BMW Speedtop: Hier zeigt sich der 500.000-Euro-BMW

BMW Speedtop
Hier zeigt sich der 500.000-Euro-BMW

ArtikeldatumVeröffentlicht am 25.06.2026
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Erlkönig BMW Speedtop
Foto: Stefan Baldauf

Auf dem Concorso d'Eleganza Villa d'Este am Comer See präsentierte BMW im Mai 2025 den Speedtop als Nachfolger des zuvor gezeigten Skytop. Während der Skytop als offener Zweisitzer ausgelegt war, setzt der Speedtop auf eine Shooting-Brake-Karosserie mit langgezogenem Heck. Beide Modelle nutzen die technische Basis des BMW M8.

Nach Angaben von BMW sind sämtliche Fahrzeuge bereits vergeben. Offizielle Angaben zum Preis gibt es nicht. Wir rechnen jedoch mit einem Kaufpreis von rund 500.000 Euro.

Unterschiede zwischen Serie und Studie

Die aktuellen Erlkönigfotos zeigen einen nahezu serienreifen Prototypen. Große Teile der Tarnung sind inzwischen verschwunden. Lediglich das Dach bleibt noch abgedeckt. Vermutlich soll damit weiterhin die spezielle Zweifarblackierung verborgen werden, die bereits das Concept Car auszeichnete. Besonders auffällig ist, wie konsequent BMW die Gestaltung der Studie übernimmt. Die markante Haifischnase an der Front, die flachen Scheinwerfer, die beleuchtete Niere sowie die charakteristische Mittellinie über Motorhaube und Dach bleiben erhalten. Auch die lang gezogene Heckpartie mit ihrer Shooting-Brake-Silhouette entspricht weitgehend dem Konzeptfahrzeug.

Unter der Tarnung deuten sich lediglich kleinere Anpassungen an den Leuchten sowie zusätzliche Sensoren für die Serienfertigung an. Die beim Erlkönig montierten ebenfalls tief geschüsselten Felgen weichen von den Rädern des Concept Cars ab. Dabei dürfte es sich jedoch um eine für Testfahrten verwendete Ausführung handeln.

Mit dem Speedtop setzt BMW eine Strategie fort, die in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat. Statt einzelne Konzeptfahrzeuge ausschließlich für Messen und Veranstaltungen zu entwickeln, entstehen ausgewählte Projekte inzwischen als limitierte Kleinserien für Sammler.

Die Resonanz 2025 bei der Premiere fiel offenbar so positiv aus, dass BMW die Produktion einer auf 70 Fahrzeuge begrenzten Serie ankündigte. Damit gehört der Shooting Brake zu einer kleinen Gruppe von Sondermodellen, die weitgehend unverändert von der Studie auf die Straße gelangen.

Exklusiver Innenraum erwartet

Fotos aus dem Innenraum sind unserem Fotografen leider nicht gelungen. Die Studie hatte jedoch bereits einen konkreten Ausblick auf die spätere Ausführung gegeben.

Das Concept Car kombinierte die Lederfarben Sundown Maroon und Moonstone White. Hinzu kamen eine beleuchtete Dachspange sowie ein aufwendig gestalteter Gepäckraum. Für das Fahrzeug entwickelte der italienische Lederwarenhersteller Schedoni maßgeschneiderte Taschen, die exakt auf die Abmessungen des Laderaums abgestimmt waren. Viele dieser Ausstattungsmerkmale dürften auch beim Serienmodell erhalten bleiben. Der Fahrer darf sich auf ein klassisches Dreispeichen-Lenkrad mit kleinem Pralltopf vor einem digitalen und vor allem von anderen Modellen bereits bekannten Cockpit freuen. Die breite Mittelkonsole krönt ein großer, teils integrierter Bildschirm.

Bekannter V8 ohne Hybridtechnik

Für den Antrieb wird der aus dem BMW M8 Competition bekannte 4,4-Liter-V8-Biturbo erwartet. Das Triebwerk leistet 625 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 750 Newtonmetern. Die Kraftübertragung übernimmt ein Achtgang-Automatikgetriebe in Verbindung mit dem Allradantrieb xDrive.

Anders als aktuelle Hochleistungsmodelle wie der BMW M5 verzichtet der Speedtop auf einen Plug-in-Hybridantrieb. Stattdessen setzt die Kleinserie auf den klassischen Achtzylinder ohne zusätzliche Elektrifizierung.

Einer der letzten BMW-V8 seiner Generation

Der Speedtop basiert auf einer Fahrzeugarchitektur, die sich ihrem Produktionsende nähert. Damit dürfte die Kleinserie zugleich zu den letzten neu vorgestellten BMW-Modellen gehören, die den bekannten S63-V8 in dieser Form nutzen. Für BMW erfüllt der Speedtop dabei mehrere Aufgaben. Einerseits dient er als exklusives Sammlerfahrzeug, andererseits als Imageträger für die Marke. Gleichzeitig zeigt das Projekt, dass sich besonders aufwendig gestaltete Einzelstücke auch in kleinen Serien wirtschaftlich umsetzen lassen.

Wann die ersten Fahrzeuge an ihre Käufer ausgeliefert werden, hat BMW bisher nicht bekanntgegeben. Die aktuellen Testfahrten rund um den Nürburgring sprechen jedoch dafür, dass sich die Entwicklung inzwischen auf der Zielgeraden befindet.

Fazit