Der ganze Fall klingt wie ein verrückter Hollywood-Krimi. Neun exklusive Fahrzeuge aus dem Privatbesitz von Ex-Formel-1-Pilot Adrian Sutil sind spurlos verschwunden. Nach Darstellung von Sutils Familie sollen mehrere Männer mit Nachdruck die Herausgabe der Autos aus der Garage in Monaco gefordert haben. Mit Drohungen sei die Familie eingeschüchtert worden.
Einer der Täter soll sogar behauptet haben, er gehöre zur russischen Wagner-Gruppe. Der Familie wurde körperliche Gewalt angedroht, sollte sie nicht kooperieren. Schließlich konnten die Männer die Fahrzeuge ohne Widerstand abtransportieren lassen. Seitdem fehlt von dem exklusiven Fuhrpark jede Spur.
Aus der Sammlung sticht ein Auto besonders hervor. Der Koenigsegg One:1 trug beim Kauf ein Preisschild von 3,3 Millionen Euro. Mittlerweile wird das weltweit auf sieben Exemplare limitierte Modell auf einen Wert von mehr als zehn Millionen Euro taxiert.

Adrian Sutil befindet sich selbst wegen Betrugsverdacht in Untersuchungshaft. Von seinen Autos fehlt jede Spur.
Koenigsegg in Osteuropa oder Russland?
Ende letzten Jahres hatte die Familie des Ex-Rennfahrers Anzeige erstattet, nachdem weitere Drohungen eingegangen waren. Seitdem ermitteln die Behörden, allerdings bislang erfolglos. Wie man hört, sind nicht nur deutsche und monegassische Ermittler auf der Jagd nach dem Supersportler. Mittlerweile läuft eine weltweite Suche, die von Interpol koordiniert wird.
Es besteht der Verdacht, dass das Hypercar von Monaco nach Osteuropa oder Russland verfrachtet wurde. Eigentlich sollte man meinen, dass ein seltenes Stück wie der One:1 schnell irgendjemandem auffallen sollte und nicht lange verschollen bleibt. Noch konnten die Ermittler aber keinen Erfolg vermelden.

Ein auffälliges Auto wie der Koenigsegg One:1 ist auf dem freien Markt praktisch unverkäuflich.
Verkauf unwahrscheinlich
Das Fahrzeug von Sutil trägt die Chassis Nr. 7107. Die Außenhaut des Supersportlers, der auf dem Koenigsegg Agera R basiert, ist in schwarzem Sichtcarbon gehalten. Konturstreifen in Pink sorgen für einen auffälligen Kontrast. Bei allen sieben gebauten One:1 handelt es sich um Einzelstücke, die speziell nach den Wünschen ihrer Käufer hergestellt wurden.
Der Name One:1 kommt vom beeindruckten Leistungsgewicht – 1.360 PS müssen nur 1.360 Kilogramm beschleunigen. Der Sonderstatus des Hypercars in der Automobilwelt dürfte einen Verkauf extrem schwer machen. Einige Experten bezweifeln, dass der Supersportler trotz der intensiven Suche jemals wieder auftauchen wird.





