Mick Schumacher - Haas - GP Aserbaidschan - Baku - Qualifikation - 11.6.2022 Motorsport Images
Ferrari - Red Bull - GP Aserbaidschan - Baku - Qualifikation - 11.6.2022
Lando Norris - McLaren - GP Aserbaidschan - Baku - Qualifikation - 11.6.2022
Valtteri Bottas - Alfa Romeo - GP Aserbaidschan - Baku - Qualifikation - 11.6.2022
Carlos Sainz - Ferrari - GP Aserbaidschan - Baku - Qualifikation - 11.6.2022 31 Bilder

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Haas-Pleite: Doppel-Aus Q1 in Baku-Qualifikation

Schumacher genervt nach letztem Platz Haas-Pleite in Baku-Qualifikation

GP Aserbaidschan 2022

Es will nicht laufen für Haas. Der US-Rennstall scheiterte in Baku mit beiden Autos im ersten Quali-Durchgang. Mick Schumacher hat das Pech an den Rennschuhen kleben. Ein verunsicherter Pilot startet vom letzten Startplatz.

Haas droht die vierte Nullnummer in Folge. Eigentlich hat der US-Rennstall ein schnelles Auto, doch Team und Fahrer stehen sich oft selbst im Weg. Zuletzt in Monaco streikte am Auto von Kevin Magnussen die Elektromaschine MGU-K. Klar, ein Bauteil, das von Ferrari als Motorenparner geliefert wird. Mick Schumacher feuerte seinen Dienstwagen in die Leitplanken. Das Unfallbudget ist schon jetzt eigentlich ausgereizt.

In Baku fehlt es etwas an Speed. Trotzdem wäre zumindest Magnussen in der Lage gewesen, ins Q2 aufzusteigen. Doch der Däne scheiterte wie Schumacher an der ersten Hürde. Die Startplätze 16 und 20 sind eine herbe Enttäuschung. "Wir hätten uns mit Kevin vor den Alfa Romeo platzieren können", sagte ein überzeugter Teamchef. Das wäre zumindest Rang 14 gewesen. Guenther Steiner schätzte auch realistisch ein. "Fürs Q3 hätten wir den Speed nicht gehabt. Unser Auto hat zu viel Luftwiderstand."

Lando Norris - McLaren - GP Aserbaidschan - Baku - Qualifikation - 11.6.2022
xpb
Problem Boxengasse: Das Feld wartet vor der roten Ampel, die Haas müssen sich einsortieren.

Haas-Problem in der Box

Man muss sich nur den Heckflügel des VF-22 anschauen. Der ist im Verhältnis zu den Konkurrenzprodukten deutlich größer. Das kostet speziell im letzten Abschnitt, wo die Fahrer für fast 25 Sekunden voll auf dem Gas stehen. Eine Variante für weniger Abtrieb hat das Team offensichtlich gar nicht in petto. Die Haas können von den Ingenieuren auch nicht so tief eingestellt werden, wie man es gerne hätte. Da stehen die vielen Bodenwellen im Weg, die am Auto von Mick Schumacher im ersten Training eine Schlauchschelle lose geschüttelt hatten, was dazu führte, dass Kühlflüssigkeit in großen Mengen austrat.

Beinahe wäre das gleiche Unglück, das Schumacher in der vierten Runde zum Parken im Notausgang zwang, auch bei Magnussen passiert. Es veranlasste die Haas-Mechaniker, die Bodenfreiheit zu erhöhen. Das bringt direkt mehr Anpressdruck. Steiner berichtete: "Wir konnten am Samstag wieder etwas tiefer gehen. Wir haben Performance gefunden, aber es wäre nicht genug gewesen, um bis in die Top 10 zu kommen."

In der Qualifikation bremsten die Abläufe und das Timing. Haas hat das Problem, dass man als WM-Zehnter der Vorsaison die letzte Garage hat. Dieser Umstand wird dann unangenehm, wenn sich in der Fast Lane der Boxenstraße eine Schlange hinter der roten Ampel bildet. So wie in Baku, weil die Piloten möglichst früh dran sein wollten, um ihre Reifen in der Outlap sauber vorzubereiten. Vor allem in den kühleren Abendstunden ist es problematisch, Vorder- und Hinterreifen gleichzeitig ins Arbeitsfenster zu bringen.

