Japanischer E-Roadster Sweep 9: Tommykaira ZZ lebt wieder

Tommykaira ZZ lebt wieder
Roadster Sweep 9 als EV-Update

ArtikeldatumVeröffentlicht am 05.06.2026
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In den 1990ern trifft der Tommykaira ZZ genau den Nerv von Puristen: klein, leicht, direkt. 2014 folgt der Neustart als Tommykaira ZZ EV – mit Elektroantrieb statt Vierzylinder und mit klarer Ansage an alle, die Sportwagen lieber über Gewicht als über Zylinder definieren. Diese zweite Generation lief laut Berichten bis 2021, dann endete das Kapitel. Jetzt bringt ein neues Projekt den ZZ EV zurück.

Sweep 9: Zwei Ex-GLM-Leute bauen an der Idee weiter

Japanische Enthusiasten stellen mit dem Sweep 9 einen leichten und optisch stimmigen Elektro-Roadster vor. Der japanische Ingenieur und Zulassungsspezialist Yuji Fujitsuka entwickelte die zweite ZZ-Generation mit, später gründet er Number Nine Works. Die Firma kümmert sich um Engineering und Straßenzulassung von Kleinserien- und Einzelstück-Projekten. Der japanische Automobildesigner Ryuhei Ishimaru baute parallel Fortmarei als Designstudio auf. 2026 ziehen beide das gemeinsame Projekt durch: Sweep 9. Sie nehmen den ZZ EV als Basis und setzen auf einen Umbau, der nicht wie Bastelware wirkt, sondern wie ein kleines Serien-Update.

GLMGLM war die japanische Firma hinter dem elektrischen Tommykaira ZZ EV (zweite Generation ab 2014). Yuji Fujitsuka arbeitete dort als Entwickler des Autos, Ryuhei Ishimaru war ebenfalls bei GLM an Bord, bevor beide eigene Wege gingen: Fujitsuka mit Number Nine Works, Ishimaru mit dem Designstudio Fortmarei.

Wie beim frühen Tesla Roadster – nur ohne Lotus-Basis

Der Sweep 9 weckt eine Erinnerung, die viele EV-Fans sofort einordnet: der erste Tesla Roadster als Elektro-Sportler mit Lotus-Elise-Genen. Genau dieses "leicht, kompakt, elektrisch, fahraktiv"-Motiv passt auch hier. Technisch bleibt die Parallele aber eine Stimmung, keine Verwandtschaft: Der ZZ EV hat nichts mit Lotus zu tun. Der Sweep 9 nutzt stattdessen die vorhandene ZZ-EV-Plattform und schärft vor allem den Auftritt.

Neue Front, gleicher Charakter: Das steckt im Facelift

Fortmarei und Number Nine Works konzentrieren sich auf die Frontpartie. Der Sweep 9 trägt jetzt extrem schmale LED-Scheinwerfer, dazu zusätzliche Leuchtenelemente unten in der Schürze. Die Fläche wirkt glatter und moderner, ohne das Auto optisch aufzublasen. Den Rest lassen die Macher weitgehend in Ruhe – auch, weil sie den ZZ EV als leichtes, ehrliches Konzept verstanden wissen wollen.

Tommykaira ZZ EV Sweep 9
Fortmarei/Number Nine Works

Seriennah gedacht: Sicherheitsregeln als Teil des Designs

Das Team entwickelt den Umbau so, dass er heutige japanische Sicherheitsanforderungen berücksichtigt. Dafür nutzt es nach eigenen Angaben 3D-Daten und Simulationen. Fortmarei beschreibt das Ergebnis als technologieorientierten Demonstrator, der trotzdem serienreif wirken soll. Und entscheidend für die Glaubwürdigkeit: Der Sweep 9 fährt mit japanischem Kennzeichen auf öffentlichen Straßen.

Antrieb und Daten: 305 PS bleiben gesetzt

Unter der neuen Nase arbeitet der bekannte ZZ-EV-Antrieb weiter. Ein Elektromotor schickt 227 kW (309 PS) an die Hinterräder, das Drehmoment beträgt 415 Nm. Das Leergewicht beträgt etwas unter einer Tonne. Leistungs- oder Fahrwerks-Upgrades spielen bei diesem Projekt keine Rolle – das Auto soll als stimmiges Gesamtpaket wirken, nicht als Tuning-Ansage.

Tommykaira ZZ EV Sweep 9
Fortmarei/Number Nine Works

One-off – vorerst

Aktuell bleibt der Sweep 9 ein Einzelstück, zumindest nach allem, was die Beteiligten kommunizieren. Genau das macht das Projekt gleichzeitig reizvoll und ein bisschen frustrierend: Es zeigt, wie viel ein gezieltes Update an einem leichten Elektro-Sportwagen verändern kann, ohne gleich ein komplett neues Auto zu erfinden. Und es macht Lust auf mehr, ohne ein Serienversprechen abzugeben.

Fazit