Supersportwagen aus zweiter Hand

Gebraucht schon ab 60.000 Euro

Aston Martin 8 Vantage Foto: Hans-Dieter Seufert 28 Bilder

Supersportwagen gibt es zwar nicht sehr oft am Gebrauchtwagenmarkt. Dafür sind einige Modelle aber schon deutlich unter 100.000 Euro zu bekommen. Wir erklären, worauf man beim Kauf achten muss.

Zur Vielseitigkeit des deutschen Gebrauchtwagenmarkts gehört auch, dass selbst Exoten wie der Morgan Roadster, Luxuskarossen à la Bentley Continental GT oder Supersportwagen aus den Häusern Bugatti und Ferrari angeboten werden.

In den einschlägigen Online-Börsen sind sie zwar nicht so zahlreich vertreten wie Volumenmodelle, doch das Angebot kann sich sehen lassen. Vom Ferrari F430 zum Beispiel enthält die Datenbank von mobile.de mehr als 500 Exemplare. Gut erhaltene Modelle, rund sechs Jahre alt, sind bereits ab 80.000 Euro zu haben – das entspricht etwa der Hälfte des ursprünglichen Neupreises.

Unter Wertverlust leiden auch Luxuskarossen

Interessant ist die Tatsache, dass Luxuskarossen und Exoten genauso dem Wertverlust unterworfen sind wie die meisten anderen Modelle am Markt. Zwar zeigt die Kurve bei ihnen nicht so steil nach unten wie bei vielen anderen Autos, doch nach fünf Jahren haben sie in der Regel 50 Prozent ihres ehemaligen Wertes eingebüßt – manchmal sogar noch mehr.

Somit werden sie für eine breitere Masse erschwinglich. So ist ein Dodge Viper (506 PS,) sechs Jahre alt und mit weniger als 60.000 Kilometer Laufleistung, bereits ab rund 45.000 Euro erhältlich. Nicht wesentlich teurer sind ein Bentley Continental GT (560 PS) oder ein Aston Martin V8 Vantage (385 PS).

Fünf bis sechs Jahre alte Exemplare gibt es im Handel bereits ab rund 60.000 Euro. Allerdings darf man sich nicht nur von einem günstigen Anschaffungspreis leiten lassen, denn auch die Unterhaltskosten sind enorm und können im Monat schnell 1.000 Euro erreichen – ohne Einbeziehung des Wertverlusts, versteht sich.

Rennstreckentrainings können Spuren hinterlassen

Darüber hinaus spielt auch der technische Zustand eine Rolle. Wie gepflegt sieht der Wagen von außen aus? Sind Farbunterschiede oder unterschiedliche Spaltmaße festzustellen? Ist das der Fall, kann es sich um einen Unfallwagen handeln. Dann ist Vorsicht geboten, denn unter dem Blechkleid können sich weitere Mängel verstecken, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind.

Eines sollten die Kunden nicht vergessen: Auch Reparaturen fallen bei Luxuskarossen sehr teuer aus. Daher ist beim Kauf auf eine lückenlose Historie zu achten. Das Scheckheft muss vorhanden und gewissenhaft geführt worden sein. Außerdem sollte sich der Kaufinteressent Reparaturen durch Belege nachweisen und die Frage beantworten lassen, wie das Auto bewegt wurde – gerade bei den Sportwagen ist das ein Thema. Vor allem Rennstreckentrainings können ihre Spuren hinterlassen haben, was den Verschleiß erhöht. Deshalb gilt: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

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