2022 Lincoln Navigator Facelift Lincoln Motor Company
2022 Lincoln Navigator Facelift
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2022 Lincoln Navigator Facelift 19 Bilder
SUV

Lincoln Navigator Facelift Modelljahr 2022

Lincoln Navigator Facelift Modelljahr 2022 SUV-Dickschiff legt an Intelligenz zu

Optische Auffrischungen spielen beim Facelift des Lincoln Navigator eine untergeordnete Rolle. Stattdessen gibt es Konnektivitäts- und Assistenz-Upgrades.

Ist von dicken Edel-SUV von typisch amerikanischer Machart die Rede, dann meistens von den GM-Zwillingen Chevrolet Suburban oder Cadillac Escalade. Letzterem stellt der Ford-Konzern seit fast einem Vierteljahrhundert einen Gegenspieler aus den Reihen seiner Nobelmarke Lincoln entgegen: Seit 1997 weiß der Navigator durch Größe, Komfort und souveränen Vortrieb zu überzeugen. Inzwischen existiert er in vierter Generation – und erhält nun ein Facelift, das subtile optische, aber tiefgreifende technische Änderungen mit sich bringt.

Die ästhetischen Modifikationen sind schnell abgehandelt: Vorne gibt es einen neu gestalteten Kühlergrill (in der Topausstattung Black Label mit eigenem Design) und anders designte Scheinwerfer, die aufpreisfrei mit einer Technologie arbeiten, die einzelne Bereiche des Lichtkegels aus- und damit den Gegenverkehr nicht blendet. Die neuen Rückleuchten inszenieren beim Begrüßen und Verabschieden der Insassen ein dynamisches Lichtspiel. Neue Lackfarben gibt es natürlich auch. Sie heißen "Starlight Gray" und "Manhattan Green Metallic", wobei sich Letztere nur mit der Black-Label-Ausstattung kombinieren lässt.

Freihändiges Fahren künftig möglich

Wichtiger ist beim Lincoln Navigator des Modelljahres 2022 aber das, was sich im Verborgenen geändert hat. Für den Fullsize-SUV hat Ford sein Blue-Cruise-System adaptiert, das hier den neuen Namen "Active-Glide" trägt – vielleicht wegen des Markenrechts-Streits mit General Motors? Die Funktionen stimmen jedenfalls weitgehend überein. Basierend auf der adaptiven Geschwindigkeitsregelung mit Stop-and-Go, Fahrspurzentrierung sowie Verkehrszeichen-Erkennung und mithilfe von Kamera- und Radar-Technologie bietet der Navigator auf bestimmten Straßenabschnitten die Möglichkeit für Fahrerinnen und Fahrer, die Hände vom Steuer zu nehmen. Gleichzeitig überwacht eine auf den Menschen am Steuer gerichtete Kamera dessen Aufmerksamkeit-Level. Darüber hinaus gibt es Technologien wie einen Abbiege- und Auspark-Assistenten sowie die üblichen elektronischen Unterstützer.

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Nicht nur beim Fahren mit Anhänger assistiert der Navigator auf vielfältige Weise.

Obendrein zieht das aktuelle Ford-Sync-Infotainment-System (Generation vier) ins Navigator-Cockpit ein. Dieses bietet zahlreiche eigene Apps sowie die Möglichkeit, Smartphones drahtlos über Apple Carplay und Android Auto einzubinden. Das System lässt sich weitreichend anpassen und soll in natürlicher Sprache bedient werden können. Dafür ist federführend Amazon Alexa verantwortlich. Die Technik stellt ihre Fähigkeiten in puncto Unterhaltung (unter anderem per Prime Video und Fire TV), ihr Organisationstalent oder ihren Bezahldienst für drei Jahre kostenfrei zur Verfügung. Zudem ist der Lincoln dazu in der Lage, sich per Over-the-Air-Software-Updates auf einem modernen Stand zu halten.

Zwei Interieur-Themenwelten

Als haptische Schnittstelle zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz dienen ein 13,2-Zoll-Touchscreen in der Mittelkonsole und ein 5,8 Zoll großes Bedien-Panel in der zweiten Reihe; hinzu kommen optionale 10,1-Zoll-Bildschirme für die Fondpassagiere. Wie heutzutage üblich wird auch die Größe der Instrumente in Zoll angegeben: Der dafür vorgesehene und individualisierbare Monitor misst satte zwölf Zoll. Aber auch am Ambiente hat Lincoln gefeilt, weshalb es den 2022er-Navigator mit zwei Interieur-Themenwelten gibt: "Central Park" kommt eher dunkel und gediegen daher, während "Invitation" mit einem hellen Erscheinungsbild zum Verweilen einlädt. Sitze mit Massage-, Heiz- und Lüftungsfunktion gehören in dieser SUV-Kategorie heute zum guten Ton (und das nicht nur in der ersten Reihe), und auf Wunsch verwandelt ein Soundsystem mit 28 Lautsprechern den Navigator-Innenraum in einen Konzertsaal.

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Je nach Themenwelt ist der Edel-SUV eher hell oder dunkel eingerichtet.

Einen Motor hat der neue Lincoln Navigator natürlich auch, er ist ebenfalls aus dem Ford-Portfolio bekannt. Der 3,5-Liter-Twin-Turbo-Benziner verrichtet beispielsweise im Ford F-150 Raptor seinen Dienst, soll sich im Navigator aber eher von seiner manierlichen statt rabaukigen Seite präsentieren. Kraft hat das V6-Triebwerk natürlich trotzdem: Mit 446 PS und maximal 691 Newtonmetern sollen sich auch schwere Anhänger problemlos über die nordamerikanischen Highways schleppen lassen. Um das Manövrieren eines Trailers zu vereinfachen, verfügt der Lincoln fortan über ein entsprechendes Assistenzsystem. Damit auch bei normaler Fahrt nichts schiefgeht, wird das adaptive Fahrwerk von allerlei Sensoren überwacht. Eine Kamera hilft mit, um Federung und Dämpfung auf Unebenheiten einzustellen, bevor der SUV diese überhaupt erreicht.

Zum Jahresbeginn 2022 rollen die ersten Exemplare des neuen Lincoln Navigator zu den Kundinnen und Kunden. Wie viel Geld diese für ihren neuen Edel-SUV bezahlen müssen, steht noch nicht fest. Aktuell startet das Modell bei 76.705 Dollar (knapp 66.000 Euro).

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Fazit

Das Facelift bringt dem Lincoln Navigator kaum optische, dafür aber zahlreiche technische Neuerungen, die sich vor allem im digitalen Bereich zeigen. Modernisierungen beim Antrieb, etwa durch eine Elektrifizierung, sind jedoch weiterhin nicht in Sicht.

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