Hierzulande hat der Audi A8 das Ende seines Lebenszyklus erreicht. Vermarktet werden vom Oberklassemodell nur noch Bestandsfahrzeuge. Ein direkter Nachfolger für den Luxusliner ist bei Audi derzeit nicht in Sicht, wird aber für die Zukunft auch nicht ausgeschlossen.
Über 14 cm mehr Länge
Während sich der A8 also verabschiedet, wird am anderen Ende der Welt in China eine Langversion des neuen A6 vorgestellt. Der chinesische Audi A6L dürfte damit die Rolle der größten Limousine im Marken-Portfolio übernehmen. Für die Langversion hat Audi den A6 um 14,3 Zentimeter verlängert, wobei der Längenzuwachs komplett dem Fond zugeschlagen wird. Zusätzlich wurde der Radstand der Limousine auf 3.066 Millimeter verlängert. Mit einer Gesamtlänge von jetzt 5,14 Meter (9 cm mehr als der Vorgänger) rückt der A6L ganz dicht an den A8 heran. In der Normalversion kommt der auf 5,19 Meter, die Langversion des A8 liegt bei 5,32 Meter. Beim Radstand schiebt sich der A6L zwischen beide A8-Varianten.
Optisch unterscheidet sich die Langversion des A6 vornehmlich durch die deutlich längeren hinteren Türen von der Standardversion. Audi hat aber auch an der Frontpartie einige kleinere Designanpassungen vorgenommen. Der Kühlergrill erhielt ein überarbeitetes Gitter, während ein schmaler LED-Streifen das beleuchtete Audi-Emblem einrahmt. Metallleisten fließen nun in die Scheinwerfergehäuse und verleihen der Frontpartie ein etwas filigraneres Erscheinungsbild. Die unteren Lufteinlässe werden von Alu-Applikationen eingefasst. Weitere Elemente im Alu-Look finden sich im Schwellerbereich an den Flanken und am Heckdiffusor. Serienmäßig stecken beim A6L 21 Zoll große Leichtmetallräder in den Radhäusern.
Im Interieur ändert sich natürlich die Fondlandschaft. Über den Passagieren gewährt ein riesiges Panoramaglasdach freien Blick in den Himmel. Für die passende Lichtstimmung sorgt eine LED-Ambientebeleuchtung. Den adäquaten Soundteppich liefert eine Bang & Olufsen-Soundanlage.
Bekanntes Motorenangebot
Auf der Antriebsseite setzt der Audi A6L auf bekannten 2,0-Liter-Vierzylinder-Vierzylinder-Mildhybrid-Turbomotor mit wahlweise 204 oder 286 PS. Das stärkere Aggregat kann auch mit Quattro-Antrieb kombiniert werden. Topmotor ist ein Dreiliter-V6-Mildhybrid-Turbobenziner mit 367 PS und serienmäßigem Allradantrieb. Optional kann die Langversion mit Allradlenkung und Luftfederung aufgerüstet werden.
A6L zum halben A8-Preis
Die Preise für den A6L starten ab umgerechnet rund 40.500 Euro. Die V6-Version ist ab rund 55.000 Euro zu haben. In beiden Fällen ist der Grundpreis gegenüber dem Vorgänger um rund 13.000 Euro gesunken. Gemessen am A8, der in China nur als Langversion zu Preisen ab rund 99.000 Euro angeboten wird, ist der lange A6 geradezu ein Schnäppchen.
Wie sein Vorgänger wird auch der neue A6L vom Joint Venture FAW-Audi lokal gefertigt und nur in China angeboten.