Schumacher braucht Erfolgserlebnis

Das führte dazu, dass bereits drei Minuten vor Beginn des Q1 die ersten Fahrer aus den Garagen fuhren. Das gleiche passierte nach der Unterbrechung nach Unfall von Lance Stroll. Diesmal, weil die Zeit drängte. Die Haas-Fahrer schauten auf eine Wand an Autos, als sie ihre Rennwagen aus den Garagen lenkten. Beim ersten Mal fädelten sich Schumacher und Magnussen ein, was eine Untersuchung provozierte. Die Sportkommissare sprachen Haas frei. Beide Fahrer sortierten sich sicher ein. Es war aufgrund der Umstände gar nicht anders möglich gewesen. Wie hätte das Team auch bestimmen sollen, wann und wo man sich richtig in der Fast Lane einsortiert?

Beim zweiten Mal oktroyierte es die Rennleitung auf. Als die Ampel 2:30 Minuten vor Ablauf der Uhr in Q1 wieder auf grün sprang, standen die Haas abermals verloren ausgangs ihrer Garagen. "Die Rennleitung hat uns befohlen, uns hinter den McLaren einzuordnen." Und das war weit hinten im Feld. So schlugen sich Magnussen und Schumacher mit Ricciardo und Norris herum. So konnte keiner auf der Outlap die Reifen anständig vorbereiten.

Für Schumacher ist das Abschneiden besonders bitter. Er braucht dringend ein Erfolgserlebnis nach drei Unfällen (Jeddah, Miami, Monaco) in dieser Saison. "Das Ergebnis der Qualifikation spricht für sich", murrte der Deutsche. "Ich bin genervt, weil das Auto besser ist als der letzte Platz. Wir wussten, dass es eng wird, ins Q2 zu kommen. Die Pace war aber ein bisschen besser. Generell habe ich mich in der Qualifikation wohler im Auto gefühlt als in den Trainings. Ich hätte weiter oben stehen können."

Haas - GP Aserbaidschan 2022 - Baku
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Haas könnte zum vierten Mal in Folge leer ausgehen.

Hoffnung auf Baku-Chaos

Der negative Lauf nagt am 23-Jährigen. Schumacher wirkt verunsichert. Wie sollte es auch anders sein? Er braucht jeden Kilometer, um wieder Vertrauen in sich und das Auto zu bekommen. Stattdessen schaute er im ersten Training 53 von 60 Minuten zu. Pures Gift auf einem Stadtkurs, wo man zentimetergenau an die Mauern heranfahren muss. In Baku aus hohen Geschwindigkeiten obendrauf. In Kanada wartet in einer Woche eine ähnliche Herausforderung: hohe Speeds, nahstehende Mauern.

Schumacher ärgerte sich, auf dem ersten Reifensatz von Q1 nur eine fliegende Runde beendet zu haben. "Wir haben uns entschieden, einen zweiten Softsatz zu holen. Das war im Nachhinein wahrscheinlich ein Fehler. Dadurch habe ich eine gute Runde weggeworfen." Das passt zur Gesamtsituation, um den jungen Deutschen, der verkrampft nach den ersten Punkten in der Formel 1 strebt.

Der Formel-2-Meister von 2020 fährt mit diesem Laster auf den Schultern. Irgendwann muss es doch mal klappen. "Baku ist chaotisch. Da kann man auch vom letzten Platz noch in die Punkte fahren. Mein Papa hat das in seiner Karriere schon oft vorgemacht. Und ich sehe die Top 10 gar nicht so weit weg. In Baku sehen laut Statistik sechs Autos die Zielflagge nicht. Fehlen nur noch vier, um zu punkten." Teamchef Steiner übt sich in Galgenhumor. "Ja, hier kann immer was passieren. Aber wenn es im Rennen eine rote Flagge gibt, waren wir wahrscheinlich eine Runde zuvor beim Boxenstopp."

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