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Haas-Frust in Monza: Schumis Punktechance versaut

Haas-Frust auf Rennleitung Schumis Punktechance „versaut“

GP Italien 2022

Bei Haas geht man optimistisch in die letzten sechs Saisonrennen. Die erwartete Pleite beim GP Italien ist abgehakt. Obwohl die Strecke dem Auto nicht schmeckte, hatte Mick Schumacher am Ende die Chance auf Punkte. Doch die Rennleitung spielte nicht so mit, wie es Teamchef Guenther Steiner wollte.

In der ersten Saisonhälfte konnte Haas auch ohne Weiterentwicklung lange erfolgreich um Punkte kämpfen. Doch in den letzten Rennen lief beim US-Rennstall nicht mehr viel zusammen. Seit Spielberg wartet man vergeblich auf eine Aufstockung des Punktekontos. Obwohl zwischendurch das große Upgrade-Paket ans Auto kam, gingen Mick Schumacher und Kevin Magnussen fünf Mal in Folge leer aus.

Die Punktediät nach der Sommerpause hat mehrere Gründe. Schumacher bekam in Belgien und Monza neue Motoren eingebaut. Auf den Highspeed-Strecken hatten sich die Ingenieure wegen des hohen Luftwiderstands des Autos sowieso nicht viel ausgerechnet. In Zandvoort erkämpfte sich der Deutsche im Qualifying zwar den achten Startplatz. Doch ein verpatzter Boxenstopp zerstörte früh im Rennen alle Punkteträume.

Mick Schumacher - GP Italien 2022
Haas
In den Freien Trainings von Monza kam Mick Schumacher nicht viel zum Fahren.

Starkes Rennen nach Kilometerdiät

Auch die Zuverlässigkeit steht dem Team immer wieder im Weg. Im ersten Monza-Training lief noch alles glatt, als Schumacher seinen Dienstwagen an Aushilfsfahrer Antonio Giovinazzi abtreten musste. Kaum saß er in der zweiten Übungseinheit selbst im Cockpit, streikte plötzlich die Standard-Elektronik (ECU). Im dritten Training sorgte ein Kupplungsproblem für weitere Standzeit. Teamchef Guenther Steiner konnte sich nur bei seinem Schützling für die Pannen entschuldigen.

Ohne große Fahrpraxis, mit einem Auto, dem die Strecke nicht passt, und von einem Startplatz in der vorletzten Reihe gab es auch am Rennsonntag kaum Hoffnung. Doch dann kämpfte sich Schumacher immer weiter nach vorne, obwohl Überholen mit dem miserablen Top-Speed seines Autos keine einfache Übung war. Als das Safety-Car kurz vor dem Ende auf die Bahn kam, lag der Haas mit der Startnummer 47 bereits auf Rang 12.

Am Kommandostand blickte man dem Restart mit freudiger Erwartung entgegen. Schumacher hatte weiche Reifen auf seinem Auto, Esteban Ocon und Guanyu Zhou direkt vor ihm waren auf 14 Runden älteren Gummis der harten Mischung unterwegs. Das bessere Aufwärmverhalten und der höhere Grip hätten dem Deutschen in die Karten gespielt. Doch zum Ärger im Haas-Camp wurde das Rennen nicht noch einmal angepfiffen.

Mick Schumacher - GP Italien 2022
xpb
In Monza zeigte Mick Schumacher am Rennsonntag eine kämpferisch starke Leistung.

Harte Worte gegen die Rennleitung

Steiner gratulierte seinem Piloten in der Auslaufrunde zu einem guten Rennen. Auf Deutsch funkte der Südtiroler dem Wahlschweizer ins Cockpit: "Leider hat die Rennleitung wieder einmal nicht mitgespielt. Tut mir leid. Das haben sie wieder einmal versaut." Die Antwort des Piloten fiel kurz und knapp aus: "Scheiße, aber wir haben jetzt ein paar gute Rennen vor uns." (>> hier im Video)

Auch im Fall von Kevin Magnussen war Steiner sauer auf die Schiedsrichter: "Die Offiziellen haben uns übel mitgespielt. Kevin wurde am Start rausgeschoben, wobei sein Diffusor beschädigt wurde. Er hat dafür noch eine Strafe bekommen, weil er nicht auf der Rennlinie geblieben ist. Aber wenn die Reifen in der Luft sind, ist es schwer die Rennlinie zu halten. Ich glaube deshalb nicht, dass die Strafe angemessen ist."

Steiner betonte, dass er mit der Leistung von Schumacher in Monza sehr zufrieden war – vor allem auch in Anbetracht der widrigen Umstände. Will der Youngster sein Cockpit für die kommende Saison behalten, muss aber wohl noch etwas mehr kommen. Die Liste der möglichen Kandidaten ist lang. Die Teamleitung kündigte an, sich noch etwas Zeit mit der Entscheidung zu lassen, aber so langsam gehen Schumacher die Rennen aus.

Kevin Magnussen - Haas - GP Singapur 2018
xpb
Keiner ist in Singapur eine schnellere Rennrunde gefahren als Kevin Magnussen.

Singapur-Experte Magnussen

Wie vom Piloten bereits angedeutet, sollten die nächsten Strecken immerhin wieder besser ins Beuteschema des VF-22 passen. Singapur wartet mit vielen langsamen Kurven und kurzen Geraden – hier kann der Haas mit seinem relativ hohen Abtrieb glänzen. Den siebten Platz im Konstrukteurspokal vor Alpha Tauri, Aston Martin und Williams will Haas unbedingt verteidigen.

Es gibt aber auch Faktoren, die gegen ein Erfolgserlebnis in Singapur sprechen. Schumacher kennt den anspruchsvollen Stadtkurs, bei dem traditionell unter Flutlicht gefahren wird, bisher nur aus dem Simulator. Der Deutsche sollte im Freien Training vielleicht ab und zu Mal auf die Daten der Nachbargarage schauen. Kevin Magnussen gilt als echter Singapur-Experte. Der Däne hält hier sogar den offiziellen Rundenrekord, aufgestellt in der Saison 2018 im Haas.

Auf Upgrades darf Schumacher nicht mehr hoffen. Die Ingenieure haben die Weiterentwicklung des Autos mittlerweile eingestellt. Fortschritte sind nur noch durch ein besseres Verständnis des großen Upgrade-Pakets drin. Die Mittelfeld-Konkurrenz hat dagegen für die kommenden Übersee-Rennen noch einmal neue Teile angekündigt. Man kann nur hoffen, dass die Technik den Haas-Piloten nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht. Singapur gilt wegen der großen Hitze und den vielen Bodenwellen als besonders materialmordend.

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