Kommt bald ein Topolino Abarth? Fiat denkt über heißen Topolino nach

Kommt bald ein Topolino Abarth?
Fiat denkt über heißen Topolino nach

ArtikeldatumZuletzt aktualisiert am 15.07.2026
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07/2026 Fiat Topolino Abarth Rendering
Foto: Fiat/Abarth/KI-generiertes Bild

Fiat prüft laut dem britischen Magazin Autocar eine Abarth-Version des Topolino. Der elektrische Zweisitzer könnte damit eine sportlichere Ausrichtung erhalten und insbesondere jüngere Käufer ansprechen. Fiat-Chef Olivier François bezeichnete gegenüber Autocar eine mögliche Abarth-Ausführung als "einen Traum". Gleichzeitig erklärte er, dass an einer solchen Variante gearbeitet werde und sie künftig Realität werden könne.

Der Topolino gehört zur Fahrzeugklasse der L6-Leichtkraftfahrzeuge. In Ländern wie Italien und Frankreich darf er deshalb bereits von Jugendlichen ab 14 Jahren gefahren werden, in Deutschland dürfen Jugendliche ab 15 Jahren mit der AM-Fahrerlaubnis hinter das Steuer. Trotz dieser Voraussetzungen liegt das Durchschnittsalter der Käufer derzeit laut Fiat bei Mitte 40. Das Unternehmen möchte diesen Wert deutlich senken.

Durchschnittsalter soll sinken

Um dieses Ziel zu unterstützen, hat Fiat bereits den Topolino Sport eingeführt. Diese Variante unterscheidet sich vor allem optisch vom bisherigen Modell. Sie erhält neue Außenfarben mit Dekorstreifen, einen schwarz gestalteten Innenraum sowie einen herausnehmbaren Bluetooth-Lautsprecher mit der Bezeichnung Monsterlino. Weitere Modellversionen sollen folgen.

Technisch wären die Möglichkeiten allerdings begrenzt. Die Vorschriften für Fahrzeuge der L6-Klasse schreiben unter anderem die maximale Leistung und Höchstgeschwindigkeit vor. Eine Abarth-Version dürfte daher kaum mehr Fahrleistungen bieten als das Serienmodell. Im Mittelpunkt würden stattdessen Änderungen bei Design und Ausstattung stehen, um den sportlichen Markenauftritt von Abarth auf den Topolino zu übertragen.

Statussymbol

Auch Gaetano Thorel, Europa-Chef von Fiat, bestätigte gegenüber Autocar entsprechende Überlegungen. Ziel sei es, dem Topolino ein stärkeres Abarth-Gefühl zu verleihen und dadurch jüngere Kunden anzusprechen. Der Topolino sei inzwischen das erfolgreichste Leichtkraftfahrzeug seiner Klasse in Italien. Dennoch gelinge es bislang nicht, insbesondere 16- und 17-Jährige für das Modell zu begeistern. Nach der Einführung des Topolino Sport könnte eine Abarth-Version ein weiterer Schritt sein, um diese Altersgruppe stärker anzusprechen.

Als Grund für die bisher verhaltene Resonanz nennt Thorel die Konkurrenz klassischer Leichtkraftfahrzeuge. Gerade in Städten wie Rom würden viele Eltern für ihre Kinder Modelle von Herstellern wie Ligier wählen. Diese wirkten durch ihre Karosserieform, den Verbrennungsmotor und dessen Geräuschentwicklung sportlicher. Zudem werde das Fahrzeug von vielen Käufern auch als Statussymbol wahrgenommen. Der elektrisch angetriebene Topolino vermittle dagegen einen deutlich zurückhaltenderen Charakter. Das könnte sich mit einer Abarth-Variante deutlich ändern.

Fazit