VW Bulli wird umbenannt: Tschüss Multivan, hallo Caravelle

VW Bulli wird umbenannt
Tschüss Multivan, hallo Caravelle

ArtikeldatumVeröffentlicht am 14.06.2026
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Volkswagen Nutzfahrzeuge hat seinem Bus-Programm ein Facelift spendiert. Neben neuen Scheinwerfern, einem modernisierten Cockpit und zusätzlichen Assistenzsystemen sorgt vor allem eine Entscheidung für Aufmerksamkeit: In Großbritannien verschwindet die Bezeichnung Multivan wieder aus dem Programm. Künftig trägt das Modell dort (erneut) den Namen Caravelle.

Die Entscheidung wirkt auf den ersten Blick wie eine Rückkehr zu alten Traditionen. Tatsächlich ist sie jedoch ein bisschen kompliziert. In vielen europäischen Märkten bezeichnete Volkswagen die besonders komfortable und wandlungsfähige Pkw-Version des Transporters als Multivan. In Großbritannien wiederum wurde für dieselbe Baureihe meist die Bezeichnung Caravelle verwendet. Ein deutscher T5 oder T6 Multivan entsprach daher weitgehend einer britischen Caravelle. Die unterschiedlichen Namen waren vor allem eine Frage der Vermarktung.

Vom Nutzfahrzeug zum Pkw-Van

Mit der Einführung des T7 Multivan im Jahr 2021 änderte sich diese Logik. Volkswagen entwickelte den Multivan erstmals nicht mehr auf einer klassischen Transporter-Plattform, sondern auf dem Modularen Querbaukasten MQB des Konzerns. Damit wechselte das Modell technisch näher an die Konzern-Pkw heran. Parallel dazu blieb der Transporter zunächst weiterhin auf der traditionellen Nutzfahrzeugplattform im Programm. 2024 erschien eine neue Transporter-Generation, die gemeinsam mit dem Ford Transit Custom entwickelt wurde und auf dessen technischer Architektur basiert. Auf dieser Plattform wird auch die aktuelle Caravelle aufgebaut, die als Vielsitzer-Van der Transporter-Familie fungiert.

Damit existieren heute zwei unterschiedliche Fahrzeugkonzepte unter dem Dach der VW- Bus -Familie. Der Multivan ist ein komfortorientierter Großraum-Van mit Pkw-Technik auf MQB-Basis. Die Caravelle hingegen ist die Kombi-Variante des Transporters und damit enger mit einem klassischen Nutzfahrzeug verwandt.

Historische Gründe

Deshalb erscheint die nun angekündigte Umbenennung in Großbritannien ungewöhnlich. Dort wird künftig der MQB-basierte Multivan wieder als Caravelle verkauft. Volkswagen begründet den Schritt mit der hohen Bekanntheit des Namens auf der Insel. Die Bezeichnung sei bei den Kunden fest verankert und stehe seit Jahrzehnten für einen komfortablen VW Bus zur Personenbeförderung. Zudem soll die Rückkehr des Namens die historische Kontinuität der Baureihe unterstreichen.

An der Technik des Fahrzeugs selbst ändert die Umbenennung allerdings nichts. Das nun als Caravelle vermarktete Modell erhält die identischen Überarbeitungen des Modelljahres 2026. Dazu zählen eine neugestaltete Frontpartie mit größeren LED-Scheinwerfern, ein neues Infotainmentsystem mit 12,9-Zoll-Bildschirm sowie eine modernisierte Mittelkonsole. Hinzu kommen erweiterte Assistenzsysteme wie eine Ampelerkennung innerhalb des Travel Assist sowie unterstützte Spurwechsel auf Autobahnen.

Fazit