Rolls-Royce hält beim Spectre Series 2 an der bekannten Fastback-Silhouette fest. Die klaren Flächen, die markante Linie der geteilten Scheinwerfer und die gesamte Grundproportion bleiben unverändert.
Ethereal Blue heißt eine neue, einfarbige Lackierung, die die Karosserieform stärker herausarbeitet. Außerdem bringt die Marke ein neues 23-Zoll-Schmiederad an den Start. Das Mehrspeichen-Design trägt ein facettiertes Finish, das Licht aus vielen Winkeln einfängt. Rolls-Royce schmiedet die Konturen mit extrem scharfen 2,5-Millimeter-Radien und lässt jede Felge laut Hersteller bis zu sechs Stunden von Hand bearbeiten. Käufer wählen zwischen teilpoliert und hochglanzpoliert.
Black Badge: Iced Black fürs Chrom, neue Räder mit Glitzereffekt
Beim Black Badge Spectre Series 2 setzt Rolls-Royce vor allem auf Optik-Schärfung. Ein neues Iced-Black-Paket legt ein mattes Finish über fast alle Chrom-Elemente: Grill-Einfassung, Sideframe-Zierleisten, Stoßfängereinsätze, die Einfassung des Doppel-R-Emblems, Türgriffe und sogar die Spirit of Ecstasy bekommen die noch edlere Oberfläche.
Den Pantheon-Grill behandelt Rolls-Royce bewusst zweigeteilt: Die Lamellen bleiben poliert, damit der Spectre seinen typischen Rolls-Look behält. Zusätzlich entwickelt Rolls-Royce einen neuen Radsatz für den Black Badge. Das offenere Speichendesign rückt die Bremsanlage stärker ins Bild, ein polierter Außenring streckt den optischen Durchmesser bis an den Felgenrand. Feine Glasflocken in der Oberfläche sorgen für einen dezenten Glitzereffekt; erstmals bietet Rolls-Royce ein Black-Badge-Rad auch in Iced Matte Black an.
Rolls-Royce Black BadgeBlack Badge ist die hauseigene Performance- und Designlinie für Kunden, die eine düstere, kraftvollere Ästhetik suchen. Neben markanten, dunkel verchromten Details und einer expressiven Farbwahl bieten diese Modelle eine spürbare Leistungssteigerung und eine sportlicher abgestimmte Fahrdynamik. Sie verkörpern die rebellische, unkonventionelle Seite des Luxusherstellers.
Innenraum: neue Materialien, mehr Lichtkunst, neue Clock Gallery
Im Spectre Series 2 baut Rolls-Royce das Angebot an Materialien und Oberflächen aus und gestaltet die Innenbeleuchtung neu. Ein Highlight heißt Duality Twill: ein moderner Viskosestoff auf Bambus-Basis, den Rolls-Royce erstmals für den Spectre freigibt. Die Duality-Grafik stickt Rolls-Royce mit erheblichem Aufwand ins Material: bis zu 2,6 Millionen Stiche, 16 Kilometer Garn und bis zu 25 Arbeitsstunden nennt der Hersteller. Beim Stoff bietet Rolls-Royce Flieder, Schokolade, Schwarz und den neuen Ton Salbei an; für die Stickerei stehen über 50 Garnfarben zur Wahl.

Blick ins Cockpit: breite Armaturentafel, zentrale Displays und die „Clock Gallery“ als markentypisches Schaufenster.
Neu kommt auch perforiertes Leder: Rolls-Royce stanzt ein Muster, das die Designer von Wolkenformen im Mondlicht ableiten. Das Motiv verteilt sich über Schulter- und Kopfstützenbereiche vorn und hinten und nutzt 78.138 Perforationen in 0,8, 1,0 und 1,2 Millimeter. Kombiniert der Kunde das Leder mit der beleuchteten Türvariante, streut die Perforation das Licht weicher und erinnert an Sternenlicht.
Bei den Hölzern ergänzt Rolls-Royce ein neues Hochglanzfurnier aus gemaserter Walnuss, gemischt mit Resten von Eukalyptusfasern aus der Papierherstellung. So entsteht ein "Tigerstreifen"-Look; ein Lack mit feinem Glaspulver plus Klarlack soll Tiefe und Schimmer erzeugen.
Im Cockpit zieht Rolls-Royce die Clock Gallery und die Innenverkleidung jetzt über die gesamte Breite der Frontblende. Dazu kommt ein neues beleuchtetes Kunstwerk mit 8.108 pixelartigen Lichtpunkten in wellenförmiger Anmutung. Die Uhr selbst rückt näher an Präzisionsinstrumente heran: reduzierte Grafik, Metallguss-Zeiger. In der Vitrine sitzt außerdem eine beleuchtete Spirit of Ecstasy aus massivem Edelstahl.

