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Mercedes EQS SPERRFRIST 15.04.21 18 Uhr Collage Aufmacher Mercedes / Patrick Lang
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Mercedes EQS (2021): Elektro-S-Klasse schafft 770 km

Mercedes EQS (2021), die elektrische S-Klasse Luxus-Stromer mit Diesel-Reichweite

Mercedes hat die Elektro-Limousine EQS vorgestellt. Sie soll bei Effizienz sowie Reichweite dank Mega-Akku Maßstäbe setzen. Alle Daten gibt es hier.

Das Kürzel EQS verrät bereits die Positionierung im S-Klasse-Segment, nur eben mit E-Antrieb. In diesem Artikel finden Sie alle Zahlen, Daten und Fakten zum neuen Elektro-Flaggschiff von Mercedes.

Neue MEA-Plattform

Der Mercedes EQS baut im Gegensatz zum EQC auf der neuen Modularen Elektro-Architektur (MEA) – intern EVA II – der Marke auf. Der Luxus-Stromer ist somit das erste Auto der Stuttgarter, das strukturell nicht von einem Verbrenner-Modell abgeleitet wird. Der EQS erstreckt sich auf eine Länge von 5,21 Metern Länge. 1,93 Meter geht es in die Breite und 1,51 Meter in die Höhe. Der für die Karosserie verwendete Stahl besteht übrigens zu 80 Prozent aus Sekundärstahl, oder salopp gesagt: Schrott in Zweitverwendung.

Für das Gepäck stehen 610 bis 1.770 Liter Kofferraumvolumen zur Verfügung, die maximale Zuladung bewegt sich je nach Modellvariante zwischen 465 und 550 Kilo. Die Version mit Hinterradantrieb bringt 2.480 Kilo auf die Waage, mit dem Allradsystem 4Matic steigt das Gesamtgewicht auf 2.585 Kilo.

Fahrleistungen und Verbrauch

Bis das 560 kW (760 PS) starke Performance-Modell an den Start geht, müssen die Kunden mit EQS 450+ und dem EQS 580 4Matic Vorlieb nehmen. Die schwächere Version wird von einem Elektromotor an der Hinterachse angetrieben, der 245 kW (333 PS) und 568 Newtonmeter Drehmoment auf die Straße bringt. Damit surrt der Basis-EQS in 6,2 Sekunden auf Tempo 100 und weiter bis auf maximal 210 km/h. Den Verbrauch (WLTP) gibt Mercedes mit 15,7 bis 20,4 kWh auf 100 Kilometer an.

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Mit einer Leistung von 385 kW sprintet das Allradmodell in 4,3 Sekunden von null auf hundert.

Eine zweite E-Maschine an der Vorderachse macht den EQS 580 4Matic zum Allradler. Damit geht freilich auch eine gesteigerte Leistung einher. 385 kW (523 PS) und 855 Newtonmeter sind es beim stärkeren der beiden Start-Modelle. Das katapultiert die stattliche E-Limousine in 4,3 Sekunden auf Landstraßengeschwindigkeit Für alle EQS-Varianten setzt Mercedes permanenterregte Synchronmaschinen ein. Jene an der Hinterachse soll dank Sechsphasigkeit, also zwei Statorwicklungen mit je drei Phasen, besonders leistungsstark zur Tat schreiten. Den Verbrauch des EQS 580 4Matic beziffert Mercedes nach WLTP mit 17,4 bis 21,8 kWh pro 100 Kilometer. Torque Shift verteilt zudem das Antriebsmoment der Allrad-Variante zwischen Vorder- und Hinterachse bedarfsgerecht.

Das Fahrwerk

Wie schon bei der jüngst vorgestellten neuen Generation der C-Klasse kommt auch im EQS eine Vierlenkerachse vorne und eine Raumlenkerachse hinten zum Einsatz. Die Luftfederung Airmatic mit adaptiven Dämpfern (radselektiv) ist serienmäßig an Bord. Bei Bedarf kann das Auto so bis zu 25 Millimeter angehoben werden, zur Effizienzsteigerung senkt sich die Karosserie bei konstant höheren Tempi automatisch ab.

