Hymer Venture S (2023) Hymer
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Hymer Venture S Wohnmobil: Der krasse Kasten

Hymer Venture S Wohnmobil An diesem Kasten ist alles krass, auch der Preis

Hymer bringt ein neues Offroad-Wohnmobil auf Mercedes Sprinter-Basis. Der Venture S sieht nicht nur scharf aus, er ist auch anders als alle anderen. Das gilt leider auch für den Preis.

Als Hymer 2019 auf dem damaligen Caravan Salon die Studie Vision Venture vorstellte, waren nicht wenige Betrachter überzeugt, dass es auch bei dieser Studie bleiben würde, zu abgefahren und ungewöhnlich wirkten einzelne Details. Doch drei Jahre später überrascht Hymer, abermals auf dem Caravan Salon in Düsseldorf, mit der Serienversion des Hymer Venture S. Und die hat praktisch alle supercoolen Eigenschaften der damaligen Studie behalten, begonnen bei der kernigen Offroad-Aufmachung und lange noch nicht endend bei der holzbeplankten Terasse zum Ausklappen.

Schon bei der Basis greift Hymer gleich in die Vollen und bietet nicht wie sonst in der Branche üblich eine schmalbrüstige Basisversion an, um den Einstiegspreis optisch schönzurechnen. Es gibt nur eine Grundfahrzeugvariante, das ist der Mercedes Sprinter 419. Zum Einsatz kommt hier der 2021 neu eingeführte OM 654-Diesel, ein Zweiliter-Vierzylinder mit 190 PS, die höchste im Sprinter verfügbare Leistung. Hymer verwendet einen sogenannten Triebkopf, dabei handelt es sich um den kompletten Vorderbau bis hinter die Türen inklusive der gesamten Antriebstechnik. Alles hinter diesem Triebkopf ist eine Eigenkonstruktion von Hymer mit einem nach hinten verbreiterten Aufbau, der ähnlich einem teilintegrierten Wohnmobil ausgeführt ist. Allradantrieb und die für den starken Motor obligatorische Neungang-Automatik sind serienmäßig.

Hymer Venture S (2023)
Hymer
Das Aufstelldach ist über der Fahrerkabine angelenkt und wird über aufblasbare Seitenwände aufgestellt.

Bei der Gestaltung des Aufbaus geht Hymer mit dem Venture S völlig neue Wege im Reisemobilbereich. Das beginnt bereits beim Aufstelldach, in dem sich eine Liegefläche für zwei Personen befindet. Es wird nicht einfach wie sonst üblich mittig aus dem Fahrzeugdach ausgeklappt, sondern mit einer über der Fahrerkabine angelenkten Befestigung aufgeschwenkt. Erledigt wird das über einen Luftkompressor voll automatisch: Die Seitenwände bestehen nicht aus einem Zeltstoff-Balg, sondern aus einem neuartigen Luftkammersystem. Dadurch wird kein zusätzliches Gestänge benötigt, die prall aufgepumpten Seitenwände dienen außerdem zur Wärme- und Schallisolation.

Über eine Treppe in den ersten Stock

Der Weg ins Obergeschoss erfolgt auch nicht wie üblich über eine wackelige Leiter, sondern bequem über eine fahrerseitig installierte Treppe, die mit Staufächern ein Teil des Möbelkonzepts ist. Denn auch beim Grundriss macht der Hymer Venture S alles anders. So gibt es zum Beispiel keine sonst übliche Dinette hinter den drehbaren Vordersitzen, der Venture S ist konsequent für zwei Personen ausgelegt.

Ebenso ungewöhnlich ist das Badezimmer. Für den Toilettengang bleibt der Raum kompakt und in die beifahrerseitige Möblierung integriert. Zum Duschen wird der komplette Toilettenraum wie eine Schublade nach außen gezogen und der Duschraum ausgeklappt, im obigen Video schön demonstriert. Durch diesen sehr speziellen Grundriss entsteht eine durchgehende, mehrere Meter lange Fläche vom Heck bis zu den Vordersitzen und ein entsprechend luftiges Raumgefühl.

