Hupen Maria Argutinskaya via Getty Images
Verkehrsregeln im Ausland
Pünktlich zum Beginn der Urlaubssaison warnt der Verband für bürgernahe Verkehrspolitik e.V. (VFBV) davor, die bei den europäischen Nachbarn oft drastisch höheren Bußgelder nicht zu unterschätzen.
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Wann ist hupen erlaubt

Wann ist Hupen erlaubt? Törööööööööö ist nicht oft angesagt

Lärm macht krank. Das gilt auch für die Geräusche, die einer Hupe entweichen. Wir klären, wann Hupen überhaupt erlaubt ist und wann nicht.

Im Straßenverkehr greift so mancher Fahrer gern zur Hupe, um andere auf ihr vermeintliches Fehlverhalten hinzuweisen. Gehupt wird aber auch aus purer Freude, zur Verabschiedung oder einfach nur um auf sich aufmerksam zu machen. Hat bestimmt jeder so oder so ähnlich schon erlebt, ist aber in den meisten Fällen unzulässig.

Wann hupen tatsächlich erlaubt ist, regelt der Paragraf 16 der Straßenverkehrsordnung (StVO), wobei die StVO hupen gar nicht erwähnt, sondern von Schallzeichen spricht. Demnach ist hupen innerorts grundsätzlich nicht erlaubt, außer es besteht eine berechtigte Gefahrenlage, die einen Unfall nach sich ziehen könnte. Dem Partner per Hupe anzuzeigen, dass man wartet gehört also eindeutig nicht dazu.

Hupen um Überholen anzukündigen

Die gleiche Regelung gilt auch außerorts – mit einer weiteren Ausnahme: Wer den Vorausfahrenden überholen möchte, darf seine Absicht mit der Hupe anzeigen. Jeder anderweitige Einsatz der Hupe ist nicht erlaubt und kann sogar mit einem Bußgeld belegt werden. Wer unerlaubt hupt, kann mit 5 Euro belangt werden. Werden andere dabei belästigt sind zehn Euro fällig. Fühlt sich jemand durch das Hupen genötigt, kann es sogar zur Anzeige kommen. Eine Nötigung liegt dann vor, wenn durch das Hupen eine Gefahrenlage und eine unüberwindbare Furcht beim anderen Verkehrsteilnehmenden erzeugt wird. Wer es mit dem unsachgemäßen Hupen übertreibt und dabei erwischt wird kann sogar zur Medizinisch-Psychologischen-Untersuchung (MPU) geschickt werden.

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Andererseits sieht die StVO aber auch Strafen für defekte Hupen oder Hupen mit einem nicht zulässigen Hup-Ton – beispielsweise Melodien – vor. In beiden Fällen können 15 Euro gefordert werden. Hupen müssen ein akustisches Signal mit gleichbleibender Grundfrequenz erzeugen, um sich so eindeutig von den Signalen der Einsatzfahrzeuge zu unterscheiden. Der Klang des Schallzeichens muss dazu geeignet sein, um gefährdete Verkehrsteilnehmer auf das Herannahen eines Fahrzeugs aufmerksam zu machen, ohne dass dabei die Gefahr besteht, diesen zu erschrecken oder andere zu belästigen. Die Lautstärke einer solchen Schallzeichenanlage darf bei einer Messung in sieben Meter Entfernung den Grenzwert von 105 dB(A) nicht übersteigen.

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Fazit

Hupen ist nur als Warnzeichen erlaubt, jeder andere Einsatz ist schlicht Lärmbelästigung. Egal ob sie ihren Vordermann an der Ampel aufwecken, ihren Frust abbauen, sich von der Freundin verabschieden oder einfach nur Freude ausdrücken wollen.

Verkehr Bußgelder Pünktlich zum Beginn der Urlaubssaison warnt der Verband für bürgernahe Verkehrspolitik e.V. (VFBV) davor, die bei den europäischen Nachbarn oft drastisch höheren Bußgelder nicht zu unterschätzen. Falschparken lohnt sich Bußgelder müssten 100 Euro betragen

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