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Serienmäßig lenken die Hinterräder bis zu einem Winkel von 4,5 Grad mit. Optional lässt sich ein größerer Winkel von bis zu 10 Grad per OTA-Update freischalten.

Ebenfalls zur Serienausstattung gehört die Hinterachslenkung mit einem Winkel von bis zu 4,5 Grad. Dadurch verkleinert sich der Wendekreis auf 11,9 Meter, es geht aber noch wendiger. Optional sind gleich- und gegensinnige Lenkbewegungen der Hinterräder von bis zu 10 Grad möglich. Damit reduziert sich der Wendekreis dann auf 10,9 Meter. Interessant: Die 10-Grad-Lenkung lässt sich per Over-The-Air (OTA) Update nachträglich freischalten.

Batterie, Reichweite und Effizienz

Die Traktionsbatterie im EQS lässt sich flexibel mit Pouch- oder Hardcasezellen bestücken. Diese verteilen sich je nach Antriebsvariante (Allrad oder Hinterradantrieb) auf zehn oder zwölf Zellenmodule. Das Innenleben besteht aus Nickel, Kobalt und Mangan im Verhältnis 8:1:1 und damit aus rund zehn Prozent weniger Kobalt als bei bisherigen Systemen. Die Kapazität des Lithium-Ionen-Akkus aus eigener Produktion liegt je nach Ausführung bei 90, beziehungsweise 107,8 kWh netto. Je nach Fahrzeugkonfiguration verspricht Mercedes so eine WLTP-Reichweite von bis zu 770 Kilometern. Eine Garantie auf den Stromspeicher gewährt der Hersteller für zehn Jahre oder 250.000 Kilometer Laufleistung.

Für die Reichweite ist nicht die Leistungsdichte der Batterie allein verantwortlich, sondern auch die Effizienz. Eine große Rolle spielt dabei der Luftwiderstand. Hier setzt Mercedes mit einem cW-Wert von 0,20 eine neue globale Bestmarke für Serienfahrzeuge.

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Technik erklärt

Um dem Akku gezielt Energie zuzuführen, lässt sich die Rekuperationsleistung (maximal 290 kW im Allradmodell und 186 kW mit Hinterradantrieb) über die Paddel am Lenkrad in drei Stufen unterteilen. Wer das nicht selbst tun möchte, delegiert diese Aufgabe an den Electric Intelligence Assistenten, der für die Wahl der passenden Stufe die Topographie sowie die Straßen- und die Verkehrssituation mit einbezieht. Mit einer Verzögerung von bis zu 3 m/s² bremst der EQS im One Pedal-Betrieb bis zum Stillstand. Mit Bremspedal steigt die Verzögerungsleistung auf 5 m/s².

Damit sich der Antrieb während des Fahrbetriebs in einem effizienten Wärmefenster befindet, kommt ein neues Thermomanagement zum Einsatz. Eine Wasserlanze in der Welle des Rotors kühlt diesen von innen, während Kühlrippen am Stator zusätzlich die Temperatur absenken. Gleichzeitig nutzt das System den Wärmetauscher um das Getriebeöl zu erwärmen und somit die Reibung im Getriebe zu reduzieren. Ist eine Routenführung aktiv, reguliert das Thermomanagementsystem den Akku so, dass dieser bei Ankunft am Ziel optimal geladen werden kann.

So wird geladen

Die maximale Ladeleistung liegt an entsprechenden Schnellladesäulen bei 200 kW. Damit tankt der EQS innerhalb von 15 Minuten Strom für bis zu 300 Kilometer Reichweite. Im AC-Betrieb geht es je nach Ausstattung natürlich langsamer. Der optionale dreiphasige Onboad-Charger füllt die Batterie mit einer Ladeleistung von 22 kW innerhalb von fünf Stunden auf. Ist nur die Serienausstattung an Bord (einphasiger Onboard-Charger), dauert es doppelt so lange.

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Das Laden an Ionity-Säulen ist für EQS-Fahrer ab Kauf des Fahrzeugs ein Jahr lang kostenlos.

