Die beiden Portugiesen Ricardo Quintas und Nuno Faria verbindet eine gemeinsame Leidenschaft – Autos. Um ihre Träume zu bündeln wurde 2016 das Unternehmen Adamastor mit Sitz in der Nähe von Porto gegründet. Entwickelt werden sollte ein Supersportwagen, der später auch in Le Mans antreten sollte. Im Sommer 2024 wurde der Adamastor Furia vorgestellt, 2026 steht der Supersportler kurz vor der Serienreife.
Biturbo-V6 aus dem Ford GT
Der Aufbau des 4,56 Meter langen, 2,12 Meter breiten und nur 1,10 Meter hohen Adamastor Furia setzt auf klassische Supercar-Elemente. Der Radstand wird mit 2.800 Millimetern angegeben. Das Rückgrat bildet ein Kohlefaser-Monocoque, die darüber gespannt Karosserie wird ebenfalls aus Kohlefaserlaminat geformt. Der als Mittelmotor verbaute 3,5-Liter-V6 stammt aus dem Ford-Regal und wird beim US-Hersteller auch im Sportwagen GT verbaut. Ausgerüstet mit Biturbo-Aufladung kommt der auf über 650 PS und 571 Nm Drehmoment. Angetrieben werden über ein sequenzielles Hewland-Getriebe mit Schaltwippen am Lenkrad nur die Hinterräder. Damit soll der trocken nur knapp 1.100 Kilogramm schwere Zweisitzer in nur 3,5 Sekunden von null auf 100 km/h spurten. Die 200 km/h-Marke fällt nach 10,2 Sekunden. Als Höchstgeschwindigkeit werden über 300 km/h genannt.
Die Radaufhängungen sollen sich wie die Federelemente umfangreich einstellen lassen. Bremspower liefern Sechs-Kolbenzangen mit 378er-Scheiben vorn und Vierkolben-Zangen in Kombination mit 356er-Discs hinten. Der Abtrieb in der Straßenvariante liegt bei 250 km/h bei 1.000 Kilogramm. Die extremere Renn-Aero bringt bei gleichem Tempo sogar 1.800 Kilogramm Anpressdruck.
Die Linienführung des Furia entspricht der von typischen modernen Langstreckenrennwagen. Er kommt extrem geduckt und breit daher. Die Karosserie wird von Luftkanälen für Be- und Entlüftung sowie Durchströmung dominiert. Durch den Fahrzeugboden ziehen sich zwei mächtige Venturi-Kanäle. Auf üppiges Spoilerwerk kann so verzichtet werden.
Kleine Auflage, großer Preis
Wie bei vielen anderen Supercars soll auch der Adamastor Furia eine seltene Erscheinung bleiben. Geplant sind maximal 60 Exemplare. Jedes davon kann von seinem Besitzer umfangreich individualisiert werden. Gefertigt wird in Handarbeit in Portugal. Entsprechend präsentiert sich auch das Preisniveau. Los geht es ab 1,6 Millionen Euro zuzüglich Steuern. Wann die ersten Straßenmodelle zu den Kunden rollen bleibt bislang offen. Auch der Traum vom LeMans-Start hat noch kein Termin-Etikett bekommen.









