24h Nürburgring: Wegen Verstappen-Ansturm - Veranstalter muss Absagen erteilen!

Nürburgring-Ansturm wegen Max Verstappen
24h-Veranstalter muss Absagen erteilen

ArtikeldatumVeröffentlicht am 08.04.2026
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Die ganz verrückten Zeiten am Nürburgring sind längst vorbei. Nur die älteren Nordschleifen-Fans werden sich noch an das Jahr 2007 erinnern, als mit 227 Fahrzeugen ein neuer Teilnehmer-Rekord aufgestellt wurde. Diese Bestmarke wird wohl niemals mehr übertroffen werden. Um die Sicherheit im bunten Feld zu erhöhen, wurde schon seit ein paar Jahren ein Limit von 150 Autos eingeführt.

Aber auch diese Marke wurde in den letzten Jahren nicht erreicht, was vor allem an den inflationär gestiegenen Kosten im Motorsport lag. Nach der Corona-Ausgabe im Jahr 2020, als die Teilnehmerzahl in den zweistelligen Bereich absackte, pendelten sich die Nennungen in den letzten Jahren bei rund 130 Autos ein. Jeder, der den Ansprüchen des Veranstalters in Sachen Professionalität und Sicherheit genügte, bekam somit auch einen Platz.

Das ist dieses Jahr bei der 54. Ausgabe des Traditionsrennens nicht der Fall. Max Verstappen sorgt für ein deutlich erhöhtes Interesse an der größten Motorsport-Veranstaltung in Deutschland. Wie der ADAC Nordrhein als Ausrichter mitteilte, ist jetzt schon klar, dass die 150 Startplätze komplett ausgereizt werden. Der Hype um den vierfachen Weltmeister sorgte für einen wahren Ansturm von interessierten Teams.

Max Verstappen - Mercedes - Nürburgring-Nordschleife - NLS2 - 2026
NLS

Volles Starterfeld beim 24h-Rennen

Nun steht der Veranstalter vor der undankbaren Aufgabe, einigen Rennställen abzusagen. "Um den Teams ein gerechtes Verfahren zu bieten, sieht die Ausschreibung vor, dass nach dem Ende der Nennfrist eine Prüfung und Auswahl erfolgt", heißt es in einem offiziellen Statement des ADAC Nordrhein. Die Regularien zum Thema Starterliste finden sich wie alle anderen Spielregeln in der Ausschreibung als zentralem Dokument des Events.

Kriterien für das Verfahren sind unter anderem die Ausgewogenheit der Klassen und die technische und sportliche Qualität der Teams und Fahrzeuge. Das heißt: Schnelle und teure Autos werden bei der Auswahl nicht unbedingt bevorzugt. "Schließlich lebt das Rennen auch von der Vielfalt vom kleinen Produktionswagen bis zum bulligen GT3", heißt es in der Mitteilung.

Zieht ein vom Veranstalter angenommenes Team seine Nennung zurück, ist ein Nachrückverfahren vorgesehen, bei dem frei werdende Plätze durch zuvor nicht berücksichtigte Teams nachbesetzt werden. Nennschluss ist der 22. April. Danach muss ausgesiebt werden.

Max Verstappen - Mercedes - Nürburgring-Nordschleife - NLS2 - 2026
NLS

Werksteams mit voller Kapelle

Schon jetzt ist klar, dass das Starterfeld nicht nur in der Breite, sondern auch in der Spitze wächst. Mit Audi, Aston Martin, BMW, Ford, Ferrari, Lamborghini, Mercedes-AMG und Porsche schicken acht prominente Marken ihre GT3-Fahrzeuge in der Top-Klasse SP-9 ins Rennen.

Im Vorjahr standen noch insgesamt 27 GT3-Fahrzeuge am Start. Weil die großen 24h-Klassiker am Nürburgring, in Le Mans und in Spa-Francorchamps jedoch an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden stattfanden, schickten einige Hersteller nicht ihre komplette Werks-Prominenz in die Eifel.

Das sollte dieses Jahr anders sein. Die großen 24h-Rennen sind nun deutlich besser verteilt, so dass keine großen Überschneidungen entstehen und die Belastung für die Piloten im Rahmen bleibt. Der Veranstalter rechnet mit deutlich mehr Autos und auch mehr Stars in der Top-Klasse.

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