Die Formel 1 boomt jetzt schon seit einigen Jahren. Mit der Reichweite stieg auch das Interesse der Sponsoren, die Königsklasse als Werbeplattform zu nutzen. Zuletzt waren es vor allem globale Marken aus dem IT-Sektor und Finanzdienstleister, die sich um die prominentesten Plätze auf den Rennwagen stritten.
Nun könnte auch die Airline-Industrie auf den Zug aufspringen. Qatar Airways und Gulf Air sind als Strecken- und Event-Sponsoren schon an Bord. Mit Etihad wirbt eine der großen Fluglinien jetzt auch direkt auf einem der Autos. Das Unternehmen aus dem Emirat Abu Dhabi hat sich mit dem Traditionsrennstall McLaren zusammengespannt. Bereits von 2008 bis 2010 sponsorte die Airline Ferrari in der Königsklasse.
Die Logos sollen sowohl auf den McLaren-Autos für die Formel 1 als auch auf den LMDh-Rennwagen, die ab 2027 in der WEC antreten, gut sichtbar aufgeklebt werden. Ein erstes Rendering mit dem finalen Look des MCL40 zeigt, dass Etihad auf der Rückseite des Heckflügels werben darf. Auch auf dem Schutzbügel (Halo) sowie den Helmen von Lando Norris und Oscar Piastri ist für den neuen Partner ein Plätzchen reserviert.

Etihad nutzt die Formel-1-Bühne schon länger als Werbeplattform - hier ein Airbus A340-600 von 2014.
Fly-over vor dem Rennstart
Interessant an dem Deal ist, dass im Gegenzug eines der Flugzeuge der Airline komplett umlackiert wird. Etihad kündigte an, dass eine Boeing 787 im auffälligen Papaya-Look der Rennwagen erstrahlen soll. Das neue Design des Dreamliners wurde etwas vage für "später in diesem Jahr" angekündigt. Planespotter müssen sich also noch etwas gedulden, bis der Zweistrahler im McLaren-Gewand in die Luft geht.
Es ist übrigens nicht das erste Flugzeug, das mit seiner Lackierung für die Formel 1 wirbt. Etihad selbst ist seit 2009 der Titelsponsor des Abu-Dhabi-Grand-Prix. Beim traditionellen Saisonfinale ist es fast schon Tradition, dass einer der Flieger in einer Sonderlackierung lackiert wird und dann kurz vor dem Anpfiff im Tiefflug über die Startaufstellung schwebt.

Bernie Ecclestone fädelte im Jahr 2000 ein Deal mit Qantas ein. Danach wurde ein Jumbo-Jet umlackiert.
Deals mit Airlines
Auch auf den Fliegern von Gulf Air (Bahrain) und Qatar Airways (Katar) wird stets für die heimischen Grands Prix getrommelt. Der Sauber-Rennstall machte viele Jahre Werbung für Singapore Airlines. Im Gegenzug durfte das Formel-1-Personal zu vergünstigten Konditionen um die Welt fliegen.
Für eine der spektakulärsten Aktionen war aber Qantas verantwortlich. Die australische Airline lackierte im Jahr 2000 ein Formel-1-Auto großflächig auf die Außenhaut einer Boeing 747. Der damalige Formel-1-Chef Bernie Ecclestone hatte den Deal eingefädelt. Hier ging es vor allem darum, Geld bei der Luftfracht in Richtung Down Under einzusparen.












