Kia EV3 Modellpflege 2027: Mehr Power und Allradantrieb

Kia EV3 Modellpflege 2027
Mehr Power und Allradantrieb

ArtikeldatumVeröffentlicht am 27.04.2026
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04/2027 Kia EV3 Modelljahr 2027
Foto: Kia

Der Kia EV3 wird zum Modelljahr 2027 technisch erweitert. Neu ist eine Allradversion, die den kompakten Elektro-SUV erstmals mit zwei Motoren bestückt. Damit wächst das Angebot über die bislang ausschließlich frontgetriebenen Varianten hinaus. Gleichzeitig ergänzt Kia die Baureihe um einen stärkeren Onboard-Lader für Wechselstrom sowie weitere Ausstattungsdetails.

Unter sieben Sekunden Nullhundert

Die neue AWD-Ausführung übernimmt an der Vorderachse ein 150-kW-Triebwerk und kombiniert es mit einer zusätzlichen 45-kW-Maschine an der Hinterachse. Daraus ergibt sich eine Systemleistung von 195 kW/265 PS, sowie ein maximales Drehmoment von 385 Nm. Den Sprint von null auf 100 km/h absolviert der EV3 AWD in 6,6 Sekunden. Zum Vergleich: Der bisher stärkste Fronttriebler mit großem Akku und 19-Zoll-Rädern benötigt hierfür 7,9 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit bleibt bei sämtlichen Varianten auf 170 km/h begrenzt.

Serienmäßig ist der Allradantrieb an die große Batterie mit 81,4 kWh gekoppelt. Kia nennt für diese Kombination eine Reichweite von bis zu 572 Kilometern. Zudem steigt die Anhängelast deutlich. Gebremst darf der EV3 AWD bis zu 1.500 Kilogramm ziehen, während der frontgetriebene EV3 mit großem Akku auf 1.000 Kilogramm kommt. Ungebremst bleiben beide Versionen bei 750 Kilogramm. Angeboten wird die neue Antriebsvariante in den Linien Earth und GT-Line.

Mit dem bereits angekündigten EV3 GT (zeigen wir in der Bildergalerie) stellt Kia zudem ein weiteres Topmodell in Aussicht. Die zwei Elektromotoren im EV3 GT liefern zusammen 215 kW/292 PS. Die Vorderachse steuert 145 kW bei, die Hinterachse weitere 70 kW. Für den Standardsprint nennt Kia 5,8 Sekunden. Der GT nutzt ebenfalls die 81,4-kWh-Batterie und basiert auf der E-GMP-Plattform mit 400-Volt-Architektur.

Über die Mehrleistung hinaus erhält der EV3 GT eine eigenständige technische Abstimmung. Dazu zählen ein elektronisch geregeltes Fahrwerk, ein GT-spezifischer Fahrmodus sowie ein e-Torque-Vectoring zur variablen Kraftverteilung. Hinzu kommen 20-Zoll-Räder mit Reifen im Format 245/40 R20. Im Innenraum sind Sportsitze in Semi-Bucket-Ausführung, ein eigenes Lenkrad sowie modellspezifische Anzeigen vorgesehen. Einen Preis nennt Kia bislang nicht, weitere Details sollen näher zum Verkaufsstart folgen.

Schneller laden

Eine weitere zentrale Neuerung des Modelljahres betrifft das Laden mit Wechselstrom. Optional ist für den EV3 nun ein 22-kW-Onboard-Lader erhältlich. Damit verkürzen sich die Ladezeiten an entsprechenden AC-Ladepunkten deutlich. Die kleinere Batterie mit 58,3 kWh lädt von 10 auf 100 Prozent in 2 Stunden und 55 Minuten. Beim großen 81,4-kWh-Akku dauert derselbe Vorgang 3 Stunden und 55 Minuten. Beim DC-Laden bleiben die bekannten Werte von rund einer halben Stunde für den Bereich von 10 auf 80 Prozent bestehen.

Auch im Detail arbeitet Kia nach. Neu im Programm ist eine neigungsverstellbare Rückbanklehne, die den Fond variabler macht. Ebenfalls neu ist vorne eine USB-C-Ladebuchse mit 100 Watt Leistung. Für die GT-Line steht zusätzlich eine zweite induktive Ladeschale zur Verfügung, sodass zwei Smartphones parallel geladen werden können. Je nach Ausstattung bleiben außerdem bekannte Komfort- und Assistenzsysteme wie Head-up-Display, Rundumsichtkamera, Parkassistent oder Wärmepumpe verfügbar.

Marktstart und Preis

Preislich startet der EV3 weiterhin bei 35.990 Euro als Fronttriebler in der Basisversion Air mit 58,3-kWh-Batterie. Der neue EV3 Earth AWD kostet ab 46.880 Euro, der EV3 GT-Line AWD beginnt bei 51.190 Euro. Die Grundpreise der frontgetriebenen Varianten bleiben laut Kia unverändert. Die Auslieferungen des überarbeiteten Modelljahres beginnen im Juli 2026.

Fazit