Bei der Präsentation der neuen i3 Limousine hat BMW-Chef Oliver Zipse erstmals offiziell bestätigt, dass BMW die nächste 3er -Generation erneut als Touring anbieten wird. Das dürfte keine Überraschung sein, doch der kurze Teaser im Rahmen des Events in München zeigte bereits klar die Konturen des neuen Kombis: typische Touring-Silhouette, gestreckte Dachlinie, große Heckklappe.
Neue Klasse wächst schnell
Der kommende BMW i3 Touring wird Teil der "Neuen Klasse" sein und übernimmt damit die technische Basis der i3 Limousine. Dazu zählen die 800-Volt-Architektur, neue Rundzellen-Batterien sowie deutlich höhere Ladeleistungen. In der Limousine leistet der i3 50 xDrive 345 kW (469 PS) und erreicht bis zu 900 Kilometer WLTP-Reichweite. Beim Touring ist aufgrund von Gewicht und Aerodynamik mit leicht geringeren Werten zu rechnen. Dank 800-Volt-Architektur sind aber auch beim Touring bis zu 400 kW DC-Ladeleistung möglich, was unter optimalen Bedingungen rund 400 Kilometer Reichweite in etwa zehn Minuten nachlädt.
Ein zentraler Vorteil des Touring bleibt der Nutzwert: Analog zum aktuellen Modell dürfte das Ladevolumen bei umgeklappter Rückbank wieder im Bereich von über 1.500 Litern liegen und damit deutlich über der Limousine. Das gilt übrigens gleichermaßen für Elektroautos wie Verbrenner- und Hybridmodelle.
Breites Antriebs-Portfolio
Denn es ist sehr wahrscheinlich, dass BMW auch beim Touring ein breites Antriebsportfolio anbietet. Neben der Elektrovariante dürfte es einen konventionellen BMW 3er Touring mit Benzin-, Diesel- und Plug-in-Hybridantrieben geben, technisch basierend auf einer weiterentwickelten CLAR-Plattform, aber optisch eng am Elektro-Modell orientiert.
Eine zentrale Rolle spielt zudem die neue Elektronik-Architektur. Mit dem sogenannten "Heart of Joy" bündelt BMW Antrieb, Bremsen, Lenkung und Rekuperation in einem Hochleistungsrechner. Ziel ist eine präzisere Regelung mit weniger spürbaren Eingriffen, was sowohl Effizienz als auch Fahrdynamik verbessert.
Modernste Assistenzsysteme
Bei den Assistenzsystemen setzt der i3 Touring auf das aus dem BMW iX3 bekannte "Symbiotic Drive"-Prinzip. Die Systeme arbeiten eng mit dem Fahrer zusammen und greifen möglichst unauffällig ein. Funktionen wie automatisierte Spurwechsel per Blickerkennung oder freihändiges Fahren auf der Autobahn (bei erkannter Aufmerksamkeit) gehören zum erwarteten Umfang.
Im Innenraum wird natürilch auch der Touring das neue Panoramic iDrive übernehmen. Ein über die gesamte Breite der Frontscheibe projizierter Displaystreifen ersetzt dann die klassischen Instrumente, ergänzt durch einen zentralen Touchscreen (rund 18 Zoll) und ein optionales 3D-Head-up-Display.
Marktstart nach der Limousine
Der i3 Touring wird also technisch der Limousine entsprechen, aber mit deutlich höherem Nutzwert antreten. Zusammen mit der hohen Reichweite und der sehr schnellen Ladefähigkeit positioniert BMW den Kombi klar als alltagstaugliche Alternative – auch für klassische Touring-Kunden, die bislang auf Verbrenner gesetzt haben. Der Marktstart der Limousine ist für Herbst 2026 vorgesehen, der Touring dürfte gleich 2027 folgen.












