Valtteri Bottas - Alfa Romeo - Formel 1 - Test - Bahrain - 11. März 2022 Jerry André
Nicholas Latifi - Williams - Formel 1 - Test - Bahrain - 11. März 2022
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Nicholas Latifi - Williams - Formel 1 - Test - Bahrain - 11. März 2022 96 Bilder

F1-Regeln 2022: Mindestgewicht steigt auf 798 kg

Alfa Romeo wird ausgebremst Mindestgewicht steigt weiter

Das Mindestgewicht steigt um drei Kilogramm. Trotzdem betreiben vor allem die Top-Teams weiter Politik, das Limit noch weiter anzuheben. Das wäre für Alfa Romeo ein echter Schlag ins Gesicht.

So schwer waren Formel-1-Autos noch nie. Im Augenblick stehen 795 Kilogramm im Reglement. 43 Kilogramm mehr als im letzten Jahr. Bis zum Saisonbeginn werden noch drei Kilogramm dazukommen. Neun von zehn Teams haben sich für diese Anhebung ausgesprochen. Nur Alfa Romeo war dagegen. Aus gutem Grund. Der C42 ist das einzige Auto im Feld, das unter dem Gewichtslimit liegt und mit Ballast aufgefüllt werden kann.

Alle anderen liegen zwischen fünf und 20 Kilogramm über dem neuen Grenzwert. Ausgerechnet die Autos der Top-Teams haben offenbar den meisten Speck angesetzt. Deshalb gab es schon früh Versuche, die FIA dazu bewegen das Gewicht anzuheben.

Der Weltverband nimmt generell die Position ein, dass man die Teams nicht in ein teures Wettrüsten hetzen will, ihre Autos abzumagern. Das gilt aber nur für den Fall, dass alle in einem ähnlichen Fenster über dem Mindestgewicht liegen.

Valtteri Bottas - Alfa Romeo - Formel 1 - Test - Bahrain - 11. März 2022
xpb
Der Alfa Romeo schafft als einziger das alte Mindestgewicht der Formel 1.

Ein Ausreißer nach unten

Sollte es wie im aktuellen Fall mit Alfa Romeo einen Ausreißer nach unten geben, liegt der Fall schon komplizierter. Die FIA will Teams nicht bestrafen, die mit dem Gewicht einen besseren Job gemacht haben. Deshalb gestatten die Regelhüter den Teams auch nur drei Kilogramm extra.

Sauber-Teamchef Frédéric Vasseur kann damit noch leben: "Die Gründe für diese Erhöhung sind nachvollziehbar. Alle mussten ihre Böden wegen des Bouncings verstärken, und außerdem sind die Räder um ein Kilogramm schwerer als die Prototypen."

Für weitere Zugeständnisse hätte der Franzose aber kein Verständnis. "Das wäre uns gegenüber unfair." Vor allem Red Bull plädiert dafür, das Mindestgewicht noch deutlicher anzuheben. Mercedes-Teamchef Toto Wolff meinte zu dem Thema: "Uns wären fünf Kilogramm lieber gewesen als drei, aber wir können mit dem Kompromiss leben."

Vasseur steht auf dem Standpunkt: "Wir haben unser Geld in eine clevere Lösung im Heck investiert um Gewicht zu sparen. Andere haben es vielleicht in ihre Aerodynamik gesteckt. Es wäre schade, wenn wir für unseren Weg bestraft würden."

Alfa Romeo C42 - Filmtag - Barcelona 2022
Alfa Romeo
Eine weitere Anhebung des Mindestgewichts wäre nicht fair Alfa Romeo gegenüber.

Sauber-Trick mit kurzem Auto

Der Fahrerlagerfunk meldet, dass Sauber mit dem C42 ein kürzeres Auto gebaut hat als der Rest und auf diesem Weg Gewicht spart. Das würde auch erklären, warum Hinwil dieses Jahr wieder Getriebegehäuse und Hinterradaufhängung selbst baut. Mit der Architektur, die Ferrari liefert, wäre das nicht möglich gewesen. Technikchef Jan Monchaux widerspricht: "Ich glaube nicht, dass unser Auto kürzer ist als die anderen. Das Getriebe und die Hinterachse bauen wir wieder selbst, weil es uns billiger kommt als sie bei Ferrari einzukaufen."

Sauber-Chef Vasseur kann das Argument der großen Teams nicht nachvollziehen, dass er damit ein teures Wettrüsten ausgelöst hat. "Das Schöne an der Budgetdeckelung ist, dass jeder frei entscheiden kann, wie er sein Geld ausgibt. Das Kostenlimit verhindert genau dieses Wettrüsten. Das ist für alle gleich."

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