Das erste Saisonziel hat Audi erreicht. Der neue R26 ist konkurrenzfähig und geigt munter im Mittelfeld herum. Das konnte man vom neuformierten Werksteam nicht unbedingt erwarten. Der achte Platz von Gabriel Bortoleto hat Appetit auf mehr gemacht. Gerne würde man direkt schon in Shanghai das Punktekonto weiter aufstocken.
Nico Hülkenberg konnte wegen eines Telemetrie-Problems beim Saisonstart nicht mitmischen. Entsprechend groß war die Vorfreude, als am Samstag das Sprintrennen von Shanghai anstand: "Das war für mich ein erster Vorgeschmack. Ich habe viele neue Eindrücke gesammelt. Es gab viel zu lernen, auch was die ganzen Prozesse angeht. Es hat sich doch etwas anders angefühlt als früher."
Punkte lagen nach eine schwachen Start aber nie in Reichweite: "Ich bin eigentlich gut von der Linie weggekommen. Aber dann hatte ich in der zweiten Phase irgendwie keinen Boost. Dadurch habe ich viele Plätze verloren." Nach zwölf von 20 Runden war der Spaß dann schon wieder beendet. Hülkenberg rollte am Ende der Zielgeraden aus. "Das Team hat mir gesagt, dass ich anhalten soll", zuckte der Pilot mit den Schultern. Der erste Verdacht: Die Hydraulik zwang den Rennwagen zum ungeplanten Stopp.

In Melbourne und den beiden Shanghai-Quali-Sessions war jeweils auf P11 im Q2 Schluss für Nico Hülkenberg.
Wieder knapp an Q3-Hürde gescheitert
Die Mechaniker konnten das Problem zum Glück in der Pause beheben. Im Qualifying konnte der Rheinländer wieder mitmischen. Am Ende sprang wie in Melbourne und in der Sprint-Quali P11 heraus. Zu Isack Hadjar auf dem letzten Q3-Platz fehlten gerade einmal zwei Tausendstel. "Das war ein knappes Höschen", nahm Hülkenberg das Pech locker. "Ich bin jetzt zum dritten Mal in Folge Elfter. Aller guten Dinge sind drei. Hoffen wir mal, dass wir morgen etwas Schönes mit nach Hause nehmen können."
Teamkollege Bortoleto hat von Startplatz 16 einen etwas weiteren Weg in Richtung Punkteplätze. Der Brasilianer rutschte bei seinem letzten Q2-Versuch in der Zielkurve ins Kies. "Ich wollte am Ende noch ein bisschen mehr rausquetschen und habe es am Eingang der Kurve etwas übertrieben. Leider konnte ich das ausbrechende Heck nicht mehr rechtzeitig einfangen. Die Runde war gut, hätte aber auch nicht zum Weiterkommen gereicht."
Wenn es am Sonntag wieder mit Punkten klappen soll, dann brauchen beide Audi-Piloten ein sauberes Rennen. Neben den Technik-Gremlins, die immer noch im R26 stecken, machen vor allem die Starts Sorgen. Die Konkurrenz kommt regelmäßig besser von der Linie weg. Schon die ersten Sprint-Runden haben gezeigt, dass es schwer ist, sich aus dem hinteren Mittelfeld nach vorne zu arbeiten.












