Skoda Epiq im Konfigurator: Ganz schön teuer für ein Günstig-E-SUV

Skoda Epiq im Konfigurator
Ganz schön teuer für ein Günstig-E-SUV

ArtikeldatumVeröffentlicht am 24.05.2026
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Skoda hat die Bestellbücher für den neuen Elektro-Kleinwagen Epiq geöffnet – allerdings zunächst nur für die höherwertigen Varianten. Besonders im Fokus steht zum Marktstart das Sondermodell "Edition Eins", das mit umfangreicher Ausstattung kommt, preislich mit mindestens 35.600 Euro aber deutlich über dem angekündigten Basismodell für rund 25.000 Euro liegt.

Versprechen um 10.000 Euro verfehlt?

Damit kostet das Sondermodell fast 10.000 Euro mehr als der bislang versprochene Einstiegspreis. Genau dieses Basismodell ist derzeit allerdings noch nicht bestellbar und soll erst später folgen – übrigens wie beim VW ID.Polo. Beim Schwestermodell, das ebenfalls in Spanien vom Band läuft, sollen die ersten Basismodelle zum Einstiegspreis von rund 25.000 Euro ab Mitte Juli bestellbar sein. Wann genau sie ausgeliefert werden, bleibt abzuwarten.

Doch zurück zu Skoda: Immerhin versprechen die Tschechen, dass mit der Auslieferung der ersten Epiq-Modelle auch die günstige Variante mit dem kleinen Akku bestellbar sein wird. Sparfüchse müssen sich also noch bis in die zweite Jahreshälfte 2026 gedulden. Alle anderen können jetzt bereits zuschlagen. Die "Edition Eins" bringt dafür nahezu Vollausstattung mit. Serienmäßig an Bord sind unter anderem Matrix-LED-Scheinwerfer, 18-Zoll-Räder, getönte Scheiben sowie Parksensoren vorne und hinten inklusive Rückfahrkamera. Auch Komfortfeatures wie schlüsselloser Zugang, Smartphone-Zugang per App, beheizbare Vordersitze und ein beheizbares Lenkrad gehören zum Paket.

Stärkste Motorisierung zum Marktstart

Im Innenraum setzt Skoda grundsätzlich auf ein digitales Cockpit mit fünf Zoll großem Fahrerdisplay sowie ein 13-Zoll-Infotainment. Die Sprachsteuerung bleibt jedoch dem Sondermodell vorbehalten. Zusätzlich gibt es einen automatisch abblendenden Innenspiegel sowie umfangreiche Assistenzsysteme. Dazu zählen ein proaktiver Insassenschutz, adaptiver Spurhalteassistent, Abstandstempomat sowie Stau- und Notfallassistent.

Zum Marktstart fährt der Epiq ausschließlich mit der stärksten Motorisierung vor. Der Epiq 55 leistet 211 PS (155 kW) und kombiniert den Frontantrieb mit einer 51,7-kWh-Batterie. Laut Skoda sind damit bis zu 435 Kilometer Reichweite möglich. Geladen wird mit bis zu 155 kW, wodurch der Akku in rund 24 Minuten von zehn auf 80 Prozent geladen werden kann. Ein weiteres Extra des Sondermodells ist die bidirektionale Ladefunktion. Damit kann der Epiq beispielsweise externe Geräte oder E-Bikes mit Strom versorgen.

Günstigere LFP-Batterie mit 38,5 kWh

Ist die Modellpalette einmal komplett, wird der Skoda Epiq mit zwei Batteriegrößen und drei Leistungsstufen angeboten, die jeweils mit Frontantrieb kombiniert sind. Die kleinere LFP-Batterie kommt auf 38,5 kWh brutto beziehungsweise 37,5 kWh netto. Darüber rangiert der besagte NMC-Akku mit 55 kWh brutto und 51,5 kWh netto. Den Einstieg wird der Epiq 35 mit 85 kW (115 PS) und 267 Nm Drehmoment markieren. Darüber positioniert sich der Epiq 40 mit 99 kW (135 PS), ebenfalls bei 267 Nm. Topversion bleibt der Epiq 55 mit 155 kW (211 PS) und 290 Nm.

Die Varianten 35 und 40 nutzen die kleinere Batterie, erreichen bis zu 310 Kilometer Reichweite und sind elektronisch auf 150 km/h begrenzt. Im Epiq 55 sorgt der größere Akku für bis zu 440 Kilometer Reichweite und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Angaben zu den Ladezeiten nennt Skoda bislang nur für das Top-Modell. Dort soll der Akku am Schnelllader in rund 24 Minuten von zehn auf 80 Prozent geladen werden können. Zusätzlich verfügt der Epiq über einen 11-kW-On-Board-Lader für das AC-Laden.

Standardmäßig an Bord ist eine One-Pedal-Driving-Funktion, bei der sich das Fahrzeug weitgehend über das Fahrpedal steuern lässt. Je nach Version liegt die Anhängelast bei bis zu 750 Kilogramm ungebremst und bis zu 1,2 Tonnen gebremst. Die maximale Stützlast gibt Skoda mit 75 Kilogramm an.

Ausstattungslinien und Assistenten

Zur Serienausstattung aller Ausstattungslinien des Skoda Epiq zählen sieben Airbags sowie zahlreiche Assistenzsysteme. Dazu gehören unter anderem ein Frontradarassistent mit Fußgänger- und Radfahrererkennung inklusive City-Notbremsfunktion, Spurwechsel- und Ausparkassistent, Ausstiegswarner, Spurhalteassistent, Verkehrszeichenerkennung sowie eine Müdigkeits- und Aufmerksamkeitsüberwachung. Ebenfalls serienmäßig sind ein vorausschauender Geschwindigkeitsbegrenzer und der Intelligent Speed Assist. Optional erweitert Skoda den Epiq unter anderem um Stau-, Kreuzungs- und Notfallassistenten sowie zusätzliche Parkassistenzsysteme.

Neben der "Edition Eins" bietet Skoda zum Bestellstart auch die Ausstattungslinien "Essence" ab 32.100 Euro und "Selection" ab 35.600 Euro an. Hier sind 17-Zoll-Stahl-Räder, eine zweifarbige Stoff-Innenausstattung, aber keine Komfort-, Travel- oder Technikpakete an Bord. Zudem lässt sich bisher nur die Topausstattung optional mit einem Panoramaglasdach (+750 Euro) bestücken. Wählt man die drei Pakete mit Sitzheizung, 2-Zonen-Klima, Parksensoren, induktiver Ladeschale, Sprachsteuerung und Travel-Assist hinzu, stehen am Ende ebenfalls 36.270 Euro auf der Rechnung. Der Marktstart des kleinen Elektro-SUV ist für September 2026 vorgesehen. Dann sollte also spätestens auch das günstigste Basismodell offiziell konfigurierbar werden.

Fazit