Mazda 2 (2020) Mazda
Mazda 2 (2020)
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Mazda 2 (2020) 15 Bilder

Mazda 2 (2020)

Was bringt das zweite Update?

Zum zweiten Mal schärft Mazda beim 2 das Kodo-Design nach, steigert Fahrkomfort sowie Assistenz und mildhybridisiert die Motoren für Euro 6d.

Dass sich jemand für die Wattiefe des Mazda 2 interessiert, hätten die Japaner wohl nicht erwartet. Der Grund bei der Präsentation in Athen schüttet es wie aus den sprichwörtlichen Eimern. Das griechische Abwassernetz ist den Wassermassen jedenfalls nicht gewachsen und lässt die braunen Fluten stellenweise knietief auf den Straßen stehen. Fahreindrücke sammeln? Erstmal Fehlanzeige.

Also lieber gleich rein in den nachgeschärften Mazda 2. Äußerlich wurde das Design beim zweiten Facelift an Front und Heck im Kodo-Stil nochmals dezent nachgeschliffen. Viel Neues gibt es auch innen auf den ersten Blick nicht zu entdecken. Neue Bezüge für Sitze und Armaturenbrett – im Falle des Testwagens dunkel-bläulich schimmernd, steigern das Wohlbefinden, genauso wie Sitz- und Lenkradheizung. Alternativ lässt sich der Innenraum auch mit braunem oder weißem Leder auskleiden. Egal, wie man ihn ausstaffiert, für einen Kleinwagen mutet der Mazda 2 recht hochwertig an. Den Fahrersitz hab die Japaner gründlich überarbeitet. Sie schmiegen sich jetzt besser dem Körper an, sodass auch nach zweistündiger Testfahrt durch den Monsun keine Rückenbeschwerden aufkommen.

In der zweiten Reihe sitzt man aufgrund der niedrigen, nach hinten absinkenden Dachlinie nicht ganz so fürstlich. Mit 280 bis 950 Litern ist der Kofferraum für einen Kleinwagen der Vier-Meter-Klasse eher unterdurchschnittlich geraten und auch die Variabilität hält sich mit der 60:40 teilbaren Rücksitzlehne wie gehabt in Grenzen.

Dreh- und Drück wie früher bei Audi

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Simpel, im positiven Sinne ist die Bedienung des Infotainments. Wie bei den größeren Mazda-Modellen akzeptiert der 2 nicht nur Befehle des Audi-ähnlichen Dreh-Drück-Stellers, sondern auch via Spracherkennung und im Stand per Touchdisplay. Längst überfällig war die Kompatibilität mit Apple Car Play sowie Android Auto. Eine induktive Ladeschale für sein Smartphone sucht man dagegen nach wie vor vergeblich.

Alle relevanten Infos hat der Fahrer dank klassischer Analoganzeigen und dem ausklappbarem Head-up-Display stets im Blick. In der Dunkelheit leuchtet der Kleinwagen nun mit 20 statt wie bis her elf Matrix-LEDs pro Scheinwerfer flexibel auch kurvige Straßen und Autobahnen aus. Neue Fahrassistenten unterstützten zudem aktiv beim Spur- sowie Abstandhalten und leiten Notbremsungen ein, falls der Fahrer einen Fußgänger bei dem Mistwetter übersieht.

Kraftloser Mild-Hybrid-Sauger

Die Auswahl bei den Motoren schrumpft auf zwei Benziner mit 75 und 90 PS. Letzter hatte 2019 bei etwas über 9.900 verkauften Exemplaren in Deutschland einen Anteil von 83 Prozent – Tendenz steigend. Kein Wunder also, dass der kaum nachgefragte 115-PS-Motor entfällt, genauso wie der bereits 2018 eingestellte Diesel.

Der weiterhin turbolose 1,5-Liter-Vierzylinder leistet im Testwagen jetzt maximal 90 PS und 148 Nm Drehmoment. Ihm zur Seite steht nun ein Riemenstarter-Generator samt 24-Volt-Bordnetz, der zusammen mit dem i-ELOOP-System zur Energierückgewinnung vor allem das Fahren in der Stadt komfortabler macht. Im Stop-and-Go der griechischen Metropole schaltet der Vierzylinder beim Heranrollen an Ampeln zuverlässig ab, um in der nächsten Grünphase geschmeidig wieder anzuspringen. Das soll den Verbrauch auf 5,3 Liter pro 100 Kilometer und die CO2-Emmissionen auf 120 g/km nach WLTP drücken – kein überragend guter Wert. Dafür erfüllen die Triebwerke bereits die Abgasnorm Euro 6d.

Zwar schleppt der kleinste Mazda nur 1.100 Kilogramm mit sich herum, allerdings bremst ihn das Sechsganggetriebe beim Beschleunigen aus. Das lässt sich Mazda-typisch knackig schalten, ist jedoch sehr lang übersetzt. Selbst bei cruisiger Gangart fordert die Schaltanzeige ständig zur Schaltkorrektur auf. Sobald der Japaner längsdynamisch gefordert wird, braucht der Sauger hohe Drehzahlen, damit’s bei Bedarf in unter zehn Sekunden auf 100 km/h geht. Komfortabler, aber den Werten nach noch träger scheint die Automatik-Variante für 1.800 Euro extra zu sein. Sie muss zudem auf den Startergenerator verzichten.

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Im Schatten der Akropolis reicht die Leistung des Mazda 2, um einiger Maßen flott im dichten Stadtverkehr und später auf der Landstraße mitzuschwimmen. Apropos, da der Regengott kein Erbarmen zeigt, rutscht der Mazda auf dem schmierigen Asphalt durch die Kurven, die sich entlang der griechischen Mittelmehrküste schlängeln. Ob die neuen Toyo-Reifen mehr Grip aufbauen, als die Energiesparreifen des Vorgängers, lässt sich hier und heute also nicht überprüfen. Gleiches gilt für den Bremsweg – die größte Schwachstelle des alten Modells.

Spürbar nachgebessert haben die Ingenieure das Fahrwerk. Nur wirklich fiese Schlaglöcher dringen auch zu den Insassen durch. Die Karosserie gerät nicht mehr so schnell ins Wanken und auch die Lenkung vermittelt etwas mehr Gefühl.

Konstantes Preisniveau

Geschraubt hat Mazda auch ein wenig am Preis. Bei 14.190 Euro geht’s los mit der 75 PS starken Prime-line samt LED-Scheinwerfern, elektrischen Fensterhebern sowie elektrisch einstellbaren Außenspiegeln.

Der gut ausgestattete Sportline-Testwagen (ab 19.690 Euro) sprengt mit Extras wie Navi (750 Euro) und Matrix-LED (im Paket für 1000 Euro) die 20.000 Euro-Marke. Besonders interessant für Schnellentschlossene: Zeitlich begrenz bietet Mazda bis zu acht Jahre Garantie.

Fazit

Der geliftete Mazda 2 verzichtet mit Ausnahme der Matrix-LED-Scheinwerfer auf optische Highlights. Dafür sind Infotainment und Fahrassistenz jetzt wieder up-to-date. Der Vierzylinder läuft dank 24-Volt-Technik zwar geschmeidiger, wirkt gegen die versammelte Turbo-Konkurrenz aber nach wie vor recht schwächlich.

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