Wer sich einen EQS kauft, darf ein Jahr lang kostenlos an Ionity-Schnellladepunkten auftanken und spart sich im Mercedes-Me-Charge-Programm drei Jahre lang die Grundgebühr. Letzteres umfasst europaweit 200.000 Ladestationen, die wahlweise mit dem bordeigenen Navi oder der Mercedes-Me-Smartphone-App aufgespürt werden können. Ist die angesteuerte Säule Plug&Charge-fähig, muss lediglich das Ladekabel eingesteckt werden. Eine weitere Authentifizierung ist nicht nötig, da das Auto direkt mit der Ladestation kommuniziert und den Ladevorgang umgehend automatisch startet.

Im EQS lassen sich drei verschiedene Lademodi konfigurieren. Neben Standard stehen noch Home oder Work zur Verfügung. Letztere können standortbasiert konfiguriert werden, sodass sie sich automatisch aktivieren, wenn Sie beispielsweise in die heimische Garage fahren. Innerhalb der Modi lassen sich Ladepausen zur Nutzung von möglichst günstigen Stromtarifen oder ein Ladelimit zur Akku-Schonung einstellen.

Interieur und MBUX

Das auffälligste Merkmal im Cockpit des EQS ist der optionale Hyperscreen, der sich aus drei Displays hinter einem geschwungenen Echtglas-Band mit Force Feedback zusammensetzt. Für Fahrer und Beifahrer werden Inhalte auf 12,3-Zoll-Screen dargestellt, das Zentraldisplay streckt sich auf 17,7 Zoll. Die Gesamtspannweite des Hyperscreen liegt bei 141 Zentimetern, die Fläche bei 2.432 cm². Funktionsweise, Inhalte und Bedienung sind aus der jüngsten S-Klasse-Generation bekannt, werden im EQS aber auf Elektromobilität angepasst. Zudem stellt Mercedes die Inhalte hier im Farbschema Blau-Orange dar. Neu ist der sogenannte Zero-Layer. Je nach Kontext blendet das lernfähige System situativ die wichtigsten Funktionen ein, sodass diese ohne scrollen oder klicken durch Untermenüs direkt erreichbar sind. Hinter den OLED-Displays arbeiten acht Prozessorkerne und 24 Gigabyte Arbeitsspeicher an einer flüssigen Darstellung der Inhalte.

Wer sich gegen den Hyperscreen entscheidet, findet ein schwebendes Zentraldisplay mit einer Diagonale von 12,8 Zoll im Cockpit vor. Der Beifahrer erhält in der Infotainment-Basisversion keinen eigenen Screen. Auch die Bildschirme für Fond-Passagiere sind nur gegen Aufpreis erhältlich. Zusätzlich zu den Touchscreens an den Vordersitzrückseiten gibt es optional noch ein herausnehmbares Tablet in der hinteren Mittelarmlehne. Wer nicht tippen möchte, kann das MBUX auch vom Rücksitz aus mit dem Sprachbefehl "Hey Mercedes" bedienen. In der Kommunikation gibt sich das Infotainmentsystem übrigens cosmopolitisch – es erkennt und spricht bis zu 27 verschiedene Sprachen.

Als weiterer Hingucker empfiehlt sich das dynamische Ambientlight, das über 190 LEDs den Fahrbetrieb, etwa beim Boosten oder Rekuperieren, und weitere Fahrzeugfunktionen illustrieren kann. So ist die umspannende Lichtleiste auch an die Assistenzsysteme gekoppelt und unterstützt etwaige Warnhinweise optisch. Spielereien wie umherhuschende Lichtpunkte bei Verstellung der Innenraumtemperatur sind bereits aus der S-Klasse bekannt und gehören auch im EQS zum Funktionsumfang. Das Lightshow beobachten Sie wahlweise von Komfortsitzen mit Lüftungs- und Massagefunktion aus, oder Sie nehmen auf dem schlankeren Sportgestühl Platz.

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Die Ambientebeleuchtung im EQS ist dynamisch und illustriert sowohl den Fahrbetrieb als auch Warnhinweise von Assistenzsystemen.

