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Tesla Quartalszahlen Q1 2020

Musk schreibt (noch) schwarze Zahlen

Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Amerikaner trotz Corona zulegen. Gegenüber dem Vorquartal aber verzeichnet auch Tesla heftige Rückgänge.

Elon Musk hat schlechte Laune. Woran man das erkennen kann? An seinen Tweets. Der für seine extrovertierte Art bekannte Tesla-Boss ruft aktuell die amerikanische Regierung dazu auf, die Corona-Beschränkungen aufzuheben. Um seiner Meinung mehr Nachdruck zu verleihen, stützt er seine Forderung auf Statistiken, die beweisen sollen, dass Krankenhäuser mehr Geld für Corona-Patienten bekommen, als für normale Patienten. Die logische Schlussfolgerung für Elon Musk: Es gibt plötzlich mehr Corona-Kranke.

Dass hinter solchen Hinweisen eventuell ein gewisses Maß an Eigeninteresse steckt, mag dem einen oder anderen vielleicht auch schon durch den Kopf gegangen sein. Denn so wie alle anderen Automobilhersteller kommen auch Tesla-Fans beim Blick auf die Quartalszahlen die Tränen. Je nach Vergleichsquartal laufen diese aus Freude oder aus Trauer über die Wange.

03/2020, Einmillionster Tesla Model Y
Elon Musk / Twitter
Der Belegschaft von Tesla wäre eine rasche Wirtschafts-Erholung zu wünschen.

Das Model 3 sorgt für gute Laune

Wer sich bei dem relativ jungen Unternehmen das Vorjahresquartal zum Vergleich des ersten Quartals 2020 zurechtlegt, dürfte begeistert sein. Allein die Auslieferungszahlen der Modelle S, X und 3 sind von 63.019 auf 88.496 Einheiten, sprich um 40,1 Prozent angestiegen. Und auch die Produktionszahlen erfreuen sich eines Anstiegs von 33,1 Prozent von 77.138 auf 102.672 Einheiten. Die treibende Kraft war in diesem Zeitraum das neu eingeführte Model 3 (+49,8 Prozent Auslieferungen, +38,6 Prozent Produktion). Die beiden älteren Modelle kamen auf 8,7 Prozent Steigerung bei der Produktion und 1,1 Prozent bei den Auslieferungen.

Nun zu den traurigen Tränen. Im Vergleich zum Vorquartal (Q4 2020) sanken die Auslieferungen um 21,1 Prozent von 112.095 auf 88.496 Einheiten. Die Produktion hat sich lediglich um 2,1 Prozent verringert. So produzierte Tesla 102.672 anstatt 104.891 Fahrzeuge der Typen S, X und 3. Den einzigen Zuwachs in diesem Zeitraum verzeichnet Tesla bei der Produktion des Model 3. Hier stehen 87.282 im Q1 2020 produzierte Einheiten 86.958 gegenüber, was einem Wachstum von 0,4 Prozent entspricht.

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Tesla könnte Gewinner der Krise werden

Die Pandemie wirkt sich auch auf den Konzern-Umsatz aus. So ging dieser in Q1 2020 gegenüber Q4 2019 um 19 Prozent auf 5,985 Milliarden US-Dollar zurück. Der Automotive-Umsatz nahm ebenfalls um 19 Prozent auf 5,132 Milliarden US-Dollar ab. Laut den Analysten der Nord LB verringerte sich das operative Ergebnis um 21 Prozent auf 283 Millionen US-Dollar. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 0,09 US-Dollar (Q4 2019: 0,58 US-Dollar).

Frank Schwope, Analyst der Nord LB, wagt den Blick in die Zukunft: "Tesla schrieb im 1. Quartal überraschend schwarze Zahlen. Allerdings sollten sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich in den Q2-Zahlen niederschlagen, so dass diese wieder in den roten Bereich rutschen dürften." Gleichzeitig gibt der Marktbeobachter aber auch zu bedenken, dass die Kaufzurückhaltung bei Tesla-Käufern aktuell geringer ausfallen wird, als bei den Kunden konventioneller Automobilhersteller. "Wir sehen Tesla mittelfristig als Gewinner der Coronavirus-Krise. Die Zukunfts,- respektive Gegenwartstechnologien "Elektromobilität" und "Autonomes Fahren" dürften als Symbol für den Aufbruch in die Post-Corona-Ära deutlichen Auftrieb bekommen," meint Frank Schwope.

Fazit

Tesla schreibt aktuell noch schwarze Zahlen. Im kommenden Quartal erwarten Analysten der Nord LB jedoch die Farbe Rot. Mittelfristig soll Tesla allerdings als Gewinner der Coronavirus-Krise hervorgehen. Die Konkurrenz sollte gewarnt sein.

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