Statt schwerer Kettenfahrzeuge setzt die komplette Kampfbrigade der US-Armee, die im oberpfälzischen Vilseck stationiert ist, nahezu vollständig auf Radpanzer und straßengängige Militärfahrzeuge. Genau das wird einen möglichen Abzug innerhalb im Alltag überhaupt sichtbar.
Das kann der Stryker
Zentrales System ist der Stryker vom US-Rüstungskonzern General Dynamics Land Systems. Der Radpanzer ist für schnelle Verlegungen über Straße und Gelände ausgelegt und kann eigenständig über längere Distanzen fahren. Anders als Kettenfahrzeuge ist er regelmäßig auf Autobahnen und Bundesstraßen unterwegs.
Die Brigade nutzt mehrere Varianten dieses Fahrzeugs. Dazu zählen unter anderem Versionen mit Maschinenkanone, Mörserträger sowie Führungs- und Aufklärungsfahrzeuge. Nach außen erscheint der Stryker oft als einheitliches Fahrzeug, tatsächlich handelt es sich um ein modulares System mit unterschiedlichen Aufgaben.
Ein wesentlicher Vorteil des Systems liegt in seiner Einsatzphilosophie. Der Stryker verbindet die Mobilität leichter Fahrzeuge mit einem deutlich höheren Schutzniveau. Er ist damit für schnelle Verlegungen innerhalb Europas ausgelegt, ohne auf schwere Transportlogistik angewiesen zu sein. Genau diese Fähigkeit macht ihn für kurzfristige Truppenbewegungen besonders relevant und erklärt, warum entsprechende Verbände regelmäßig eigenständig über öffentliche Straßen verlegen.

Der Stryker Radpanzer
Logistikfahrzeuge
Ein erheblicher Teil der militärischen Bewegung entfällt auf Unterstützungsfahrzeuge. Dazu gehört vor allem der HEMTT (Heavy Expanded Mobility Tactical Truck), ein schwerer Militär-Lkw für Transport, Versorgung und Bergeaufgaben.
Er transportiert Treibstoff, Munition und Material und ist aufgrund seiner Größe besonders auffällig im Straßenverkehr.

Der HEMTT (Heavy Expanded Mobility Tactical Truck) ist ein schwerer Militär-Lkw.
Leichte Militärfahrzeuge wie JLVT und Humvee
Ergänzt wird die Flotte durch leichtere Fahrzeuge wie das JLTV (Joint Light Tactical Vehicle). Es ist der moderne Nachfolger des Humvee und bietet verbesserten Schutz sowie hohe Beweglichkeit.
Parallel dazu ist weiterhin der Humvee (High Mobility Multipurpose Wheeled Vehicle) im Einsatz. Er übernimmt vor allem Transport-, Verbindungs- und Sicherungsaufgaben.

Das JLTV(Joint Light Tactical Vehicle) ist der moderne Nachfolger des Humvee.
Weniger Militärverkehr im Alltag möglich
Sollte der Abzug umgesetzt werden, dürfte sich die Zahl militärischer Fahrbewegungen reduzieren. Das betrifft vor allem Kolonnenfahrten auf Autobahnen und Bundesstraßen sowie Verlegungen zwischen Übungsplätzen und Bahnverladung im Raum Grafenwöhr und Vilseck. Der Standort selbst bleibt bestehen, ebenso die militärische Nutzung.