Unterhalb des Ambilights zieht sich ein schmales Düsenband über das Armaturenbrett. Nur außen sitzen die von Mercedes bekannten Luftausströmer in Turbinen-Optik. Neben Leder kommt im Innenraum bei Bedarf auch das Material Neotex zum Einsatz. Es soll in seiner Anmutung Nubukleder imitieren, besteht allerdings aus einer Art Neopren. Farblich bietet Mercedes zur Innenraumgestaltung helle und dunkle Töne von Weiß über Grau und Beige bis zu Schwarz an. Als Akzent steht auch das aus anderen EQ-Modellen bekannte Roségold zur Verfügung. Die Abdeckung der vorderen freischwebenden Mittelarmlehne besteht aus Echtholz, als weitere Dekoelemente dienen sowohl Relief-Ausführungen als auch hinterleuchtete Paneele mit lasergeschnittener Musterung.

Ausstattung und Design

Dass sich der EQS auch bei seinen technischen Features am Sortiment der S-Klasse bedient, ist keine Überraschung. So gibt es für die E-Limousine beispielsweise die projektionsfähigen Digital-Light-Scheinwerfer, die Warnhinweise oder Hilfslinien auf die Fahrbahn werfen können. Dazu kommt das optionale Augmented-Reality-Head-up-Display und auch das Onboard-Entspannungsprogramm Energizing Comfort, eine Kombination aus Sound, Licht und Massagefunktion, ist mit von der Partie. Wer dabei tief Luft holen will, profitiert vom verbauten Filtersystem, das Feinstaub, Pollen, Viren und Co. aus dem Innenraum fernhält.

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Das Zusammenspiel aus Sound, Licht und Massagefunktion soll Fahrer und Beifahrer unterwegs entspannen.

Der EQS bringt aber auch ein paar bislang exklusive Neuheiten mit. Da wären beispielsweise die optionalen Komfort-Türen zu nennen, die automatisch oder auf Knopfdrück öffnen und schließen. Nähert sich der Fahrer dem Auto, fahren zunächst die versenkten Türgriffe aus. Bei weiterer Annäherung öffnet sich die Fahrertür wie von Geisterhand. Natürlich haben hier keine übersinnlichen Wesen die Finger im Spiel, sondern ein elektrischer Stellmotor in Kombination mit einem Fangband. Außerdem wird der EQS-Besitzer von seinem luxuriösen Gefährt akustisch begrüßt – sofern die große Burmester Surround Soundanlage mit 15 Lautsprechern und 710 Watt Leistung eingebaut ist. Die ist nämlich Voraussetzung für das neu aufgelegte dynamische Sounddesign.

Unterschiedliche Klangwelten lassen sich aktivieren. Von natürlich über kristallin bis hin zu mechanisch sonor – Letzteres als Option per OTA-Update. Das System reagiert auf gut ein Dutzend Parameter wie etwa Pedalstellung, Beschleunigung oder Rekuperation und sorgt in Echtzeit für entsprechende akustische Untermalung. Wenn Sie schonmal reinhören möchten – kein Problem. Wir saßen bereits in einem Versuchsfahrzeug mit dieser Technik, dazu gibt es auch ein Video.

Beim Exterieur-Design kennzeichnet die Black Panel Front mercedestypisch das elektrische EQ-Modell. Je nach Ausstattungslinie ist die Vorderseite auch mit kleinen Mercedes-Sternen im Ur-Design von 1911 durchsetzt. Zwischen der Serienversion, der AMG-Line und der Ausstattung Electric Art gibt es dann mehr oder weniger Chrom-Zierteile, sportliche Elemente wie Diffusoreinsatz und Frontsplitter, sowie Akzente in Graphitgrau. Bei den Felgen lässt Mercedes die Wahl aus den Dimensionen von 19 bis 22 Zoll. Als EQ-spezifische Lackierungen führen die Stuttgarter Soladithblau und Samtbraun. Auffälliges Merkmal am Heck: Die Rücklichter im gekringelten 3D-Helix-Design. Zum Marktstart wird es außerdem traditionell ein besonders ausgestattetes Edition 1-Modell geben.

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Sieht nach Conceptcar aus, ist aber Serie: Die Heckleuchten im Helix-Design.

