Die Geschichte des Tesla Roadster begann 2017 mit der überraschenden Enthüllung eines Prototyps. Elon Musk versprach damals ein Hypercar, das die Automobilwelt revolutionieren sollte. Mit einer Reichweite von über 1.000 Kilometern, einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 1,9 Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von über 400 km/h klangen die technischen Daten beeindruckend. Doch seitdem wurde das Projekt immer wieder verschoben. Ursprünglich für 2020 angekündigt, wurde der Produktionsstart auf 2022, dann auf 2023 und schließlich auf 2026 verschoben. Die jüngsten Markenanmeldungen könnten ein Zeichen dafür sein, dass Tesla das Projekt noch nicht aufgegeben hat.
Neue Markenanmeldungen: Fortschritt oder PR?
Im Februar 2026 reichte Tesla beim US-Patentamt zwei neue Markenanmeldungen ein: eine stilisierte Silhouette des Roadsters und einen futuristischen Schriftzug. Diese Schritte könnten darauf hindeuten, dass Tesla das Projekt vorantreibt. Doch Kritiker sehen darin eher ein PR-Manöver, um das Interesse am Roadster aufrechtzuerhalten. Die Markenanmeldungen allein garantieren keinen Produktionsstart, und die lange Verzögerungsgeschichte des Projekts nährt Zweifel an der Realisierbarkeit.
Technische Versprechen und Herausforderungen
Die technischen Versprechen des Tesla Roadster sind ambitioniert. Neben der beeindruckenden Beschleunigung und Reichweite plant Tesla ein optionales "SpaceX-Paket" mit Kaltgas-Schubdüsen, die die Performance weiter steigern sollen. Doch Experten zweifeln an der Umsetzbarkeit dieser Technologien. Die Integration von Raketentechnik in ein Straßenfahrzeug stellt enorme technische und regulatorische Herausforderungen dar. Zudem könnten die ursprünglichen Spezifikationen angesichts der Fortschritte in der Batterietechnik und der Konkurrenzmodelle veraltet sein.
Glaubwürdigkeit und Risiken für Tesla
Die wiederholten Verzögerungen und die vollmundigen Ankündigungen haben die Glaubwürdigkeit von Tesla und Elon Musk infrage gestellt. Kritiker argumentieren, dass der Roadster mehr ein Marketinginstrument als ein ernsthaftes Produkt ist. Angesichts stagnierender Verkaufszahlen und wachsender Konkurrenz stellt sich die Frage, ob Tesla die Ressourcen hat, um ein solches Prestigeprojekt zu realisieren. Ein Scheitern des Roadster-Projekts könnte das Vertrauen in die Marke weiter untergraben.
Der Markt für Hypercars: Konkurrenz und Perspektiven
Der Markt für Hypercars ist hart umkämpft. Modelle wie der Rimac Nevera und der Lotus Evija setzen neue Maßstäbe in Sachen Performance und Technologie. Der Tesla Roadster müsste sich in diesem Umfeld behaupten, was angesichts der Verzögerungen und der technischen Herausforderungen schwierig sein könnte. Dennoch könnte ein erfolgreicher Roadster Tesla helfen, seine Position als Innovator im Elektroautomarkt zu stärken.







