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SUV

Humble One Solar-Elektro-SUV (2025)

Humble One Solar-Elektro-SUV (2025) Schnell mal Sonne tanken

Humble Motors will einen Elektro-SUV bauen, der einen beträchtlichen Teil seiner Reichweite aus Sonnenenergie generiert. Auch an Power soll es nicht mangeln.

"Der weltweit erste SUV mit Solarantrieb", heißt es da auf der Website des Elektroauto-Startups Humble Motors. Und weiter: "Mit solarbetriebenen Elektrofahrzeugen könnte man ohne Ladestationen fahren. Netzunabhängige Fahrzeuge sind die Zukunft." Diese Worte lesen sich ganz schön selbstbewusst. Und passen damit nicht so ganz zum Firmennamen, der übersetzt "bescheiden" oder gar "demütig" bedeutet.

7,4 Quadratmeter Solarzellen auf der Karosserie

Allein von Sonnenkraft wird der Humble One natürlich nicht angetrieben. Abhängig vom Aufenthaltsort soll der Elektro-SUV per Solarenergie zwischen 16 und knapp 97 Kilometer an zusätzlicher Reichweite generieren können. Zu diesem Zweck verfügt er über eine Kombination aus einem Photovoltaik-Dach, stromerzeugenden Seitenplanken und ausklappbaren "Flügel", die beim Parken nicht nur im übertragenen Sinne Sonne tanken. Insgesamt erstrecken sich die als patentiert bezeichneten Solarzellen auf einer Fläche von 7,4 Quadratmetern.

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Das Firmenlogo symbolisiert eine aufgehende Sonne - passend!

Eine gesunde Skepsis ist auch bei den weiteren technischen Daten des Humble One angebracht. Als errechnete Gesamt-Reichweite nennt der Hersteller über 800 Kilometer, den Luftwiderstandsbeiwert gibt er mit 0,25 an und die Systemleistung soll bei 1.034 PS liegen. Mit welchen technischen Lösungen diese Daten erreicht werden sollen, lassen die Kalifornier bislang offen. Nur so viel: Der Humble One soll bidirektional laden und natürlich rekuperieren können. Zudem soll er so effizient und leicht wie möglich sein und gleichzeitig strenge Sicherheitsvorgaben erfüllen.

Uneinheitliches Design

Ein wenig uneinheitlich präsentiert sich die Formensprache des Humble One. Grundsätzlich fließen die Linien des Elektro-SUVs zu einem gefälligen Ganzen, allerdings konterkariert die "gefräßige" Frontpartie diesen Eindruck. Details wie die geschlitzten Scheinwerfer, die schmalen Stege, die als Halterungen für die Außenspiegel dienen, und die großen Räder mit Zentralverschluss lassen das Design sportlich wirken. Die versenkbaren Griffe der offenbar gegenläufig öffnenden Türen, die große Abrisskante am hinteren Ende des Daches und der mächtige Diffusor sollen die Aerodynamik optimieren. Markant sind obendrein die wie ein Bumerang geformten Rückleuchten.

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Die "gefräßige" Front passt nicht so recht zum restlichen Design des Humble One.

Hinter dem Elektroauto-Startup, das von Los Angeles aus agiert, steht ein bunt zusammengesetztes Führungsgremium. Gegründet wurde das Unternehmen von Dima Steesy, der sich selbst als Militär-Veteran bezeichnet und seinen Harvard-Abschluss nach eigener Aussage mit Auszeichnung erhielt. Er stammt aus Kaliforniens Startup-Kultur, in der er bereits viel Investorengeld eingesammelt haben will. Der Technikchef namens Alexander Bogicevic, ein promovierter Physiker, hat zuvor bei Ford in der Brennstoffzellen-Entwicklung gearbeitet. Als kreativer Kopf von Humble Motors fungiert Antonio Paglia, der in der Formel-1-Organisation mitgeholfen hat, die neue, ab 2022 eingesetzte Auto-Generation zu entwerfen.

Eine Reservierung kostet 300 Dollar

Der Humble One soll erst 2025 auf den Markt kommen. Da tut sich ein langer Zeitraum auf, in dem den Kaliforniern ja jemand zuvorkommen und den eingangs erwähnten Titel "weltweit erster SUV mit Solarantrieb" entreißen könnte. Mutige Zeitgenossen können sich trotzdem jetzt schon unverbindlich einen Humble One reservieren. Weit oben auf der Liste zu stehen, um als eine der ersten Personen zum Zuge zu kommen, sobald der Solar-Elektro-SUV ausgeliefert wird, kostet 300 Dollar (etwa 255 Euro).

Umfrage

269 Mal abgestimmt
Halten Sie es für möglich, ein E-Auto weitgehend mit Sonnenenergie anzutreiben?
Ja. Die Technik wird die dafür nötigen Fortschritte machen.
Nein. Die technischen Hürden sind schlicht zu hoch.

Fazit

Die Idee, einen Teil der Energie für ein Elektroauto aus Sonnenkraft zu generieren, ist nicht neu. Das Startup Sono Motors präsentierte schon vor einigen Jahren ein derartiges Konzept. Dessen Serienfertigung hat allerdings noch immer nicht begonnen, zwischendurch ging den Münchnern das Geld aus. Zwar gibt es inzwischen wieder eine Perspektive. Aber das Beispiel zeigt, wie schwierig ein solches Projekt umzusetzen ist. Wir werden beobachten, ob Humble Motors bei seinen Bemühungen mehr Geschick und Erfolg beweist.

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