Black Badge Spectre Series 2 in der Seitenansicht: helle Lackierung, schwarze Anbauteile und dunkler Radsatz.
Batterie und Motor: mehr Reichweite, mehr Leistung, schnelleres Laden
Rolls-Royce stimmt den Antrieb für den Spectre Series 2 neu ab und steigert Leistung und Drehmoment. Der Spectre bringt jetzt 442 kW (601 PS) und 1.015 Nm; bisher lieferte er 430 kW (585 PS) und 900 Nm.
Auch der Black Badge legt zu: Im Infinity Mode steigt die Leistung von 485 kW (659 PS) auf 500 kW (680 PS). Im Spirited Mode erhöht Rolls-Royce das maximale Drehmoment von 1.075 Nm auf 1.100 Nm.
Rolls-Royce BespokeBespoke ist das ultimative Individualisierungsprogramm, bei dem Kunden ihr Fahrzeug als absolutes Unikat gestalten können. Von maßgeschneiderten Lackierungen über persönliche Stickereien bis hin zu völlig einzigartigen Materialkompositionen im Innenraum ist nahezu jeder Kundenwunsch realisierbar. Die Abteilung verwandelt das Automobil in ein persönliches Kunstwerk und lässt die Grenzen des traditionellen Karosseriebaus verschwimmen.
Bei der Reichweite nennt Rolls-Royce einen deutlichen Sprung: 628 Kilometer nach WLTP, das entspricht einem Plus von 18 Prozent. Zudem verkürzt Rolls-Royce die Ladezeiten um 14 Prozent. Verantwortlich dafür sind aktualisierte zylindrische Batteriezellen der sechsten Generation. Das zylindrische Zelldesign verbessert laut Hersteller die thermische Effizienz durch seitliche Kühlung und ermöglicht eine bessere Wärmeabfuhr, sodass ein größerer Teil der Energie beim Fahren effizient für die Fahrdynamik zur Verfügung steht. Außerdem hat Rolls-Royce die Zellchemie neu entwickelt, was eine höhere Energiedichte ermöglicht.

Grüne Akzentflächen mit R-Muster treffen in der Black-Badge-Variante auf schwarze Lederzonen.
Die Batteriekapazität bleibt nach aktuellem Stand unverändert. Der Spectre fuhr bisher mit 102 kWh netto (120 kWh brutto); an dieser Größenordnung scheint Rolls-Royce festzuhalten. Auch die bisher bekannte DC-Ladeleistung von 195 kW steht weiterhin im Raum.
Bespoke: beim Spectre Series 2 noch mehr Spielraum
Rolls-Royce öffnet beim Spectre Series 2 weitere Optionen für Bespoke, also die umfassende Individualisierung von Ausstattung, Materialien, Farben und Details. Der Spectre zählt laut Rolls-Royce schon bisher zu den stärksten Bespoke-Plattformen der Marke; nur der Phantom rangiert bei der Nachfrage nach Sonderwünschen noch davor. Einige Kunden bestellen demnach über 20 individuell ausgeführte Elemente. Genau hier setzt Series 2 an: neue Oberflächen, neue Materialien, neue Beleuchtungsideen und neue Außen-Details liefern mehr Ansatzpunkte für maßgeschneiderte Konfigurationen.
Die Preise des Rolls-Royce Spectre Series 2 beginnen bei 395.060 Euro, die Black-Badge-Varianten kosten ab 460.530 Euro.







