Umbau statt Abriss: Aus Porsche-Zentrum wird Edeka-Markt

Umbau statt Abriss von Porsche-Autohaus
Aus Porsche-Zentrum wird Edeka-Markt

ArtikeldatumVeröffentlicht am 27.04.2026
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Porsche Zentrum Edeka
Foto: Porsche / Omlor-Weigert / Schönfeld

In Regensburg wird ein ehemaliges Porsche-Autohaus zu einem Lebensmittelmarkt umfunktioniert. Die große Autohändler-Kette "Jepsen-Gruppe" lässt das frühere Porsche-Zentrum in der Merowingerstraße zu einem sogenannten Edeka-Vollsortimenter mit angeschlossenem Getränkemarkt umbauen. Die Eröffnung ist für Dezember 2026 geplant. Das Projekt gilt als beispielhaft für die nachhaltige Umnutzung bestehender Handelsimmobilien.

Die Händler-Gruppe investiert nach eigenen Angaben mehr als fünf Millionen Euro in den Umbau und bleibt weiterhin Eigentümerin der Immobilie. Auch Edeka beteiligt sich mit mehreren Millionen Euro an dem Vorhaben. Ziel ist es, die bestehende Gebäudestruktur aus dem Jahr 2021 zu erhalten und gleichzeitig energetisch zu modernisieren, unter anderem durch den Einsatz einer Luftwärmepumpe.

Symbolischer Porsche-Edeka-Spatenstich

Im Zuge einer Feierstunde wurde das Bauprojekt bereits symbolisch gestartet. Neben einer kirchlichen Segnung nahm auch Regensburgs Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer am Spatenstich teil. Sie bezeichnete die Umnutzung des ehemaligen Autohauses als "beispielgebend für andere Städte".

Die Idee für die Nachnutzung entstand laut Jepsen-Geschäftsführer Johannes Marx in Zusammenarbeit mit Edeka. Ein Gutachten hatte zuvor ergeben, dass im Umfeld des Standorts eine Versorgungslücke im Lebensmittelhandel besteht, die durch den neuen Markt geschlossen werden soll.

Wir liebten Porsche, und jetzt Lebensmittel

Künftig wird Edeka das Hauptgebäude mit einer Verkaufsfläche von über 1.100 Quadratmetern nutzen. Zusätzlich entsteht im ehemaligen Gebrauchtwagenbereich ein rund 550 Quadratmeter großer Getränkemarkt. Während die äußere Gebäudehülle weitgehend erhalten bleibt, wird das Innere vollständig neu gestaltet. Der Standort zeichnet sich durch seine Nähe zu Universität, Hochschulen, Klinikum und Wohngebieten aus und ist verkehrstechnisch gut angebunden. Geplant sind Stellplätze für Autos sowie für Fahrräder und Lastenräder.

Mit der Umnutzung des früheren Porsche-Zentrums verfolgt die Jepsen-Gruppe nicht nur wirtschaftliche Ziele, sondern setzt auch auf Nachhaltigkeit und die Weiterverwendung bestehender Bausubstanz. Das Projekt könnte damit über Regensburg hinaus als Modell für ähnliche Vorhaben dienen. Porsche bleibt Regensburg übrigens treu, residiert nun aber in einem wesentlich größeren und moderneren Zentrum am Prüller Weg. Der alte Standort bot nicht mehr genug Raum für die wachsende Modellpalette und das Team.

Fazit