DarkSky One: Dieses Supercar scheut das grelle Licht

DarkSky One
Dieses Supercar scheut das grelle Licht

ArtikeldatumZuletzt aktualisiert am 17.01.2026
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Seit der Erfindung des Autos wurde die Sicht bei Nacht hauptsächlich durch immer hellere Scheinwerfer und immer mehr Licht verbessert. Obwohl dies die Sicherheit erhöhen soll, kann dieser Ansatz zu blendender Lichtverschmutzung führen, den Kontrast verringern und entgegenkommende Fahrer direkt blenden. Das Ergebnis ist ein System, das allzu oft dazu führt, dass alle Verkehrsteilnehmer weniger sehen, anstatt mehr.

DarkSky International, eine globale Non-Profit-Organisation, die sich dem Kampf gegen die globale Lichtverschmutzung verschrieben hat, hat auf der Detroit Auto Show 2026 mit dem Conceptcar DarkSky One einen Supersportwagen vorgestellt, bei dem es nicht um die Leistung, sondern um die Lichtemissionen geht. Die Macher sehen dabei Dunkelheit nicht als Problem, sondern als Gestaltungschance. Eine präziser ausgelegte Beleuchtung kann die Sicht verbessern, und gleichzeitig die negativen Auswirkungen auf Menschen, Tiere und die nächtliche Umwelt reduzieren.

Weniger Intensität, weniger Blendung

Die Kritik von DarkSky an modernen Autoscheinwerfern bezieht sich auf deren hohe Intensität, die horizontale Abstrahlung, die große Reichweite, ein blaureiches Lichtspektrum und intermittierende, extrem helle Lichtblitze.

Der Ansatz von DarkSky: Adaptive Scheinwerfer mit intelligenter Steuerung lenken das Licht nur dorthin, wo es wirklich erforderlich ist. Eine wärmere Lichttemperatur reduziert den Blauanteil und damit auch die Blendwirkung. Zudem sorge weniger Streulicht um das Fahrzeug herum ebenfalls zu einer besseren Nachtsicht.

Auch Fahrzeuggestaltung hat Einfluss

Das in Detroit vorgestellte One-Concept entstand in Zusammenarbeit mit dem Automobildesignbüro Phiaro aus Tokio. Die Beleuchtungseinrichtungen sollen den eigenen Vorgaben folgend übermäßige Helligkeit und Blendung reduzieren und gleichzeitig eine optimierte Lichtverteilung gewährleisten. Der Übergang von Fern- zu Abblendlicht und zurück soll dabei fließend erfolgen. Zur verwendeten Technologie macht darkSky allerdings keinerlei Angaben.

Neben den Beleuchtungssystemen ist auch das Fahrzeugdesign für die Nacht optimiert: Die matte Außenlackierung und die Oberflächengeometrie sollen Licht schlucken und so Blendung und Reflexionen minimieren.

Die weitere Technik des Showfahrzeugs ist für DarkSky bedeutungslos, soll es doch nur als Diskussionsgrundlage für einen verantwortungsvollen Umgang mit Beleuchtungen dienen. DarkSky nimmt damit vor allem Bezug auf die veralteten gesetzlichen Vorgaben auf dem US-Markt. Europa sei da schon viel weiter. Final erhoffen sich die Macher eine Helligkeitsbegrenzung für Fahrzeugbeleuchtungen, die eine klare Obergrenze für die Scheinwerferintensität festlegt.

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