Bislang lernt Mick Schumacher die IndyCar-Szene auf die harte Tour kennen. Der 27-Jährige belegt nach vier Rennen den letzten Tabellenrang und musste etliche undankbare Lektionen lernen. Egal, ob Verkehr, Strategie oder Zweikampfverhalten: Schumacher hat alle Fallstricke erlebt.
Als ob das nicht schon herausfordernd genug wäre, kämpft der RLL-Pilot jüngst auch mit einer Verletzung. Unter anderem zeigten Bilder aus dem Barber Motorsports Park (Alabama), wo die Serie zuletzt angetreten war, wie Mick ein Kühlpaket auf seine linke Hand schiebt. Angesichts der traditionell fehlenden Servolenkung gehören Handverletzungen zu den häufigsten Problemen der Meisterschaft.
Auf Anfrage von auto motor und sport bestätigte das Team nun: "Sein linkes Handgelenk bereitet ihm ein wenig Probleme, beeinträchtigt jedoch nicht seine Leistung." Deswegen fährt Mick Schumacher auch weiter – am kommenden Sonntag (19. April) steht der Stadtkurs-Klassiker in Long Beach. Dieser ist bekannt für fiesere Bodenwellen.

Romain Grosjean weiß nur zu gut, wie anspruchsvoll die IndyCar-Umgewöhnung als Formel-1-Fahrer ist. Womöglich hat er auch Tipps, wie man zusätzlich zur Kühlung mit Handproblemen umgeht.
Schlachtplan für schweres Rennen
Schumacher selbst will sich davon nicht ablenken lassen. Er erzählt von seinem ersten Trip in den Großraum Los Angeles: "Ich bin dank einer Medientour schon etwas früher angereist und habe mir die Stadt ein bisschen angeschaut. Für den Trip standen einige spaßige Ecken und Aktivitäten auf dem Plan." Dieser Spaß soll sich natürlich im Stadthafen von Los Angeles fortsetzen. Dafür muss jedoch einiges richtig laufen.
"Es ist schwer zu sagen, was man in Long Beach erwarten kann. Die Strecke ist relativ kurz und wir wollen vor allem sicherstellen, dass die Basics stimmen und wir mit einem guten Ansatz ins Wochenende gehen. Es ist wieder ein Kurs, den ich noch nie gesehen habe. Deshalb werden wir im ersten freien Training viele Runden drehen, um Erfahrung zu sammeln. Hoffentlich erwischen wir dann einen guten Start und können darauf aufbauen."
Seinem Team spricht Schumacher hierbei das Vertrauen aus. Bislang habe die Performance des Autos gestimmt, aber das nötige Glück wollte sich nicht einstellen. "Ich freue mich einfach darauf, endlich ein gutes Wochenende zu haben. Genau das brauchen wir alle zusammen."