Die Assistenzsysteme

Neben passiven Sicherheitsvorkehrungen wie dem serienmäßigen Pre-Safe (gestaltfeste Fahrgastzelle mit Deformationszonen) schlägt sich die aktive Sicherheit in zahlreichen Assistenzsystemen nieder. Je nach Ausstattung überwachen bis zu 350 Sensoreinheiten (Lidar, Ultraschall und Kameras) die Umgebung und beugen Unfällen vor. Auch hier ist bereits vieles aus der neuen Generation der S-Klasse bekannt. So sind der adaptive Abstandsassistent Distronic, ein aktiver Lenkassistent (bis zur Vmax von 210 km/h), ein Spurhalte- und -wechselassistent, ein Bremsassistent mit Kreuzungsfunktion, ein Totwinkelwarner, ein Ausweichassistent und ein Parkassistent verfügbar.

Wer selbst in die Lücke manövriert, behält dank 360-Grad-Kamera den Überblick – man kann aber auch per Smartphone ferngesteuert einparken lassen. Für diese automatische Funktion lässt sich zudem eine Geo-Marke setzen. So lernen Sie den EQS beispielsweise auf die heimische Einfahrt oder die Parkbucht am Arbeitsplatz an, und überlassen es dem Auto bei Ankunft sich selbst abzustellen.

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Mercedes
Mit dem optionalen System Drive Pilot fährt der EQS bis 60 km/h hochautomatisiert. Der Fahrer muss nicht eingreifen.

Bis Tempo 60 fährt der EQS mit dem Assistenten Drive Pilot in geeigneten Situationen hochautomatisiert. Das bedeutet, der Fahrer kann sich tatsächlich anderen Dingen widmen und Emails checken oder Kreuzworträtsel lösen. So soll sich etwa die Zeit im stockenden Berufsverkehr sinnvoll nutzen lassen.

Mercedes S-Klasse lang Plugin-Hybrid
Neuheiten

Produktion und Preis

Gebaut wird der Mercedes EQS in Sindelfingen in der neuen Factory 56, während der EQC in Bremen vom Band läuft. Den EQA produziert Mercedes in Rastatt. Auch einen großen Oberklasse-SUV will Mercedes zusätzlich zum EQS anbieten. Der Smart, der als Fortwo und Forfour ab 2020 ausschließlich mit E-Antrieb angeboten wird, zählt ebenfalls zur EQ-Baureihe. Bis 2022 investiert Daimler mehr als zehn Milliarden Euro in die Elektromobilität. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen alle Mercedes-Fahrzeuge elektrifiziert sein, davon zehn reine Elektro-Pkw.

Jüngsten Aussagen von Mercedes-Chef Ola Källenius zufolge, verdient der Hersteller pro verkauftem EQS weniger als an einem vergleichbaren Verbrenner-Modell. Diesen Umstand begründet der 51-Jährige mit den höheren Produktionskosten von Elektrofahrzeugen. Den genauen Preis gibt es allerdings erst zum Markstart im Sommer 2021. Wendet man den durchschnittlichen Aufpreis der EQ-Modelle in Relation zu vergleichbaren Verbrennermodellen nun auf die S-Klasse an, könnte der EQS-Einstiegspreis bei rund 110.000 Euro liegen.

Umfrage

36522 Mal abgestimmt
Ist der EQS die bessere S-Klasse?
Ja, weil moderner und emotionaler.
Nein, für eine S-Klasse viel zu polarisierend.

Fazit

Dem elektrischen GLC (EQC) folgen nicht nur Stromer auf GLA- (EQA) und GLB-Basis (EQB), sondern auch ein BEV im Format der S-Klasse als EQS. Auch eine Limousine in E-Klasse-Format, ein SUV in der Größe des GLE sowie ein großer im GLS-Format sind in der Mache. Letztere stehen allesamt auf einer speziellen Elektro-Architektur, die alle Packaging-Vorteile des neuen Antriebs ausnutzt, während der EQC auf dem der Verbrennerplattform des GLC und der EQA und EQB auf der A-Klasse-Architektur MFA II basieren.

Bei der Batterie-Größe ist die EQS-Topversion rekordverdächtig – zumindest so lange, bis Tesla das Model S Plaid an den Start bringt, das mindestens 120 kWh haben soll.

Mercedes EQS
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