Audi Q7: Für Viel-Sitzer und Licht-Spieler

Audi Q7
Für Viel-Sitzer und Licht-Spieler

ArtikeldatumVeröffentlicht am 09.06.2026
Als Favorit speichern

Seit mehr als 20 Jahren besetzt Audi mit dem Q7 das Premium-SUV-Segment mit seinem Siebensitzer. Zum Sommer 2026 startet die dritte Modellgeneration.

Auftritt wird noch bulliger

War der Q7 bislang schon keine zurückhaltende Erscheinung, so wird er mit der Neuauflage noch bulliger. Dafür sorgen die höher liegende Motorhaube, der neue beleuchtete Singleframe-Kühlergrill, die neu gestalteten Lufteinlässe und die weiter ausgestellten Radläufe. Schlitzförmig ausgeführt sitzen in den oberen Ecken die LED-Tagfahrleuchten. Darunter positioniert wurden die digitalen Matrix-LED-Scheinwerfer. Weitere Akzente setzen die nach oben gezogene Schulterlinie sowie die steiler stehende D-Säule. Am Heck zeigen sich neue LED-Leuchten – optional als OLED – mit durchgehendem Leuchtenband sowie ein hochgezogener Stoßfänger mit integriertem Diffusor und sichtbaren Auspuffendrohrblenden. Die Türen tragen konventionelle Bügelgriffe, lassen sich erstmals aber optional automatisch öffnen und schließen. Vor Remplern schützt eine Hinderniserkennung. Beim Schließen unterstützt eine Zuziehhilfe. Die Heckklappe öffnet sensorgesteuert. Das Panorama-Glasschiebedach sorgt für viel Licht im Innenraum, lässt sich aber auch Segmentweise verdunkeln. 78 integrierte LEDs sind Teil der Ambientebeleuchtung.

In den Radhäusern stecken serienmäßig 20 Zoll große Leichtmetallräder. Gegen Aufpreis sind auch Varianten in 21, 22 und sogar 23 Zoll zu haben.

Der Q7 spielt mit Licht

Eine zentrale Rolle beim neuen Audi Q7 spielt Licht und dessen Inszenierung. Neu an Bord sind beispielsweise eine Eiswarnung per projiziertem Lichtsymbol und eine Tot-Winkel-Ausleuchtung. Die Blinker projizieren ihr Licht im Stand bei Nacht als Begrenzungslicht auf die Straße.

Die Rückleuchten warnen in Gefahrsituationen mit bestimmten Warnsymbolen den nachfolgenden Verkehr. Im Innenraum setzten Konturlichter an den Sitzen und der Armaturentafel Akzente. Hinzu kommt das serienmäßige dynamische Interaktionslicht (IAL), das sich als LED-Leuchtenband über die komplette Breite des Armaturenträgers spannt und begleitend zu verschiedenen Funktionen mit den Passagieren interagiert.

5, 6 oder 7 Sitze

Die Sitzlandschaft im Q7 lässt sich als Fünf-, Sechs- oder Siebensitzer konfigurieren. Alle Sitze sind elektrisch verstellbar. In der ersten Reihe sind optional Klimatisierung und Massage zu haben. Die Sitze der zweiten Reihe lassen sich längs verschieben. Die Rückenlehnen lassen sich jeweils geteilt umlegen. Das Ladevolumen im Q7 variiert so je nach Bestuhlung zwischen 581 und 670 Liter. Werden die Sitze umgelegt, so stehen zwischen 1.980 und 2.075 Liter bereit.

Neue Cockpitlandschaft

Im Cockpit hat Audi das digitale Kombiinstrument mit dem Infotainmentbildschirm zu einem Curved-Display zusammengeführt. Optional sind zusätzlich ein Head-up-Display und auch ein Dashcam-System zu haben. Das Beifahrerdisplay bleibt separat, ist aber serienmäßig an Bord. Auf Zweispeichen-Design umgestellt wurde das Lenkrad, das zudem oben und unten abgeflacht ist. Bis zu zwei Smartphones tanken drahtlos, magnetisch fixiert und mit 25 Watt in der Mittelkonsole.

Weitere USB-C-Ladesteckdosen gibt es in den Reihen zwei und drei. Die Sprachsteuerung wird per KI unterstützt. Für einen kraftvollen Audio-Sound sorgt ein Bang&Olufsen-Soundsystem mit Lautsprechern in den Kopfstützen.

Nur noch mit Diesel-Hybrid

Auf der Antriebsseite stehen ausschließlich Turbodieseltriebwerke mit milder Hybridisierung zur Wahl. Der Dreiliter-V6-Turbodiesel ist wahlweise mit 299 PS und 630 Nm oder 245 PS und 500 Nm zu haben und voll HVO-tauglich. Zum Technikpaket gehören ein elektrisch angetriebener Verdichter und ein weiterentwickelter Triebstranggenerator (heißt bei Audi MHEV-Plus-Technologie). Letzterer sitzt als 18 kW (24 PS) und 370 Nm starker Elektromotor am Getriebeausgang und unterstützt den Verbrenner, erlaubt sehr begrenzt rein elektrische Fahrzustände und rekuperiert im Schiebebetrieb. Reine Benziner oder auch PHEV-Varianten wie im Vorgänger sind derzeit nicht mehr Teil des Angebots.

Des Weiteren bietet der Q7-Antrieb eine Achtgangautomatik sowie einen permanenten Allradantrieb mit selbstsperrendem Mittendifferenzial. In der Grundausstattung fährt das Fahrwerk stahlgefedert vor, gegen Aufpreis ist eine adaptive Luftfederung an Bord. Das Assistenzarsenal bietet – teilweise gegen Aufpreis – alles, was Audi aktuell zu bieten hat.

Marktstart und Preis

Gebaut wird die dritte Audi Q7-Generation wieder im Werk in Bratislava. Bestellbar ist der neue Q7 ab Juni 2026. Zu den Händlern rollt er dann ab September. Als Grundpreis nennt Audi 87.900 Euro, mithin 5.500 Euro mehr als bisher. Der potentere Diesel ist ab 90.500 Euro zu haben.

Fazit