2023 hatte Toyota zusammen mit seiner Tochtermarke Daihatsu und dem Wettbewerber Suzuki den Prototyp eines elektrisch angetriebenen Kei-Car-Vans vorgestellt. 2026 gehen die elektrischen Vans unter allen Labeln in Japan an den Start. Bei Toyota trägt der Van den bewährten Namen Pixis mit dem Zusatz BEV. Daihatsu nennt seine Ableitungen E-Hijet Cargo für die Nutzfahrzeugversion und E-Atrai für den Personentransporter. Die Suzuki-Variante hört auf den Namen E-Every.
Fast 260 km Reichweite
Alle Modelle bauen auf der von Daihatsu entwickelten Daihatsu New Global Architecture (DNGA) Plattform auf. Den neuen Elektroantrieb haben die Partner gemeinsam entwickelt. An der Hinterachse arbeitet dabei ein 47 kW (64 PS) und 126 Nm starker Elektromotor, der zusammen mit dem Inverter und einem Reduktionsgetriebe in einem Gehäuse vereint wurde. Energie liefert eine 36,6 kWh große Lithium-Ionen-Batterie, die in den Fahrzeugboden integriert wurde. Als Reichweite nach WLTC gibt Toyota bis zu 257 Kilometer an. Am Schnelllader mit wenigstens 50 kW Leistung soll der Akku in 50 Minuten auf 80 Prozent geladen werden können. Für eine Vollladung am 6-kW-Lader veranschlagt Toyota sechs Stunden.
Der E-Transporter kann aber auch externe Geräte mit Strom versorgen. Dazu wurde in die Armaturentafel eine Steckdose integriert, an die Verbraucher mit bis zu 1,5 kW Leistungsbedarf angeschlossen werden können. Über einen Vehicle to Home (V2H)-Adapter lässt sich der Van auch mit dem häuslichen Netzwerk verbinden und so als Energiespender oder Puffer verwenden.
Der elektrische Pixis, wie auch seine Schwestermodelle, bietet mit 350 Kilogramm die gleiche Zuladung wie die Verbrennermodelle. Auch die Laderaumabmessungen bei umgelegten Rücksitzen sind mit 1,92 Meter Länge, 1,27 Meter Breite und 1,25 Meter Höhe identisch.
Formal unterscheiden sich die Elektro-Kei-Car-Vans nur durch das jeweilige Marken-Branding, minimale Designanpassungen sowie Ausstattungsdetails.
Saftige Preise
Das dicke Ende kommt erst beim Blick auf die Preisschilder. Der elektrische Toyota Pixis sowie der entsprechende Daihatsu-Van sind in Japan zu Preisen ab umgerechnet rund 17.200 Euro zu haben. Wer zum jeweiligen Verbrenner greift, muss nur umgerechnet rund 6.000 Euro mitbringen. Der Elektro-Umstieg kommt Van-Käufer also fast dreimal so teuer wie ein Verbrenner. Suzuki hat für seinen E-Van noch keine Preise genannt. Hier dürfte der Faktor aber ähnlich hoch liegen. Entsprechend zurückhaltend formulieren die Hersteller auch die angestrebten Absatzvolumina. Toyota plant mit monatlich 50 Exemplaren, Daihatsu rechnet mit 300. Von den Verbrenner-Versionen verkauft allein Daihatsu in Japan monatlich rund 12.000 bis 15.000 Exemplare.







