Für Volkswagens Nutzfahrzeugsparte lief es 2025 insgesamt eher bescheiden. Die in Hannover ansässige Konzerndivision lieferte insgesamt etwa 401.000 Fahrzeuge aus; im Jahr zuvor waren es noch 409.600. Am ID. Buzz lag der Rückgang überraschenderweise nicht. Er konnte seinen Absatz nämlich mehr als verdoppeln.
102 Prozent Wachstum für den ID. Buzz
2025 lieferte VW Nutzfahrzeuge insgesamt 60.700 ID. Buzz aus. Im Vorjahr waren es nur 29.900 Exemplare – macht ein Plus von 102 Prozent. "Der ID. Buzz wächst kontinuierlich, ist klarer Marktführer in seinem Segment in Europa und baut diese Position weiter aus", jubelt Lars Krause, Vorstand für Vertrieb, Marketing und Aftersales bei Volkswagen Nutzfahrzeuge. "Weltweit haben wir die Schwelle von 60.000 Fahrzeugen überschritten – trotz des langsamen Hochlaufs der Märkte für vollelektrische Transporter, insbesondere in den USA."
Tatsächlich konnte der ID.Buzz sein Ergebnis in Nordamerika um satte 461,5 Prozent steigern. Allerdings fand dieses Wachstum bei den absoluten Zahlen auf einem sehr niedrigen Niveau statt. Während VW Nutzfahrzeuge in Nordamerika 2024 nur 1.300 ID. Buzz absetzen konnte, waren es im vergangenen Jahr immerhin 7.300. Der Fortschritt überrascht, schließlich hatte VW den Elektro-Bulli in den USA für mehrere Wochen vom Markt zurückgezogen. Die Ursachen waren die von der Trump-Regierung erhobenen Strafzölle und ein technischer Rückruf, weil die dritte Sitzreihe nicht den technischen Vorschriften der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA entsprach.
Doch selbst das Plus beschert dem Elektro-Transporter keine sichere Zukunft auf dem US-Markt. Kurz vor Weihnachten 2025 kündigte VW Nutzfahrzeuge an, den ID. Buzz für das Modelljahr 2026 in den Vereinigten Staaten vom Markt zu nehmen. Der Hauptgrund dafür ist weiterhin die Zoll- und Umweltpolitik der USA und die damit einhergehenden schwierigen Marktbedingungen für Elektrofahrzeuge – speziell für importierte Modelle. Vorerst will VW in den USA lediglich bereits produzierte ID.-Buzz-Exemplare abverkaufen und damit "eine solide Grundlage für den Übergang zum Modelljahr 2027" schaffen.
46 Prozent greifen zur Cargo-Version
Weiteres Wachstum muss also künftig vor allem von den europäischen sowie weiteren internationalen Märkten kommen. Hier sieht sich Volkswagen mit dem ID. Buzz weiterhin gut aufgestellt und verweist explizit auf die aktuelle Stärke bei Gewerbekunden: Gut 46 Prozent des ID.-Buzz-Absatzes entfielen auf die Cargo-Version. Dieser Anteil könnte den Niedersachsen zufolge 2026 noch einmal steigen, denn in diesem Jahr wird endlich der ID. Buzz Cargo mit langem Radstand auf den Markt kommen.
Zur Wahrheit der guten ID.-Buzz-Zahlen im vergangenen Jahr gehört aber auch: Längst nicht alle Kundinnen und Kunden zahlen für den ID. Buzz die vollen Listenpreise, die für den Elektro-Bulli weiterhin auf sehr hohem Niveau liegen. Auf den einschlägigen Neuwagen-Handelsportalen im Internet wird der ID. Buzz schon seit geraumer Zeit stark rabattiert angeboten. Teilweise liegt der Nachlass bei über 30 Prozent, was die Marge pro verkauftem Auto stark beeinträchtigt. VW selbst hat den E-Van stets bei seinen eigenen E-Auto-Rabattaktionen ausgeklammert, bietet den ID. Buzz jedoch aktuell in den Sondermodellen Freestyle oder der neuen 75-Jahre-Edition mit großem Preisvorteil an.







