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VW-Werk in der Türkei

Pläne für neues Werk gestoppt

Volkswagen hat den Bau eines Werks in der Nähe der türkischen Stadt Izmir offiziell gestoppt. Der offizielle Grund: Die Absatzschwäche des Konzerns in der Corona-Krise. Dabei liegt das Projekt schon länger auf Eis.

Ursprünglich plante VW das Werk im 40 Kilometer nordöstlich von Izmir gelegenen Manisa zu bauen. Das Aus begründete VW gegenüber der Deutschen Presseagentur mit "dem durch die Coronakrise erfolgten Einbruch der globalen Automobilnachfrage." Der Aufbau zusätzlicher Kapazitäten sei daher aus heutiger Sicht nicht notwendig, wie der VW-Konzern weiter ausführte. Die Türkei bestätigte die Absage von VW für das Werk.

Im Oktober 2019 marschierten türkische Truppen in den Nordosten Syriens ein. In diesem Umfeld könne es keine Entscheidung für das Land geben, heißt es damals.

Passat und Superb gehen nach Bratislava

Für das VW-Werk in Izmir soll eine Investitionssumme von mehr als eine Milliarde Euro bereitgestellt werden. In der neuen Fabrik, in der Modelle mehrerer Konzernmarken gebaut werden könnten, sollten jährlich bis zu 300.000 Fahrzeuge entstehen. Dort sollten unter anderem der VW Passat und der verwandte Skoda Superb für den Export nach Osteuropa vom Band rollen. Am Standort Manisa wären rund 4.000 neue Jobs entstanden.

In der slowakischen Hauptstadt Bratislava betreibt VW bereits ein großes Mehrmarken-Werk. Mit einer Investition von einer halben Milliarde Euro soll nun der Standort für die Produktion des Passats und des Skoda Superb vorangetrieben werden.

Fazit

Die Pläne liegen seit langem auch wegen der politischen Lage in der Türkei auf Eis – nun bietet Corona eine einfache Möglichkeit, sich von dem umstrittenen Projekt in der Türkei zu verabschieden.

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