Newey-Team verhaut die Präsentation: Aston Martin startet schlecht in die neue Ära

Aston Martin startet schlecht
Newey-Team verhaut die Präsentation

ArtikeldatumVeröffentlicht am 10.02.2026
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Nun ist sie vollständig. Die Rede ist von Formel-1-Klasse 2026. Alle Rennställe haben offiziell ihre Designs für die neue Ära der Königsklasse präsentiert. Nachdem das Weltmeister-Team McLaren am Montagnachmittag (9.2.) in Bahrain den MCL40 präsentiert hatte, zog im Nachbarland Aston Martin nach. Hauptsponsor Aramco sorgte für die Präsentation im politisch umstrittenen Saudi-Arabien.

Bezogen auf das Auto gab es für die F1-Fans allerdings wenig zu sehen. Aston Martin zeigte lediglich die Lackierung für die kommende Saison. Und diese ist fast identisch mit dem Vorjahres-Look. Der Renner ist weiterhin im British Racing Green lackiert. Schwarze setzen weitere Akzente des klassischen Designs. Am auffälligsten sind der Honda-Schriftzug auf der Motorhaube, sowie das Honda-Logo auf der Nase des neuen Aston Martin.

Technische Lösungen blieben verborgen. Die Präsentation fand lediglich mit einem Showcar statt, der echte AMR26 ist bereits in Bahrain. Dort beginnen am Mittwoch (11.2.) die Testfahrten. Während der Show ging es vor allem um die Ansprüche des Teams, das 2026 endlich an die Spitze der Formel 1 will. Der neue Wagen ist der erste aus der Feder von Design-Genie Adrian Newey, der seit dem Vorjahr in Silverstone die technische Richtung vorgibt.

Show beginnt mit Verspätung

Ob dem nach Perfektion strebenden Newey eine so verpatzte Show passiert wäre? Wohl kaum. Den Start um 20 Uhr mitteleuropäischer Zeit konnte Aston Martin nicht einhalten. Die auf TikTok und Youtube bereitgestellten Livestreams begannen erst mit 18 Minuten Verspätung. Nach 10 Minuten Sendezeit gaben die Streams dann kurzfristig den Geist auf. Und das während der Interviews mit den Fahrern Fernando Alonso und Lance Stroll.

Statt um 20.20 Uhr fiel die Hülle des neuen Designs erst um 20.40 Uhr. Kein gelungener Start für Aston Martin. Aber damit kennt man sich in Silverstone bereits aus. Zur Shakedown-Woche Ende Januar reiste das Team verspätet an und konnte nur wenige Runden an den beiden letzten Tagen drehen. Probleme bei der Entwicklung warfen den Rennstall zurück.

Aston Martin - AMR26 - Lackierung - Formel 1 - 2026
Aston Martin

Aston mit aggressivem Look

Allerdings machte der neue Wagen sofort Lust auf mehr. Der AMR26 unterscheidet sich deutlich von vielen seiner Klassenkameraden. Einige Experten meinen, dass es das einzige Auto im Feld ist, bei dem ein anderer und aggressiver Look zu erkennen ist. "Mit dem AMR26 haben wir einen ganzheitlichen Ansatz gewählt. Es geht nicht um eine Komponente, die heraussticht, sondern darum, dass das ganze Paket gut funktioniert", gab Adrian Newey seine Idee preis.

Einer freut sich schon besonders: "Jeder in diesem Team teilt diesen Hunger, um erfolgreich zu sein, und ich kann es kaum erwarten, mit Aston Martin noch stärker zu werden", sagte ein motivierter Fernando Alonso. Der Spanier jagt immer noch seinen dritten Titel. Letztmals krönte er sich 2006 mit Renault. Viele Chancen wird er nicht mehr bekommen. Dafür muss bei Aston Martin die Performance aber besser werden – und damit sind nicht nur die Livestreams gemeint.

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