen Rahmenbedingungen haben sich zuletzt etwas entspannt. Der Druck, schnell komplett umzusteigen, ist geringer geworden.

Am ersten Elektro-Rolls hält das Unternehmen trotzdem fest. Der Spectre bleibt im Programm und soll weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Allerdings hat der anfängliche Hype nachgelassen. Nach starkem Start sind die Verkaufszahlen zuletzt deutlich zurückgegangen.

Der V12 ist noch lange nicht erledigt

Gleichzeitig bleibt der klassische Zwölfzylinder gesetzt. Der 6,75-Liter-Biturbo definiert das typische Fahrgefühl von Rolls-Royce mit seiner extrem gleichmäßigen Kraftentfaltung. Und technisch ist das Thema noch nicht durch. Innerhalb des BMW-Konzerns wird weiter daran gearbeitet, die Motoren fit für kommende Abgasvorschriften zu machen. Ein kurzfristiges Aus ist also nicht in Sicht.

Derzeit setzen mehrere Baureihen weiterhin auf denselben 6,75-Liter-Biturbo-V12. Sowohl das SUV Cullinan als auch die Limousinen Ghost und Phantom nutzen dieses Aggregat in der Serienversion mit jeweils 571 PS, kombiniert mit Allradantrieb.

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