An den ersten beiden Rennwochenenden erlebte Audi eine kleine Achterbahn. Der gute Speed der Autos blitzte regelmäßig durch. Doch dann bremsten Probleme mit der Software oder Defekte an der Hardware die Piloten immer wieder aus. Bis auf ein kleines Getriebe-Problem im zweiten Training bei Gabriel Bortoleto lief das Suzuka-Wochenende dann aber überraschend reibungslos. Und auch die Pace konnte sich sehen lassen.
Sowohl im zweiten als auch im dritten Training ließ Nico Hülkenberg mit der siebtbesten Zeit aufhorchen. Entsprechend groß waren die Ziele für die Qualifying-Session am Samstagnachmittag (28.3.). Der Rheinländer wollte das erste Mal in dieser Saison am Q3-Finale teilnehmen. Bisher war er mit elften Startplätzen stets knapp an der Hürde gescheitert.
Am Ende reichte es dann aber auch in Suzuka nicht. Mit Position 13 lieferte der Routinier sogar das schwächste Quali-Ergebnis der ganzen Saison ab. "Ich habe einfach kein sauberes Q2 hingelegt. Das war ein bisschen Käse meinerseits", gab der 38-Jährige gewohnt ehrlich zu. Am Ende fehlten knapp drei Zehntel zum rettenden Ufer.

Für Nico Hülkenberg war die Qualifikation schon nach dem Q2 beendet. Von P13 liegen Punkte aber immer noch in Reichweite.
Voller Fokus auf den Rennstart
"Ich hatte hier und da ein paar kleine Zwacker. Im Q2 sind alle recht eng zusammengerückt. Und dann macht so etwas den Unterschied", ärgerte sich Hülkenberg. "Das Gefühl ist aber generell aber positiv. Wir sind konkurrenzfähig. Man muss es dann aber auch umsetzen und auf den Asphalt bringen."
Mit Gabriel Bortoleto schaffte es immerhin der zweite Audi in die Top Ten. Der Brasilianer war im entscheidenden Moment fast vier Zehntel schneller als sein Teamkollege. Von Teamchef Mattia Binotto gab es ein Sonderlob: "Ich bin sehr happy, dass Gabi ins Q3 gekommen ist, gleichzeitig aber auch enttäuscht, dass es bei Nico nicht geklappt hat. Er hatte das Potenzial, aber seine Runde war leider nicht perfekt."
Im Rennen peilt Audi das zweite Punkte-Ergebnis nach Melbourne an. Allerdings müssen dazu endlich mal die Starts funktionieren. Das war bisher die Achillesferse bei Audi: "Unsere ganze Konzentration liegt jetzt auf dem Start", betont Binotto. "Das Überholen ist hier in Suzuka besonders schwierig. Der Schlüssel liegt also darin, sauber durchzukommen. Jedes Rennen ist für uns eine neue Erfahrung und eine Gelegenheit zum Lernen. Mal sehen, was wir erreichen können."












