Gernot Döllner reagierte auf konkrete Nachfragen nach einem R8 der dritten Generation mit einem Satz, der hängen bleibt: "Gute Idee." Das berichtet The Drive von einem Termin Anfang Mai in Österreich. Ein klares Ja vermeidet der Audi-Chef – ein klares Nein aber ebenso. Genau diese Lücke füllt die Gerüchteküche gerade mit neuem Selbstvertrauen.
Der Temerario-V8 als Stichwortgeber
Döllner schwärmt laut The Drive vom neuen Lamborghini-Antrieb: Der V8 im Temerario sei "großartig", mit 10.000/min und "ein wirklich herausragender Motor". Nebenbei zeigt er damit, wie präsent das Thema bei Audi an der Spitze offenbar ist. Und er setzt ein Signal: Audi spielt beim Sportwagen nicht nur die reine Elektro-Karte.
Konzern-Baukasten statt Einzelkämpfer: "Technische Lösungen kombinieren"
Döllner verweist auf die Möglichkeiten im Volkswagen-Konzern, Technik zu entwickeln und zu kombinieren. Als Beispiel nennt er das elektrische Sportwagen-Konzept Concept C auf der PPE (Premium Platform Electric), das Audi-Charakter mit Konzerntechnik verbinden soll – und als ideeller TT-Nachfolger gilt. Auf derselben Architektur sollen künftig auch die Elektro-Nachfolger von Porsche Boxster und Cayman entstehen. Für R8-Fans zählt dabei vor allem die Botschaft zwischen den Zeilen: Audi hält sich bei Sportwagen-Antrieben mehrere Optionen offen.
Das R8-Szenario: Hybridtechnik vom Lamborghini-Bruder
Mehrere Berichte koppeln einen möglichen neuen R8 an Lamborghini-Technik – wie schon bei R8-Generation eins (Gallardo) und zwei (Huracán). Für ein mögliches Comeback ab 2027 ist ein Plug-in-Hybrid-V8 im Spiel, abgeleitet vom Temerario. Dort kombiniert Lamborghini einen turbogeladenen V8 mit drei E-Motoren, Allradantrieb und einem Doppelkupplungsgetriebe.

Der Vierliter-V8-Biturbo der Lamborghini Temerario leistet zwischen 9.000 und 9.750/min 800 PS. Das Triebwerk könnte auch in einem neuen Audi R8 zum Einsatz kommen.
Warum ein neuer R8 gerade jetzt Sinn ergibt
Audi hat den R8 2023 eingestellt – und damit eine Ikone aus dem Programm genommen, die als Imageträger weit über ihre Stückzahlen hinaus wirkte. Ein dritter R8 könnte genau diese Lücke schließen: als Halo-Car, als Technik-Schaufenster und als emotionaler Gegenpol zu einer Modellpalette, die stark von Elektrifizierung und Effizienzthemen geprägt ist. Und wenn Audi tatsächlich auf eine Lamborghini-nahe Hybridbasis setzt, bekommt der R8 wieder das, was ihn groß gemacht hat: Mittelmotor-Drama mit alltagstauglicherer Audi-Note.

Wegen seines Verbrennungsmotors werden auch bei der dritten Generation des R8 Endrohre aus dem Heck schauen.
Audi nennt keine Daten
Audi nennt aktuell weder einen Termin noch technische Eckwerte für einen R8-Nachfolger. Döllner liefert aber genau das, was Gerüchte befeuert: Lob für den passenden Motor, Hinweise auf Konzern-Synergien und ein bewusst offenes Auftreten auf die direkte R8-Frage. Das wirkt weniger als ein Abwinken – und mehr wie ein Vorgeschmack.
Die Audi-R8-Bilder in diesem Artikel sind KI-generiert.