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Eine weitere Spezialität des Hymer Venture S ist der Heckbereich, in dem sich zwei gegenüberliegende Sitzmöbel mit einem aus dem Boden herausziehbaren Tisch befinden. Hier ist mit der riesigen Panorama-Heckscheibe und den im Aufbau integrierten umlaufenden Seitenscheiben selbst bei schlechtem Wetter ein grandioser Ausblick gesichert. Wenn die Sonne scheint, wird es allerdings erst richtig schick: Dann lässt sich die Heckscheibe über die gesamte Fahreugbreite nach oben und die Heckklappe nach unten klappen. Der Holzbelag in Yacht-Optik macht dann aus der Heckklappe eine Sonnenterasse, der Zugang von außen ist über eine herausziehbare Klappleiter möglich.

Hymer Venture S (2023)
Hymer
Platz an der Sonne: Panorama-Ausblick von der Hecksitzgruppe.

Bis zu zehn Tage autark

So abenteuerlich wie die Optik des Hymer Venture S wirkt, darf auch der Reiseverlauf sein, denn permanente Versorgung auf Campingplätzen ist nicht notwendig. Dafür sorgt neben dem 120-Liter-Frischwassertank die autark ausgelegte Stromversorgung, die serienmäßig an Bord ist. Drei 115-Watt-Solarmodule, die glattflächig in das Aufstelldach integriert sind, versorgen die Aufbau-Batterien mit Lithium-Ionen-Technik, die mit 320 Ah Kapazität genügend Strom auch für mehrtägige Aufenthalte abseits der Zivilisation bereithalten. Über den serienmäßigen Wechselrichter stehen dabei insgesamt sechs 230-Volt-Steckdosen im Fahrzeug bereit, weitere acht USB-Ladeports beliefern bei Bedarf Kleingeräte. Bis zu zehn Tage kann man so laut Hymer autark im Nirgendwo stehen.

Trotz 190 PS darf man allerdings nicht mit dem möglichen Maximaltempo ans Ziel streben. Denn das zulässige Gesamtgewicht von 4,1 Tonnen bringt nicht nur die Pflicht zur C- oder C1-Fahrerlaubnis, sondern auch ein Tempolimit auf 100 km/h. Dazu kommt in dieser Gewichtsklasse die Beachtung von Lkw-Überholverboten und spezielle Mautregelungen für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen wie zum Beispiel die Pflicht zur Go-Mautbox in Österreich.

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Bitte Luft anhalten: Der Preis

Bliebe noch ein wesentliches Detail, der Preis. Angesichts der Ausführung ist klar, dass hier kein Schnäppchen wartet, doch es kommt noch fester: 225.165 Euro beträgt der Basispreis. Selbst im kostenintensiven Reisemobilbereich ist das eine ordentliche Hausnummer. Der Venture S ist damit das mit Abstand teuerste Reisemobil von Hymer – und das mag etwas heißen. Trotz der sehr umfangreichen Serienausstattung ist dabei allerdings noch nicht das Ende erreicht. Wer den Hymer-Konfigurator konsequent in Richtung "einmal mit allem" durchklickt, wodurch beispielsweise die nachgeschärfte Optik mit den 18-Zoll-Beadlock-Rädern von delta 4x4, Lederausstattung, elektrische Markise, Unterflur-Standklimaanlage, Video-Beamer für die Hecksitzgruppe und weitere Nettigkeiten mit an Bord finden, landet bei einem Endpreis von 255.405 Euro. Das macht 39.597,67 Euro pro laufendem Meter Wohnmobil für den 6,45 Meter langen Venture S.

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Fazit

Wer einen geräumigen Camper sucht, bei dem praktisch alles anders ist als bei den bisherigen Modellen auf dem Markt, wird den Hymer Venture S mögen. Vorausgesetzt, das nötige Kleingeld ist vorhanden, denn auch beim Preis spielt das Reisemobil in einer komplett anderen Liga als für Teilintegrierte üblich. Zum Teil liegt das aber auch an der extrem umfangreichen Ausstattung bis hin zur autarken Solarstrom-Anlage, die andernorts teuer dazubestellt werden muss.

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